14. Tammus 5785


Auch heute muss die IDF leider wieder den Tod von zwei Soldaten bekanntgeben. Bei einem Entführungsversuch wurde Mast. Sgt. (res.) Abraham Azulay, 25, s’’l, von Hamas-Terroristen erschossen. Mehrere Terroristen tauchten vor Azulay aus einem Tunnel auf und eröffneten das Feuer auf ihn. Anschliessend versuchten sie, seinen Leichnam zu entführen, was jedoch von anderen Soldaten seiner Einheit verhindert werden konnte. Corp. Liel Shoman, 20, s’’l, wurde in seiner Unterkunft in einer Militärbasis tot aufgefunden. Die Umstände lassen vermuten, dass es sich um einen Suizid handelt. Die Ergebnisse der Untersuchung werden der Militär GStA Yifat Tomer-Yerushalmi sowie den Eltern vorgelegt.

Der Sprecher der Partei ‘Vereintes Torah Judentum’ besteht darauf, dass Netanyahu ‘unverzüglich’ das Gesetz verabschiedet, das den Status von wehrpflichtigen Studenten von Yeshivot regelt. «Die GStA verfolgt weiterhin Torah-Studenten, aber die Schuld liegt allein bei der Regierung, die das Wehrpflichtgesetz wie in den Koalitionsvereinbarungen versprochen hätte verabschieden und damit der Verfolgung ein Ende setzen müssen.» Der Entwurf hätte in der kommenden Woche verabschiedet werden sollen, wurde aber nach erneuten Meinungsverschiedenheiten von der Tagesordnung genommen.




Netanyahu konferierte während seines Besuches im Pentagon mit US-VM Pete Hegseth über den Iran und die regionale Sicherheits-Zusammenarbeit sowie die strategischen Beziehungen zwischen Israel und den USA. Sarah N., die über keinerlei Funktionen in Israel verfügt, nahm auch an diesem Programmpunkt des USA-Aufenthaltes teil. Jennifer, die Ehefrau von Hegseth, übernahm es, das ‘Damenprogramm’ für Sara N. durchzuführen und nahm sie auf eine Tour durch das Pentagon mit. Die beiden Damen trugen rosa Hosenanzüge. Die eine mehr im Farbton Lachs- die andere im Farbton Piggy-Rosa.

Bei einem Treffen mit Familien von noch im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln, erklärte Netanyahu, dass die Hamas entscheidet, welche Geisel zu welchem Zeitpunkt der Waffenruhe freigelassen wird. Aus Sicht Israels sind alle Geiseln ‘humanitäre’ Fälle, die keiner Gewichtung unterliegen. Angeblich wird aber das Büro des PM eine Liste mit dem jeweiligen Gesundheitszustand erhalten und dann die Reihenfolge der Freilassungen festlegen. Die Quelle, die bei dem Treffen anwesend war, berichtet der Zeitung „The Times of Israel“, dass Netanyahu darauf bestand, dass er nicht von seinen Forderungen nach der Kapitulation der Hamas, der Abgabe ihrer Waffen und der Zustimmung zum Exil ihrer Führer abweichen werde. Die Familien zeigten sich unzufrieden, woraufhin Netanyahu antwortete: «Es gibt Dinge, über die ich mit Ihnen nicht sprechen kann. Es gibt Dinge, die still und leise getan werden, und ich werde sie Ihnen nicht mitteilen, weil sie geheim bleiben müssen», zitiert Channel 12 Netanyahu.
Eine weitere Forderung der Hamas, die in den Vertrag aufgenommen werden soll, ist die teilweise Finanzierung des Wiederaufbaus von Gaza durch Katar. Israel hat dieser Forderung zugestimmt. Weitere, bisher noch nicht genannte Staaten haben angeblich bereits zugesagt, ebenfalls Gelder bereitzustellen.
Die Diskussion, aus welchen Teilen des Gazastreifens sich die IDF mit Beginn der Waffenruhe zurückziehen wird und in welchen Regionen sie präsent bleibt, erweist sich zum Zankapfel zwischen den einzelnen Verhandlungsparteien. Ursprünglich hatten sowohl die Hamas als auch die USA die Pläne Israels abgelehnt, die Stationierung der IDF in einigen neuralgischen Orten zu verlangen. Gestern legte Israel dem Verhandlungs-Team eine Reihe von entsprechenden Karten vor. Steve Witkoff bezeichnete diese als inakzeptabel. Sie würden die Verhandlungen zum Scheitern bringen. Das brachte den rechtsextremen Smotrich dazu, Netanyahu anzugreifen. «Wenn die Berichte über die Bereitschaft des Premierministers, sich aus Gebieten zurückzuziehen, die von unseren Kämpfern besetzt wurden, als Teil eines Geiselabkommens mit hohen Kosten verbunden sind, wäre dies ein schwerer Verrat an den Soldaten und Familien, die das Opfer gebracht haben, was ihnen am meisten am Herzen lag, und ein Verstoss gegen die Verpflichtung, die ihnen gegenüber eingegangen wurde», sagte er.



Der rechtsextrem-nationalistische Ben-Gvir hat eine neue Freiwilligen-Einheit, bestehend aus jüdischen Siedler-Terroristen aus Samaria und Judäa, für dieses Gebiet ins Amt eingeführt. Die feierliche Einführung fand am ‘Grab der Patriarchen’[1] in Hebron statt. «Diese Trupps stellen eine Abkehr von der ‚defensiven Denkweise‘ und eine Hinwendung zu einer kämpferischen, militanten und offensiven Denkweise dar», sagte der rechtsextreme Minister, der selbst in Kiryat Arba, neben Hebron in Judäa wohnt. Die Hilfssheriffs erhielten eine mehrwöchige Ausbildung in Terrorismusbekämpfung und besondere Polizeibefugnisse. Sie wurden mit modernster Kampfausrüstung wie Waffen, taktischen Uniformen und Schutzausrüstung ausgestattet. Man muss jetzt leider davon ausgehen, dass die Festnahmen der von jüdischen Siedler-Terroristen angegriffenen Palästinensern noch aggressiver und rücksichtsloser vorgenommen werden. Dass Polizeichef Danny Levy der Veranstaltung fernblieb, spricht für ihn.
Die Gemeindevorsitzenden der Griechisch-Orthodoxen, Römisch-Katholischen und Melkitisch Griechisch-Katholischen Kirchen in Taybeh beklagen, dass sie sich zunehmend mit Angriffen und Schikanen jüdischer Siedler-Terroristen konfrontiert sehen. Am Montag wurde an den Ruinen der St. Georgs-Kirche aus dem 5. Jahrhundert ein Feuer gelegt, das jedoch keinen nennenswerten Schaden anrichtete. Nicht nur, dass die Terroristen immer wieder illegale ‘Aussenposten’ in unmittelbarer Nähe der Stadt installieren, sie lassen auch ihr Vieh fast täglich auf den Gründen von Taybeh weiden. Die Kühe würden an den Olivenbäumen teils erheblichen Schaden anrichten, was deren Produktivität einschränke. Die beduinischen Hirten in unmittelbarer Nähe der Stadt haben wegen der andauernden Angriffe schon lange ihre Orte verlassen. Taybeh ist die letzte rein christliche Stadt in Samaria, deren Existenz bis zur Zeitwende zurückgeht. «Dieses beständige spirituelle und kulturelle Erbe, das die Menschen in Taybeh über Generationen hinweg treu bewahrt haben, ist nun aufgrund der systematischen Angriffe auf Land, heilige Stätten und die lokale Gemeinschaft ernsthaft von Erosion und Vertreibung bedroht», fügten die Gemeindevorsitzenden hinzu. Erwartungsgemäss reagierte die Polizei nicht auf die Klagen.
Gestern gelang es einem Rettungsteam, vier weitere Crew -Mitglieder der ‘Eternity C’ aus dem Meer zu retten. Die Männer waren nach mehreren Angriffen durch Houthi-Terroristen von Bord gegangen, bevor das manövrierunfähige Schiff sank. 11 weitere Personen werden noch vermisst. Einige der Vermissten sind möglicherweise von den Houthi-Terroristen entführt worden.
Eine aus dem Jemen heranfliegende Rakete der Houthi-Terroristen löste den Alarm in Zentral-Israel, Jerusalem und Teilen von Judäa aus. Sie konnte jedoch von der IAF abgefangen und zerstört werden, ohne Schaden anzurichten.



Die gute Nachricht des Tages: Romi Gonen, 25, die am 7. Oktober 2023 während des Massakers schwer verletzt und anschliessend nach Gaza verschleppt wurde, durfte heute das Krankenhaus verlassen. Während der Zeit in Gaza erhielt sie keinerlei Medikation, noch sonst eine Behandlung. Nach 471 kam sie im Januar endlich frei. Seither hat sie zwei schwere Operationen hinter sich gebracht, eine dritte wird in wenigen Wochen folgen. Bis dahin wird sie sich zu Hause erholen und wie sie sagt, endlich ihre Freiheit geniessen.
[1] ‘Das Grab der Patriarchen’ lag ursprünglich in der Höhle Machpela, im heutigen Hebron. Im ersten Buch der Torah, Bereshit 23:9 ff, erfahren wir, dass Avram diese Höhle für das Grab seiner Frau Sara gekauft hat. In der Höhle, die heute Teil einer von Herodes gebauten Festung ist, liegen die Gräber von Avram und Sara, Isaac und Rivka, sowie Ja’acov und Lea.
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