26. Tammus 5785


Erneut muss die IDF auch heute leider wieder den Tod von zwei Soldaten bekanntgeben. Staff Sgt. Amit Cohen, 19, s’’,l verlor sein Leben bei der vorzeitigen Explosion von israelischer Munition innerhalb eines Hauses in Khan Younis. Sgt. Maj. (res.) Vladimir Loza, 36, s’’l, verlor sein Leben bei der Explosion eines von der Hamas gelegten Sprengsatzes in einem Haus, die zum Einsturz des Gebäudes führte.
Trumps Albtraum und Traum: US-Präsident Donald Trump hat die Berichte der letzten Tage über Palästinenser, die beim Versuch, humanitäre Hilfe in Gaza zu erhalten, getötet wurden, ‘nicht gerne gesehen’, sagt die Pressesprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt. Trump möchte, dass die Lebensmittel in einer ‘friedlichen Art’ verteilt werden, ohne, dass es noch mehr Menschenleben kostet.
«Der Präsident sieht so etwas nie gerne. Er möchte, dass die Tötungen aufhören, und er möchte einen Waffenstillstand in dieser Region aushandeln. Er möchte, dass alle Geiseln aus Gaza freigelassen werden. Das ist eine oberste Priorität für diesen Präsidenten.»
Darauf warten wir, seit er die Wahlen im November 2024 gewonnen hat und damals verkündete, er würde den Krieg in der Ukraine und in Gaza innerhalb von 24 Stunden nach seiner Vereidigung oder sogar noch davor beenden. Was tut man nicht alles für den Friedensnobelpreis, aber nicht immer läuft alles nach Plan!

Der Aussenminister von Grossbritannien, David Lammy, sprach vor dem Parlament ausführlich über die Situation in Gaza. «Das neue israelische Hilfssystem ist unmenschlich, gefährlich und entzieht den Menschen in Gaza ihre Menschenwürde. Es ist ein groteskes Spektakel, das einen schrecklichen menschlichen Preis fordert» sagte er mit Blick auf den GHF, die von den USA und Israel unterstützte Hilfsorganisation. Die GHF hatte immer wieder betont, mit den UNO zusammenarbeiten zu wollen, was mit der Begründung, das verstosse gegen die humanitären Grundsätze, abgelehnt wurde. Für mich eine haltlose und unverständliche Begründung! Lammy hatte zuvor mit seinem israelischen Amtskollegen, Gideon Sa’ar telefoniert, der sagte, dass «allein die Hamas für das Leiden der Bevölkerung und die Fortsetzung des Krieges verantwortlich ist.» Lammy hielt dem entgegen, dass «die Hamas zum Chaos beiträgt und es ausnutzt», nahm jedoch die israelische Regierung in die Pflicht. «Die israelische Regierung muss antworten: Welche militärische Rechtfertigung kann es für Angriffe geben, bei denen verzweifelte, hungernde Kinder getötet wurden?», fährt Lammy fort. «Welche Sofortmassnahmen ergreifen Sie, um diese Litanei des Grauens zu beenden? Was werden sie tun, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen?» Netanyahu soll auf die 82 % der Israelis hören, die einen Waffenstillstand wollen, forderte er. «Diese Offensive bringt sie [die Geiseln] in grosse Gefahr», sagt er. «Aber Netanyahu hält dennoch daran fest.»
Die WHO beklagt sich, dass ihre Mitarbeiterunterkünfte sowie ihr Hauptlager in Deir al-Balah gestern insgesamt dreimal angegriffen wurde. Die IDF sei in die Mitarbeiterunterkünfte eingedrungen, habe von dort Frauen und Kinder zu Fuss evakuiert. Die Männer hätten sich ausziehen müssen, wurden gefesselt und wurden ‘mit vorgehaltenen Waffen’ befragt. Zwei Mitarbeiter und zwei Familienangehörige wurden festgenommen, drei von ihnen wurden später wieder freigelassen», erklärte der Chef der WHO und fügte hinzu: «Die jüngste Evakuierungsanordnung in Deir al-Balah hat mehrere WHO-Einrichtungen betroffen, wodurch unsere Arbeit in Gaza beeinträchtigt und das Gesundheitssystem weiter an den Rand des Zusammenbruchs gebracht wurde. Das Hauptlager der WHO in Deir al-Balah befindet sich in der Evakuierungszone und wurde gestern bei einem Angriff durch Explosionen und einen Brand beschädigt.»
Die Journalistenvereinigung der Nachrichtenagentur France Press (AFP) beklagte, dass die noch in Gaza verbliebenen Journalisten, ein freier Autor, drei Fotografen und sechs freiberufliche Videoreporter sowie ‘eine Handvoll andere’, ‘ernsthaft bedroht sind, zu verhungern’. Die Journalisten haben angeblich vor Kurzem gewarnt, dass sie keine Kraft mehr hätten zu berichten, abgemagert seien und nicht mehr arbeiten können. Ein Fotograf, der als Bashar, 30, benannt wird, zieht seinem einem Jahr von einem Lager zum anderen, lebt in völlige Armut und arbeitet unter grossem Risiko. Sie werden zwar von AFP bezahlt, können für das Geld aber fast nichts mehr kaufen. In einer Reaktion auf die Erklärung erklärt die Geschäftsführung von AFP, sie teile die Angst der Gewerkschaft und sei «hilfloser Zeuge der dramatischen Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen.» Man arbeite daran, sie [die Mitarbeiter] mit ihren Familien aus Gaza zu evakuieren, was sich aufgrund der völligen Blockade für Journalisten als sehr schwierig erweise.Auch wenn das hier nicht thematisiert wird: handelt es sich bei den Journalisten um Gazaner oder Staatsbürger anderer Staaten? Leider haben sich immer wieder Journalisten als aktive Mitglieder der Hamas oder des Djihad entpuppt. Daher muss der Bericht sehr kritisch hinterfragt werden.



Die Mutter von Elkana Bohbot spricht bei einer der ‘stillen Demonstrationen’. Sie sei angespannt, die IDF befände sich nun an einem Ort, an dem die Geiseln vermutet werden. Sie versteht nicht, warum man jetzt, wo doch verhandelt wird, mit der Bodenoffensive beginnt. «Ich hoffe, dass die Armee weiss, was zu tun ist und wie sie vorgehen muss. Und Gott bewahre, dass sie die Geiseln nicht anrühren! Die Regierung hat gesagt, es wäre nicht das Schlimmste, wenn einige Geiseln zu Schaden kämen – eine unglaublich schreckliche Aussage.»

Dabei bezieht sie sich auf die verstörende Aussage von MK Orit Strock von gestern (s. gestern), die erklärte, es sei nicht schlimm, wenn einige der Geiseln bei der Bodenoffensive getötet würden. (s. gestern)

Generalstabschef Eyal Zamir betont, dass man aufgrund der «komplexen und schwierigen Sicherheitslage auf eine langwierige Kampagne an mehreren Fronten vorbereitet sein muss, während in Gaza heftige Kämpfe toben und an den Grenzen Israels die Spannungen brodeln.» Dieser Krieg, so Zamir, ist einer der komplexesten, mit denen die IDF jemals konfrontiert war. Er lobt die Leistungen der IDF, beklagt aber auch die hohe Zahl der Verluste. «Der Iran und seine Achse bleiben in unserem Visier – die Kampagne gegen den Iran ist noch nicht vorbei.»




Jüdische Siedler-Terroristen zündeten in der Nacht einige Fahrzeuge in Beitin in der Nähe von Ramallah an. Auf einige Wände sprühten sie das Wort ‘Rache’. Es gab keine Verletzten. Beim verspäteten Eintreffen der Polizei wurden die Täter nicht mehr angetroffen, sodass wie üblich keine Festnahmen erfolgten.
Der rechtsextreme Smotrich behauptet, in der vergangenen Woche mit Generalstabschef Zamir diskutiert zu haben, dass eine teilweise Annexion des Gazastreifens aus Sicherheitsgründen notwendig sei. Das Gespräch soll während der Knesset-Konferenz (von der nichts in den Zeitungen stand!) ‘Die Gaza-Riviera – von der Vision zur Realität’ stattgefunden haben. «Ich bin fest davon überzeugt, dass hier eine enorme Chance besteht. Wir können an der Nordgrenze beginnen und dort drei Gemeinden gründen. Wir sprechen bereits darüber.» Smotrich fährt fort: «Wir werden den Gazastreifen besetzen und ihn zu einem untrennbaren Teil des Staates Israel machen.» Er hielt fest, dass sie die Unterstützung von Trump haben, um «Gaza in einen prosperierenden Streifen, eine Ferienstadt mit Arbeitsplätzen zu verwandeln. So schafft man Frieden!» Ein Festhalten an diesem völlig irrationalen Plan ist wieder eines der Beispiele, wie abgehoben die rechtsextreme Regierung in Israel agiert.
Die Hamas gibt als einen Grund für die erneut ins Stocken geratenen Verhandlungen an, dass ihre Unterhändler keinen Kontakt zu den Anführern der palästinensischen Terror-Organisation Hamas in Gaza herstellen konnten. Dabei gaben sie der angelaufenen Bodenoffensive in Deir al-Balah die Mitschuld daran, dass die Kontaktaufnahme erschwert sei. Die Vermittlergruppen zeigen sich zunehmend frustriert wegen der erneuten Hinhaltetaktik der Hamas, sind aber nach wie vor optimistisch, in den kommenden Tagen eine Vereinbarung abschliessen zu können
In der Nacht konnte erneut eine Rakete, die von den Houthi-Terroristen auf Israel abgeschossen wurde, abgefangen werden, bevor sie den israelischen Luftraum erreichte. Die Houthis gaben später an, mit der Rakete den Flughafen angegriffen zu haben. Der Alarm wurde in Zentral-Israel ausgelöst.

Der IDF gelang es mit einem gezielten Drohnenangriff auf sein Motorrad Mohammad Fadi Shaitio zu neutralisieren. Shahito war ein führendes Mitglied der Hisbollah. Seit Beginn des Waffenstillstands hält sich die IDF nach wie vor an fünf strategischen Punkten im Libanon auf und bekämpft von dort die Hisbollah, die immer wieder Verletzungen des Abkommen begeht..
Der Kaktus des Tages geht heute nach Griechenland. Genauer an Bewohner der Insel Syros. Sie veranstalteten im Hafen der griechischen Insel eine anti-israelische pro-palästinensische Demonstration und hinderten Kreuzfahrer daran, das Schiff zu verlassen. Das Schiff, die ‘Crown Iris’ ist eines der Schiffe der israelischen Gesellschaft ‘Mano’ und segelt regelmässig durch die Ägäis. Die Kreuzfahrer reagierten auf die teils lautstarke Demo, indem sie israelische Flaggen schwenkten und laut zu singen begannen. Kanal 12 berichtete, dass die Proteste von einer Gruppe von Inselbewohnern organisiert wurde, die in den sozialen Medien gepostet hatten, dass sie «ihre Fäuste in Solidarität mit den Palästinensern in Gaza erheben. Es ist inakzeptabel, dass Touristen aus Israel hier weiterhin willkommen sind, während die Palästinenser im Gazastreifen leiden.»




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