26. Elul 5785

Ein ehemaliges Mitglied der PA im Gazastreifen hat eine eigene Gruppe ‘Strike force against terror’ gegründet, die in der Region um Khan Younis gegen die Hamas vorgehen will. Hossam al-Astal erklärt gegenüber ‘The Times of Israel’, dass seine Gruppe «jeden aufnehmen wird, der unter der Unterdrückung der Hamas lebt» und dass es genügend Nahrung, Wasser und Unterkünfte für alle gibt. In den kommenden Tagen erwartet er weitere 300 bis 400 Menschen. Um zu vermeiden, dass unter den Menschen auch solche sind, die der Hamas nahestehen, werden gründliche Sicherheitsprüfungen durchgeführt. Die Gruppe hat sich im Dorf Kizan al-Najjar niedergelassen, das von seiner Bevölkerung aufgegeben wurde, als sich die IDF-Truppen näherten. Das Dorf liegt etwa 1 km von al-Mawasi, der humanitären Schutzzone entfernt. Al-Astal arbeitet mit Abu Shabab zusammen, der in den letzten Monaten ebenfalls Sicherheitsstrukturen und zivile Infrastruktur aufgebaut hat. Al-Astal sagt, dass es eine ‘Koordination’ zwischen seiner Gruppe und Israel gibt und dass «wir bald auf Israel angewiesen sein werden, um uns mit Strom und Wasser zu versorgen. Die Menschen hier wollen keine Hamas, sie wollen Frieden mit Israel», sagt er. «Ich bin 50 Jahre alt; ich erinnere mich noch daran, als die Armee und Israel in Gaza waren und wir in Frieden lebten. Die Kinder spielten, gingen zur Schule, und es gab keine Probleme. Aber heute hat der Terror der Hamas Gaza und seine Bevölkerung zerstört.»

Die Zahl der kriminellen Minister und MKs steigt erneut. Jetzt geriet May Golan, die Ministerin für soziale Gerechtigkeit und Frauenfragen ins Scheinwerferlicht der Polizei. Und mit ihr ihre Mutter, 80. Sie sollte gestern im Rahmen des Korruptionsvorwurfes gegen ihre Tochter aussagen. Golan bat, dass sie das WC benutzen dürfe, kehrte dann aber nicht mehr in den Vernehmungsraum zurück. Die Mutter, die u.a. unter Bluthochdruck leidet, wurde sofort nach Hause gebracht, um sich dort nach ärztlicher Konsultation auszuruhen und zu erholen. «Die Verhörbeamten weigerten sich, Golan und dem mit ihr gekommenen Anwalt zu gestatten, sicherzustellen, dass die Befragung ihrer Gesundheit keinen irreversiblen Schaden zufügt.» Golan wird vorgeworfen, Gelder, die für gemeinnützige Organisationen gedacht waren, für sich selbst abgezweigt zu haben. Heute kehrte Golan zur weiteren Befragung zurück.
Nach dem tödlichen Anschlag an der Allenby Bridge, bei dem gestern zwei israelische Soldaten starben, hat Netanyahu gestern neue Sicherheitsmassnahmen bei der Kontrolle der Lkws gefordert, die von Jordanien nach Israel einreisen. «Ich verlange, dass die Fahrer von nun an Metalldetektoren passieren müssen und dass die Lastwagen gründlich kontrolliert werden», wird Netanyahu zitiert. «Es war Jordaniens Verantwortung, den Angriff zu verhindern, und das hat es nicht getan.» Unmittelbar nach dem Terror-Anschlag waren die Allenby Bridge und ein weiterer Übergang nach Jordanien in der Nähe von Eilat vorübergehend geschlossen worden.

Knapp die Hälfte der Bevölkerung von Gaza-City hat in den vergangenen Tagen die Stadt verlassen und sich auf den Weg in den Süden des Gazastreifens gemacht. In den designierten ‘humanitären Schutzzonen’ fehlt es immer noch am Nötigsten, wie Zelten, medizinischen Behandlungsmöglichkeiten, Wasserleitungen, Verteil-Zentren für Lebensmittel, Stromleitungen. Wie angekündigt, wurde die zweite Evakuierungsstrasse im Inneren des Streifens am Mittag wieder geschlossen. Jetzt steht den Binnen-Vertriebenen nur die Küstenstrasse in den Süden zur Verfügung.
Wie lange wird sich Generalstabschef Eyal Zamir noch gegen die Wünsche Netanyahus durchsetzen können, bevor er den Weg von Yoav Gallant und Herzi Halevi gehen muss? Sie wurden von Netanyahu aus ihrem Amt entfernt, der eine als Verteidigungsminister im Parlament und der andere als Generalstabschef. Zamir macht aus seinem Herzen keine Mördergrube und widersetzt sich Netanyahu. Er lässt die Truppen in Gaza eher langsam und vorsichtig vorrücken, um Verluste innerhalb der Truppe zu minimieren und die Risiken für die Geiseln zu verringern. Netanyahu wünscht sich einen schnellen Erfolg, am besten noch vor dem 7. Oktober. Zamir lehnt dieses Vorgehen in aller Deutlichkeit ab und lässt die Öffentlichkeit darüber informieren. Die Frage bleibt, wie lange kann er das durchhalten? In der IDF wächst die Frustration. Netanyahu wird als arrogant und unnachgiebig beschrieben, der alle Warnungen abschmettert und sicher ist, dass nur er weiss, wie man die Kampagne steuert. Seiner Ansicht nach ist er der Einzige, der die völlige Zerstörung der Hamas sicherstellen kann. Doch selbst Netanyahu kann nicht erklären, wie er das erreichen will, ohne das Leben der Geiseln zu gefährden. Dafür hat er bis heute keinen Plan. Wie er das in der kommenden Woche Trump erklären will, auf das dürfen wir gespannt sein. Ebenso wie auf seine Rede, die Netanyahu bei der UN-Generalversammlung halten wird, ‘eine kräftige, inhaltsstarke Rede, die der Welt die Wahrheit über Israel zeigen wird’, die er vor einem wahrscheinlich fast leeren Auditorium halten wird.

Jetzt übertreibt es das politische Griechenland aber! Die Aktivisten der Kommunistischen Partei hingen unterhalb der Akropolis auf, auf denen zu lesen stand «Stoppt den Genozid – Keine Zusammenarbeit mit dem mörderischen Staat Israel und Freiheit für Palästina!» Auf der Mauer standen zahlreiche Aktivisten, die mit roten Fahnen der Kommunistischen Partei winkten. Ein erneutes Beispiel, wie Politik, Aktivismus und Kultur, in diesem Fall zigtausend Jahre alte Kultur, die bis zum 14. Jahrhundert BCE zurückgeht, vermischt werden.
Hinterlasse einen Kommentar