16. Schwat 5786

Friedrich Merz, deutscher Bundeskanzler, bringt es auf den Punkt: «Die transatlantischen Beziehungen haben sich verändert», sagte er. «Niemand in diesem Raum sagt dies mit mehr Bedauern als ich, aber Nostalgie und Erinnerungen an vergangene gute Zeiten helfen nicht weiter.» Bei einer Konferenz am Hauptsitz der Deutschen Börse AG fordert er Europa auf, sich unabhängiger vom traditionellen Verbündeten zu machen. Alte Sicherheiten gelten nicht mehr. Trumps koloniales Verhalten, Grönland, ein halb-autonomes Gebiet, das zum NATO-Partner und EU-Mitglied Dänemark gehört, annektieren zu wollen, hat Unruhe in die EU-Aussenpolitik, insbesondere mit den USA gebracht.

Der Flug 2692 von LaGuardia nach Miami am 29. Januar wird vielen Passagieren in schlechter Erinnerung bleiben. Miguel, der als Flight-Attendant seinen Dienst versah, trug verbotenerweise über seiner Uniform eine rot/weisse Keffiyah. Es handelt sich hierbei um ein Symbol, das verbunden wird mit terroristischen Organisationen und anti-israelischem Aktivismus. Der Flug wird, wie auch an diesem Tag, hauptsächlich von älteren jüdischen Passagieren benutzt, die dem winterlich ungemütlichen New York entfliehen wollen. Entsprechend waren die Reaktionen, die zwischen irritiert und verängstigt beschrieben werden. Von American Airlines ist eine Stellungnahme noch ausstehend.

Captain Ella, unter diesem Namen ist Maj. Ella Waweya in der IDF bekannt. Sie ist die dienstälteste israelisch-arabische Muslima, die seit 2013 in der IDF dient. Derzeit ist sie die Stellvertreterin von Col. Avichay Adraee, des arabisch sprechenden Sprechers der IDF. Nach 20 Jahren im Amt, wird er nun in den Ruhestand gehen. Cpt. Ella wird seine Nachfolgerin. Die Übergabezeremonie wird in den kommenden Wochen stattfinden.
Israel, namentlich genannt auch Generalstabschef Eyal Zamir, soll die USA drängen, einen Angriff auf den Iran starten. Einem Bericht zufolge informierte Zamir den Vorsitzenden der Vereinigten Stabschefs, General Dan Caine, über Israels Offensiv- und Defensivpläne im Falle eines Krieges mit dem Iran. «Man kann mit Sicherheit sagen, dass dieses Treffen nichts gebracht hat, was seine [Caines] oder die Meinung des Präsidenten hinsichtlich eines Angriffs auf den Iran geändert hätte», zitiert Axios einen US-Beamten in Bezug auf Caine und Trump. «Es sind wirklich die Israelis, die einen Angriff wollen. Der Präsident ist einfach nicht dabei», sagt der Beamte. Trump sei zunächst während der Unruhen der Ansicht gewesen, dass ein Angriff die beste Hilfe sei [Die Rettung naht!!], hätte seine Meinung dann aber revidiert. Es sei aber durchaus möglich, dass es zu einer erneuten Änderung kommt, falls der Iran den Forderungen der USA nicht innerhalb der nächsten nunmehr vier Tage nachgibt. «Wenn der Iran am Freitag nicht mit konkreten Ergebnissen zu den Gesprächen kommt, könnte er sich sehr schnell in einer sehr schlechten Lage wiederfinden», so der Beamte.
Netanyahu traf sich heute erneut mit Steve Witkoff, der zur Vorbereitung der Gespräche zwischen dem Iran und den USA in Israel gelandet ist. Die Gespräche werden in Istanbul stattfinden. Neben dem Gastgeberland Türkei und den beiden Hauptgesprächspartnern USA und Iran werden die Aussenminister von Pakistan, Saudi-Arabien, Katar, Ägypten, Oman und die VAE teilnehmen. In welcher Form die Sitzungen organisiert sein werden, ist noch nicht bekannt.

Ebenfalls zur Vorbereitung der Gespräche am Freitag in Istanbul traf sich heute der türkische Präsident Erdogan mit dem saudischen Kronprinzen Prince Mohammed Bin Salman (MBS) in Riyadh. Thema des Besuches ist der Wiederaufbau von Gaza und die Deeskalierung der Spannungen zwischen dem Iran und den USA. Der türkische Generalstabschef Selçuk Bayraktaroğlu führte laut Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums ebenfalls ein Telefongespräch mit seinem saudischen Amtskollegen, Generalleutnant Fayyad bin Hamed Al-Ruwaili. In Israel werden mittlerweile Bedenken geäussert, dass sich die Haltung von MBS zu sehr an die Türkei anlehnt: «Wir erwarten von jedem, der eine Normalisierung oder Frieden mit uns anstrebt, dass er sich nicht an Bemühungen beteiligt, die von Kräften oder Ideologien gesteuert werden, die das Gegenteil von Frieden wollen», sagte Netanyahu.
Nur wenige Tage vor den Gesprächen zwischen dem Iran und den USA haben sich heute drei bewaffnete iranische Kriegsschiffe einem US-amerikanischen, beflaggten Tankschiff genähert. Der Vorfall fand in der Strasse von Hormuz statt. Der Tanker befand sich nicht in iranischen Gewässern und wurde von einem Kriegsschiff begleitet. Eine Drohne, die sich dem Flugzeugträger Abraham Lincoln näherte, wurde von einer F-35 abgeschossen.




30 von 42 Palästinensern, die gestern über den Grenzübergang Rafah in den Gazastreifen zurückkehren wollten, wurden zurückgewiesen und durften Ägypten nicht verlassen. Einer von denen, die ihr Ziel erreichten, berichtete, dass sie während der gesamten Anfahrt bis zum Nasser Spital in Khan Younis mehrfach kontrolliert wurden. So wurden sie etwa 500 m nach der Grenze von maskierten Männern angehalten, verhört und der IDF übergeben. Die IDF setzte das Verhör fort und beschlagnahmte ihr Gepäck. Die letzte Kontrolle fand etwa 5 km entfernt von der Grenze an der Salah-a-Din-Strasse statt. Nach dem Passieren dieses letzten Kontrollpunktes der IDF durften sie ihre Reise fortsetzen. Das Gebiet zwischen dem Grenzübergang und dem letzten Kontrollpunkt wird von einer anti-Hamas-Miliz kontrolliert. Ausreisen durften dementsprechend auch nur 12 Personen, d.h. vier Kinder mit je zwei Familienangehörigen, die zu medizinischen Behandlungen ausreisen wollten.





In einem der grossen Einkaufszentren der iranischen Hauptstadt Teheran ist ein Grossbrand ausgebrochen. Einige Feuerwehrzüge sind vor Ort und versuchen, die Flammen zu löschen. Über die Ursache und Auswirkungen des Grossbrandes weiss man noch nichts. Etwa 200 Geschäfte sind von dem Feuer betroffen. Am Nachmittag wurde ‘Feuer aus’ gemeldet, Menschen kamen nicht zu Schaden.


Bezalel Zini, der Bruder von Shin-Beth Chef David Zini, gilt als einer der Verdächtigen, in einem grossangelegten Schmuggelring Waren, hauptsächlich Zigaretten, in den Gazastreifen gebracht zu haben. Als Reservist der IDF soll er seine Position ausgenutzt haben, um Zigaretten im Wert von mehreren NIS 100.000 aus Israel geschmuggelt zu haben. Das Amtsgericht Ashkelon verlängerte die Haft um einen Tag, bis die formelle Anklage erhoben werden kann. Honi soit qui mal y pense!

Die IDF entdeckte bei einer Standard-Patrouille innerhalb des von ihnen kontrollierten Gebietes eine grosse Menge von in UNWRA Decken und Säcke verpackter Waffen. Darunter befanden sich Granaten, Raketen, Munition und andere militärische Gegenstände. Es ist der grösste Waffenfund seit Beginn der Waffenruhe im Oktober 2025.
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