8. Nisan 5786

Erneut muss die IDF leider den Tod eines Soldaten bekanntgeben. Staff Sgt. Ori Greenberg, 21, s’’l, wurde Opfer eines Feuergefechts im südlichen Libanon. Er ist der dritte Soldat, der seit dem Wiederaufflammen der Kämpfe im Libanon sein Leben verlor. Der IDF gelang es, einige Terroristen während des tödlichen Vorfalls zu eliminieren. Ein Soldat wurde von Raketentrümmern leicht verletzt.
Nach seinen vollmundigen Ankündigungen, dass das Ende des Krieges gegen den Iran nahe sei, krebst Trump jetzt wieder zurück: «Ich weiss nicht, ob wir das schaffen werden. Sie sind miserable Kämpfer, aber grossartige Verhandler.» Wie er zu der Ansicht kommt, weiss ich nicht. Ich habe Iraner immer als Verhandler empfunden, die ihr Gegenüber an der Nase herumführen. Trump beharrt weiterhin darauf, dass nicht er derjenige sei, der verzweifelt nach einer Einigung suche: «Sie betteln um einen Deal. Nicht ich. Wir haben zu Beginn des Krieges geschätzt, dass es etwa vier bis sechs Wochen dauern würde, unsere Mission zu erfüllen. Nach 26 Tagen liegen wir extrem, extrem vor dem Zeitplan» behauptet Trump. «Wenn sie den richtigen Deal machen, dann wird sich die Strasse von Hormus öffnen.» Es scheint sich immer mehr zu erweisen, dass seine Ankündigungen entweder eines seiner Hirngespinste, seines Wunschdenkens waren, oder dass sie ihm gezielt von irgendwelchen Lobbyisten oder Spekulanten ins Ohr geflüstert wurden. Immerhin hatten sie, wenn schon nicht politische, dann wirtschaftliche Folgen. Die Börsen gingen in den Keller, der Ölpreis durch die Decke. Wer früh genug reagieren konnte, der hat sich dabei eine goldene Nase verdient.

Israel hat zwei hochrangige Politiker, den iranischen Aussenminister Abbas Araghchi und Parlamentspräsident Mohammad Bagher Qalibaf von der Liste der potenziellen Ziele gestrichen. Dieser Schritt erfolgte auf Wunsch Pakistans, die gegenüber den USA erklärten, «wenn sie ausgeschaltet werden, gibt es keine Ansprechpartner mehr im Iran.»

Alireza Tangsiri, Kommandant der IRGC-Marine und verantwortlich für die Strasse von Hormus, wurde in einem gezielten Angriff in Bandar Abbas eliminiert. Bandar Abbas ist Provinzhauptstadt von Hormozgan im Süden des Irans und Hauptquartier der iranischen Marine. VM Israel Katz kommentierte die Eliminierung: «Hier ist eine Nachricht an die IRGC. Wir werden jeden einzelnen von euch jagen und euch nach und nach eliminieren.»
Das iranische Parlament arbeitet derzeit an einer formalisierten Gebührenordnung für alle Schiffe, die die Strasse von Hormus durchqueren. Die der IRGC nahestehenden Nachrichtenportale Fars und Tasnim, zitieren den Abgeordneten Mohammadreza Rezaei Kouchi mit den Worten: «Das Parlament verfolgt einen Plan, um die Souveränität, Kontrolle und Aufsicht des Iran über die Strasse von Hormus formell zu kodifizieren und gleichzeitig durch die Erhebung von Gebühren eine Einnahmequelle zu schaffen. Das ist ebenso normal wie die Zahlung von Transitgebühren bei der Durchquerung anderer Korridore.» Falls diese Idee umgesetzt wird, wird das auf starken Widerstand der Anrainerstaaten und der USAtreffen.
Sultan al-Jaber, der CEO des riesigen staatlichen Ölkonzernes ‘Abu Dhabi National Oil Co.’ äussert sich empört über die Versuche des Irans, allein die Kontrolle über die Strasse von Hormus zu erreichen. «Die Militarisierung der Strasse von Hormus ist kein Akt der Aggression gegen eine einzelne Nation», sagt al-Jaber in einer Rede anlässlich einer Veranstaltung des Middle East Institute in Washington. «Es ist wirtschaftlicher Terrorismus gegen jeden Verbraucher, jede Familie, die auf bezahlbare Energie und Lebensmittel angewiesen ist. Wenn der Iran Hormus als Geisel nimmt, zahlt jede Nation das Lösegeld – an der Tankstelle, im Supermarkt und in der Apotheke. Kein Land darf die Weltwirtschaft auf diese Weise destabilisieren. Nicht jetzt. Niemals.»
Ein 11-Jahre altes Mädchen erlitt während eines Raketenalarms in Sfad einen Herzstillstand. Sie konnte von den Ersthelfern wiederbelebt werden und wurde in stabilem, aber lebensbedrohlichem Zustand ins Krankenhaus gebracht.



In der arabischen Stadt Kfar Qasim schlugen am frühen Vormittag mehrere Streubomben ein und verursachten Schäden an Gebäuden und Fahrzeugen, die wie Spielzeugautos durch die Luft geschleudert wurden. Nur Sekunden vor dem Einschlag sieht man zwei Männer, die aus den Autos kommend in Richtung der Schutzräume rennen. Auch eine Katze weiss ganz genau, dass ihr hier Unheil droht und rennt davon. Fünf Personen wurden durch die Druckwelle leicht verletzt.



Bei der letzten Salve aus dem Iran und dem Libanon wurden vier Personen im westlichen Galil und in Tel Aviv von herabstürzenden Trümmern leicht verletzt. In Nahariya wurden vier Personen durch Trümmer von abgefangenen Raketen leicht bis mittelschwer verletzt. Ein Mann in den 30ern musste für tot erklärt werden.

In den Nachtstunden haben erneut jüdische Siedler-Terroristen ein Pogrom in einem palästinensischen Dorf durchgeführt. In Tayasir erlitten sieben Personen Schussverletzungen. Ein älterer Mann wurde mit schweren Kopfverletzungen durch Schläge mit Holzknüppeln in ein Krankenhaus evakuiert. Ihab Hassan schreibt auf ‘X’: «Die Lage ist entsetzlich. Die Anwohner flehen um Hilfe.» Im Laufe des Tages kam es zu zwei weiteren Angriffen durch jüdische Siedler-Terroristen. Bei einem Überfall auf ein Dorf in der Nähe von Nablus wurde ein Mann, 49, ins Bein geschossen, ein zweiter, 29, wurde geschlagen. Beide wurden in ein Krankenhaus gebracht. Am späten Nachmittag erfolgte der für heute vorerst letzte Überfall. Diesmal fand er im Dorf al-Sahl östlich von Nablus statt. Sieben palästinensische Schafhirten wurden beim Versuch, sich selbst und ihre Herde zu schützen, geschlagen. Ein verletzter Palästinenser wurde von der IDF gefangen genommen.

Sara N. erwies sich erwartungsgemäss als Fehlbesetzung beim Fostering the Future Together Global Coalition Summit. Zunächst ist sie keine First Lady, wie ich schon gestern erklärt habe. Das allein aber wäre kein Grund, sie als Fehlbesetzung zu klassifizieren. Am ersten Tag durfte sie in der ersten Reihe Platz nehmen. Aufgrund ihres Sitzplatzes hatte sie die Ehre, die letzte Wortmeldung zu haben. Warum sage ich, dass dieser Platz der beste ist. Nun, das zuletzt Gehörte behält man in der Regel am längsten. Sie beginnt ihre Rede noch recht ordentlich an das Thema des Kongresses angepasst und allgemein gehalten. «Kinder können sich in der digitalen Welt nicht alleine zurechtfinden. Sie brauchen Schutz, Anleitung und verantwortungsbewusste Erwachsene, die dafür sorgen, dass der Online-Raum positiv, ethisch und lehrreich ist.» Aber dann tappt sie in die typisch Netanyahu-Falle: ‘Wir sind der Nabel der Welt’: «Als Mutter spüre ich das ganz persönlich. Als ich meine Söhne grosszog, habe ich gelernt, dass sich die Realität rasend schnell verändert und jede Generation vor neue Herausforderungen stellt. Meine Kinder haben Schikanen und Gewalt erfahren, nur weil sie die Kinder des Premierministers sind. Wir müssen persönliche Angriffe auf Kinder in jedem Umfeld verurteilen, sei es persönlich oder online», fügt sie hinzu. Hätte sie ihre Gedanken nicht auf die eigene Familie reduziert (und dabei ihr erzieherisches Versagen wohlweislich verschwiegen), sie hätte so viel zu erzählen gehabt. Über ihre Vorstellung, wie man den Kindern der Beduinen oder im arabischen Sektor, immerhin mehr als 22 % der Bevölkerung, bessere Chancen schaffen kann. Wie man Kindern von Ultraorthodoxen Zugang zu Allgemeinbildung ermöglichen kann. Und wie man auch die Curricula der staatlichen und privaten höheren Schulen an die Anforderungen des 21. Jahrhunderts anpassen kann. Leider hat sie ihre Chance vertan, sich im Austausch mit anderen Frauen deren Vorschläge anzuhören und als gute Ideen mit nach Hause zu nehmen. Im Link sind nur die ersten Minuten Russisch.
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