Krieg gegen Iran – Tage 28 und 29

9. und 10. Nisan 5786

Erneut musste die IDF gestern leider den Tod eines Soldaten bekanntgeben. Sgt. Aviaad Elchanan Volanksky, 21, s’’l, wurde beim Angriff mit einer Panzer-Abwehr-Rakete aus dem Libanon tödlich getroffen. Beim gleichen Vorfall wurden vier weitere Soldaten verletzt. Ihr Merkava Panzer konnte die erste Rakete, von der sie getroffen wurde, mit dem bordeigenen ‘Trophy-System’ abfangen. Die zweite jedoch landete einen Volltreffer.

Pakistan wird am kommenden Montag ein Treffen mit Vertretern Saudi-Arabien, Ägypten und der Türkei organisieren. Das Land hat sich als Hauptvermittler zwischen dem Iran und den USA positioniert und immer wieder Nachrichten mit den beiden Parteien ausgetauscht.

Das Sicherheitskabinett legalisierte am Mittwochabend 30 (!) bisher illegale Aussenposten. Während der Sitzung beklagte Generalstabschef Eyal Zamir, dass durch die Gründung neuer Siedlungen die Personaldecke der IDF noch weiter verdünnt werde. Jede neue Siedlung verlangt nach zusätzlichen Sicherheitskräften, die dann an anderen Stellen fehlen. Nur vor wenigen Tagen musste ein Bataillon, das für den Libanon geplant war, nach Samaria verlegt werden, nachdem dort die Gewalt jüdischer Siedler-Terroristen aussergewöhnlich zunahm. Diese illegalen Aussenposten sind oft die Quelle von Gewalt gegen Palästinenser, die sehr oft nicht geahndet und von den Sicherheitskräften scheinbar toleriert wird. Das ist ein unhaltbarer und gefährlicher Zustand.

Vertreter der Koalition riskieren es lieber, dass die IDF, wie Zamir betonte, in sich selbst zusammenbricht, die Sicherheitslage in Judäa und Samaria nicht mehr zu retten ist, der Krieg gegen die Hisbollah zu einem Schlachtfeld von unerfahrenen jungen Soldaten wird und der Luftkrieg um den Iran schlussendlich Opfer der fast schon zerrütteten Flugabwehr der IRGC wird. Besonders gehässig wird Schreihälsin Tally Gotliv: «In welchem Land würde ein Generalstabschef – oder jemand in seinem Namen – eine solch erschreckende Aussage an die Öffentlichkeit bringen? In welchem Land würde die Zensur eine solche Veröffentlichung zulassen? Defätismus, der unsere Feinde stärkt!» Der Vorsitzende des Ausschusses für Verteidigung, Boaz Bismuth, jammerte: «Zamir hat unverantwortliche Äusserungen über den ‚Zusammenbruch der IDF‘ mitten in einem historischen Krieg getätigt», und bezeichnete diese als ‘beispiellos’ und als ‘einen gefährlichen Ansatz, der die nationale Widerstandsfähigkeit schwächt und unseren Feinden Munition liefert’.Warum die ganze Aufregung? In der vergangenen Woche hatten Netanyahu und Smotrich angekündigt, dass «die Einberufung ultraorthodoxer Männer vorerst nicht vorangetrieben werde.» Das ist sie, die Antwort auf alle diese verbalen Entgleisungen: Solange die Nulpen-Regierung nicht an einer Lösung des Problems interessiert ist, sondern die haredischen Männer, resp. deren Obergurus mit Samthandschuhen anfasst, wird das existenzielle Personalproblem der IDF bleiben. Und so lange ist es die Pflicht des Generalstabschefs, darauf hinzuweisen. Nicht leise, sondern laut und immer wieder. So lange, bis die Koalition das Problem endlich versteht, und Israel ein ernstes Verteidigungsproblem hat.

Donald der Unschlüssige hat den Zeitrahmen, innerhalb dessen der Iran die US-amerikanischen Vorschläge, aka den 15-Punkte-Plan annehmen sollen, erneut verlängert. Nunmehr haben die Mullahs bis zum 6. April Zeit, zu entscheiden, ob sie weiter Krieg haben, oder in Verhandlungen eintreten wollen. Dabei sollten Trump doch seine Erfahrungen sagen, dass Verhandlungen mit dem Iran nichts anderes als Camouflage für Ablehnung sind. Zuvor hatte er eine Frist von 48 Stunden gesetzt, dann auf fünf Tage verlängert und nun also zehn Tage. Angeblich hat der Iran Kontakt mit ihm aufgenommen. «Die Gespräche laufen, und trotz falscher gegenteiliger Behauptungen durch die Fake-News-Medien und andere verlaufen sie sehr gut», schreibt Trump. Am Mittwoch hatte Trump noch in einer Kabinettssitzung verkündet: «Wir haben viel Zeit. Ein Tag in Trump-Zeit – das ist eine Ewigkeit.» Völlig zusammenhanglos, oder etwa doch ganz gezielt?, teilte er den Kabinettsmitgliedern mit, er habe einen ‘kognitiven Test mit Bravour bestanden’. Wirklich? Abschliessend lässt er daran zweifeln: «Ich habe der Welt einen grossen Gefallen getan, und die Welt hat sich nicht revanchiert.»

Trump neigt offenbar dazu, nun doch Bodentruppen in das Kriegsgebiet einzuberufen. Er geht davon aus, dass eine Bodenoffensive den Iran dazu bringen kann, dem militärischen Druck nachzugeben und zu kapitulieren. So hat er bereits eine nicht genau definierte Zahl an Bodentruppen auf den Weg gebracht und gestern erklärt, noch weitere 10.000 Soldaten angefordert zu haben. Das Ziel der Bodenoffensive soll es sein, die Insel Kharg komplett einzunehmen. Während es relativ unproblematisch sein könnte, die Insel zu erobern, dürfte es umso schwerer sein, sie dauerhaft besetzt zu halten.

Der ‘Friedens-Rat’ der von Trump angeführt, Gaza in einen dauerhaften Waffenstillstand führen soll, will sich viel Zeit nehmen. Innerhalb von acht Monaten, also bis Ende November, soll die Hamas schrittweise ihre Waffen niederlegen. Die zweite Stufe des Drei-Stufen-Plans sieht vor, dass die Hamas vollständig entwaffnet wird und ein Technokraten-Team die de facto Administration des Gazastreifens übernimmt. Die IDF soll sich weiter zurückziehen und eine internationale Friedenstruppe soll für die Sicherheit im gesamten Gazastreifen sorgen. Von all dem sind wir weit entfernt. So gesehen sind acht Monate ein realistischer Plan. Sobald es klar ist, dass sich in Gaza keine Waffen mehr befinden, wird sich die IDF komplett zurückziehen und Stufe drei kann beginnen. Erst dann kann und wird mit dem Wiederaufbau begonnen werden.

Die US-Navy hat in den ersten vier Wochen des Krieges mehr als 850 Tomahawk-Marschflugkörper abgeschossen und damit die geplante Kapazität fast an ihre Grenze gebracht. Im Pentagon wurde bereits darüber diskutiert, wie man den Vorrat möglichst schnell aufstocken könne. Von dieser Präzisionswaffe werden, so schreibt die Washington Post, jährlich nur etwa einige Hundert Stück produziert. Wie viele davon derzeit auf Lager liegen, ist nicht bekannt. Das Pentagon hält diese Information bewusst zurück.

Die Hisbollah schoss vorgestern mehr als 100 Raketen auf Israel ab. Uri Peretz, 43, s’’l, ein Bewohner von Nahariya war mit seinem Velo unterwegs, als der Alarm ausgelöst wurde. Er versuchte noch, den nächstgelegenen Bunker zu erreichen. Leider ohne Erfolg. Die Rakete mit Splittersprengkopf schlug direkt auf dem Parkplatz neben einem Haus ein, wo Peretz und ein weiterer Mann Schutz gesucht hatten. Beide wurden von Raketenteilen verletzt, Peretz wurde noch vor Ort für tot erklärt. Insgesamt 25 Personen wurden mit mehr oder weniger schweren Verletzungen in ein Krankenhaus evakuiert.

Seit heute Morgen mischen auch die Houthi-Terroristen aus dem Jemen wieder am Krieg mit. Die vom Iran unterstützte Terror-Organisation hatte die am 25. Oktober 2025 begonnene Waffenruhe bisher eingehalten. Die heute am frühen Morgen auf Israel abgeschossene ballistische Rakete konnte noch vor dem Eintreten in den israelischen Luftraum abgefangen und zerstört werden.

Das iranische Militär gab an, ein US-amerikanisches Logistik-Schiff in der Nähe des Hafens Salalah im Oman angegriffen zu haben. Eine entsprechende Meldung wurde von Eebrahim Zolfahgari, einem Sprecher des obersten iranischen Militärkommandos veröffentlicht. Bei diesem Drohnenangriff wurde ein Gastarbeiter verletzt.

Auf dem irakischen Flughafen Erbil waren nach Augenzeugenberichten laute Explosionen zu hören und dichte Rauchwolken zu sehen. In Erbil befindet sich ein grosser US-amerikanischer Konsulatskomplex. Auf dem Flughafen ist eine Anti-Djihad-Einheit stationiert. Es gibt immer wieder Drohnen-Angriffe, die aber in der Regel abgefangen werden können. 

Kuwaitische Behörden teilten mit, dass das Radarsystem vom internationalen Flughafen Kuwait durch einen Drohnenangriff schwerst beschädigt wurde.

Die ‘Emirates Global Aluminium’ (EHGA) berichtet über bedeutenden Schaden an den Gebäuden und zahlreiche Verletzte. «Das Gelände in Al Taweelah erlitt bei den iranischen Raketen- und Drohnenangriffen auf die Khalifa Economic Zone in Abu Dhabi erneut erhebliche Schäden», wo die Behörden früher am Tag drei Brände gemeldet hatten, der durch herabfallende Trümmer einer abgefangenen Rakete verursacht worden waren. Die Feuerwehren konnten die Brände schnell begrenzen und mit den Kühlarbeiten beginnen.

Die Hisbollah hat seit gestern mehr als 250 Raketen auf Israel geschossen. Allerdings waren mehr als 200 auf israelische im Libanon operierende Soldaten gerichtet. Nur 23 Raketen flogen tatsächlich nach Israel.

Ein Schutzraum in einem Appartement wurde durch eine Streubombe getroffen. Die Personen, die sich innerhalb des Raumes befanden, blieben unverletzt. Es ist dies das erste Mal, dass eine Splitterbombe Schaden durch einen direkten Treffer an einem eigens gesicherten Raum anrichtet. Untersuchungen des ‘Home Front Commands’ ergaben, dass die Streubombe einige kg Sprengstoff enthielt. Die Bombe selbst drang nicht in den Schutzraum ein. Durch den Auftreffwinkel und die Stelle des Aufpralls wurde die Wand lokal durchbrochen. Sie hielt jedoch der Schockwelle stand und verhinderte auch das Umherfliegen von Splittern.

Vyachslav Vidmant, 52, s’’l, war gestern am späten Abend unterwegs, um im Auftrag der Stadtverwaltung Tel Aviv zu kontrollieren, ob tatsächlich alle Häuser in seinem Gebiet evakuiert waren, als ihn eine tödliche Streubombe traf. Er konnte deshalb keine Zuflucht in einem Schutzraum finden. Zwei weitere Personen wurden auf ihrem Weg in den Schutzraum getroffen und verletzt.

Gestern wurde das Dan Hotel Accadia in Herzliya durch herabstürzende Fragmente oder durch eine Splitterbombe getroffen. Es gab hohen Sachschaden. Nachdem das Hotel gestern vor Pessach leer stand, gab es keine Verletzten.

In ein Wohngebiet und dort befindliche Lagerhallen in Eshtaol, einem Moschaw im Grossraum Jerusalem schlug ein iranischer Marschflugkörper ein und verursachte grossen Schaden. Fünf Personen wurden leicht verletzt. Die Rakete trug einen herkömmlichen Sprengkopf mit einigen hundert kg Sprengladung.

Eine Schwerwasserproduktionsanlage in Khondab im Iran wurde am Freitag getroffen, teilte der Iran der IAOE mit. «Es besteht kein Strahlungsrisiko, da die Anlage kein deklariertes Kernmaterial enthält», teilte die IAOE auf ’X’ mit.  Es wurden keine Strahlungswerte ausserhalb des Geländes gemeldet. Yellowcake, ein pulverförmiges gelbes Konzentrat aus Uranverbindungen ist ein Zwischenprodukt, das bei der Gewinnung von Kernbrennstoff aus Uranerz anfällt. Es ist hochgiftig, aber nur schwach radioaktiv. Der Iran meldete ausserdem, dass die Stahlproduktionsanlage in Khuzestan, die radioaktive Quellen nutzt, am Freitag angegriffen wurde.  Das fügte die IAEO hinzu und erklärte, dass es auch dort keine Strahlenbelastung ausserhalb des Geländes gebe. Der Betrieb wurde trotzdem vorübergehend eingestellt.

Die IAF bombardierte während der Nachtstunden auf Freitag dutzende militärische Ziele im Iran. Darunter Raketenabschussbasen für Marschflugkörper und Soldaten, die dabei waren, diese abschussbereit zu machen. Auch zahlreiche Waffenlager, Waffenproduktionsstätten wurden ebenso zerstört sowie eine Batterie-Produktionsstätte für verschiedene Waffen. Militärische Infrastrukturen der IRGC, darunter Luftabwehrsysteme, Überwachungsposten wurden angegriffen und zerstört.

Ohne eine vorherige Warnung griff die IAF in der Nacht auf Freitag eine Hisbollah-Hochburg in Beirut an. Wohl war eine allgemeine Warnung erfolgt, aber nicht, wie sonst üblich, eine konkrete Evakuierungsaufforderung für genau definierte Gebiete.

In der Nacht auf Samstag griff die IAF erneut eine Hisbollah-Hochburg im südlichen Beirut an. Dabei wurden zwei hochrangige Mitglieder der Kommunikationseinheit, Ayyoub Hussein Yaacoub und Yasser Mohammad Mubarak eliminiert. Sie waren dafür verantwortlich, eine andauernde und ungestörte Kommunikation mit anderen Terror-Einheiten im ganzen Libanon aufrecht zu erhalten.

Am Vormittag eliminierte die IAF den mit der Hisbollah affiliierten Journalisten Ali Shoeib, der für das TV-Netzwerk Al-Manar tätig war. Bei ihm im Auto sass Fatima Ftouni, eine ebenfalls mit der Hisbollah affiliierte Reporterin, die für al AL-Mayadeen Kanal gearbeitet hat. Auch sie wurde bei diesem gezielten Anschlag eliminiert.  

Auch gestern gab es einen Angriff auf ein palästinensisches Dorf, Birin, bei Hebron in Judäa durch jüdische Siedler-Terroristen. Vier von ihnen kamen mit Prügeln und näherten sich Steine werfend dem Dorf. Dabei versuchten sie auch, die Sicherheitskameras zu zerstören. Einer der Siedler-Terroristen versuchte, Pfeffer-Spray in das Hausinnere zu sprühen. Bevor sie wieder abzogen, stahlen sie noch 25 Schafe aus der Herde.

Die Rose des Tages ging gestern, am Freitag, an Viola und Nicola sowie an Dr. Gal Rozen mit seinem Team. Am frühen Donnerstag ging ein Notruf bei Magen David Adom in Tel Aviv ein. Bei einer jungen Frau, Viola, hatten die Wehen eingesetzt. Der diensthabende Mitarbeiter, Aharon Cohen, leitete den werdenden Vater, Nicola telefonisch durch die ersten Minuten der Geburt, bis ein MDA-Team mit Dr. Gal Rozen und seinen Kollegen Vladislv Priadko und Yuval Peleg vor Ort eintraf und die Geburt, die völlig problemlos verlief, weiter begleitete. Nur wenige Minuten später zwang der Alarm den Arzt, das Baby und seine Eltern in den Schutzraum zu evakuieren. Den Neugeborenen fest im Arm, rannte Rozen über die Strasse in den öffentlichen Schutzraum. Dort übergab er das Baby dem glücklichen Vater. Zuvor hatte er den Kleinen in eine Wärmedecke eingepackt. Nach dem Alarm wurde die junge Familie zur Nachbetreuung ins Krankenhaus gebracht.

Die Eltern, Violet und Nicola, sagten, es sei «keine ideale Erfahrung» gewesen, aber das Team habe unter Druck erstaunlich gut funktioniert, sie beruhigt und sicher durch die Situation gebracht.

Die zweite Rose des Tages ging gestern an unsere First Lady, Michal Herzog. Beim ‘Jerusalem Post Women Leaders Summit 2026’ warnte sie bei ihrem Eröffnungskommentar davor, dass die Frauenquoten im öffentlichen Bereich wieder rückläufig sind. Als zweiten Punkt hob sie das Engagement für psychische Gesundheit hervor und forderte weltweite Massnahmen gegen sexuelle Gewalt in Konflikten. Herzog sprach anschliessend offen über die sich wandelnde Rolle der Frau in der israelischen Gesellschaft. Auf dem Weg zum Gespräch hatte sie sich in einen Bunker begeben müssen. «Es war sehr bewegend zu sehen, dass das Leben weitergeht», sagte sie. «Die Israelis sind sehr widerstandsfähig, aber sie befolgen die Anweisungen, und genau das rettet Leben.» Wie definiert die First Lady ihre Position? «Ich habe mir meinen eigenen Raum geschaffen und hatte das Privileg, die Themen auszuwählen, die ich vorantreiben wollte. Ein zentraler Schwerpunkt war die psychische Gesundheit, ein Thema, das ich mir während der COVID-19-Pandemie zu eigen gemacht hatte. Wenn die Seele schmerzt, sollte man um Hilfe bitten können», sagte sie und betonte, wie wichtig es sei, das Stigma zu brechen. Nach den Ereignissen vom 7. Oktober, fügte sie hinzu, sei das Thema noch dringlicher geworden: «Die ganze Diskussion über Traumata wird uns noch Jahre begleiten.» Herzog äusserte auch Besorgnis über das, was sie als Rückschritt bei der Vertretung von Frauen in den höchsten Entscheidungsebenen bezeichnete. «Wir sehen weniger Frauen in der Öffentlichkeit, insbesondere an den Entscheidungstischen. Wenn man einen Tisch sieht, an dem nur Männer die Entscheidungen für uns alle treffen, hat mich das wirklich gestört.» Gleichzeitig hob sie die nachgewiesene Wirkung von Frauen in Führungspositionen hervor. «Wenn eine Frau ihre Stimme erhebt, kann sie etwas verändern; auch wir müssen unsere Stimme erheben, wann immer wir können.»

Die Kolumne von Yossi Verter im Ha’aretz vom 27. März ist nicht nur wie immer eine Pflichtlektüre für das Wochenende, sie ist auch der Beleg dafür, dass man in Israel noch (!) seine Meinung frei äussern darf. Sein gestriger Text befasst sich mit der mehr als schlechten Performance von Netanyahu und Sara N.. Ergänzend verweise ich auf meinen Beitrag im Blog von Donnerstag. Im Livestream beginnt ihre Rede bei 2:22:43

Der Kaktus des Tages geht an US-Präsident Donald Trump. Aus dem ‘Kennedy Center’ wurde das ‘Donald J. Trump and John F. Kennedy Center’, das ‘US Institute of Peace’ wurde zum ‘Donald J. Trump Institute of Peace’. Eine neue Klasse von Kriegsschiffen soll ‘Trump Klasse’ heissen. Auf dem Jahrespass 2026 für die US-Nationalparks klebt sein Konterfei neben dem von George Washington.

Die Gedenk-Münze zum 250. Geburtstag der USA wird, so will es Trump und auch sein Finanzminister Brandon Beach, sein Portrait und seinen Kampfgeist zeigen. Blöd nur, dass ein Präsident tot sein muss, um diese Ehre zu bekommen!

Seine eigene Gedenkmünze für die zweite Amtszeit hat er schon! Sowohl in Bat Yam (Israel), als auch in Mar-a-Lago gibt es einen ‘President Donald J. Trump Boulevard’. Im Weissen Haus entsteht der ‘President Donald J. Trump ballroom’, die ultraorthodoxen Pizza Fans kaufen in der ‘Trump Pizza’, die früher einmal ‘Klinton (sic!) Pizza’ hiess. Ganz aktuell entfleuchte ihm eine Freud’sche Fehlleistung: «Sie müssen die Strasse von Trump öffnen. Ich meine natürlich Hormus», sagt Trump. Sarkastisch fügt er hinzu: «Entschuldigung … Das tut mir so leid – ein schrecklicher Fehler. Die Fake News werden berichten, er habe versehentlich ’Strasse von Trump‘ gesagt», fügt er hinzu. «Nein, bei mir gibt es keine Zufälle. Nicht allzu viele.» Schauen wir, wie lange es dauert, bis dieser Vorschlag umgesetzt wird….



Kategorien:Israel, Politik

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