Soldatinnen, die den Opfern von Meron halfen, wurden von den Besuchern attackiert

20. Ijjar 5781

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Unter den etwa 5.000 Hilfs- und Rettungskräften, die unmittelbar nach der Katastrophe von Freitagnacht (29./30. April 2021) den Opfern halfen, befanden sich auch Soldatinnen der IDF. 

Diese versehen ebenso wie ihre männlichen Kollegen den regulären Dienst in der IDF. Es gibt keine Sonderregelungen für sie. Seit dem Jahr 2000 gilt Gleichstellung der Geschlechter. Diesem Militärgesetz ging ein langer Kampf der Frauen voraus, die verlangten, in allen Bereichen eingesetzt zu werden. Das Frauenkorps wurde auf Wunsch der Soldatinnen aufgelöst, die Mitglieder wurden in andere Einheiten integriert. 

Die reguläre Dienstzeit bei Männern beträgt in Israel 36 Monate, bei Frauen 24. Falls sie sich entschliessen, in kämpfenden Einheiten zu dienen, müssen sie sich für mindestens 36 Monate verpflichten. 

Die Aufgabe des eingesetzten «Home Front Command» ist schnell umschrieben: Sie retten Menschen. In Israel und weltweit. Sie sind es, die überall da eingesetzt werden, wo Menschen schnell Hilfe brauchen. Ihre Arbeit, die sich vor allem bei grossen, unübersichtlichen Einsätzen bewährt, arbeitet nach dem Prinzip «suchen und retten».

Als die Helfer in Meron ankamen, muss sich ihnen ein schreckliches Bild geboten haben. Sie begannen damit, Menschen, die planlos herumirrten, zu evakuieren und mit der Erstversorgung der Verletzten zu beginnen. 

Doch was den Soldatinnen dort entgegenschlug, war weder Hilfestellung, noch Unterstützung, geschweige denn eine minimale Form von Dank. 

Im Gegenteil. Sie wurde angespuckt, getreten und mit Gewalt von den am Boden liegenden Verletzten weggezogen. Mit einem Wort, sie wurden selber in Gefahr gebracht. 

Eine der Soldatinnen berichtet später: «Wir gingen in das Gebäude, um nach Verletzten zu suchen. Plötzlich gab es ringsum Aufregung, weil es hier weibliche Soldaten in Uniform gab, die die Verletzten berührten. Sie fingen an, uns anzuspucken, zu treten und wegzustossen. Von allen Richtungen wurde auf uns eingeprügelt.»

Was war der Grund für diese brutale Reaktion der überwiegend ultra-orthodoxen Besucher? In ihren Augen haben sich Frauen in der Öffentlichkeit zurückzuhalten. Betrachtet man die Bilder von Meron, aber auch von Hochzeiten, Beerdigungen oder anderen Festen in diesen Kreisen, so sieht man immer ein schwarzes Meer von Menschen. Frauen sucht man vergebens. Begegnet ein Mann unterwegs zufällig einer Frau, so wird er wegschauen (na ja, manchmal, wenn sich der Anblick «lohnt» schaut er auch schon mal heimlich zwischen den Fingern durch).

Und hier in Meron berührten die Soldatinnen die Verletzten. In diesen Kreisen ein unentschuldbares, inakzeptables Verhalten. Für jeden Menschen, der voll bewusst im Jetzt lebt, ist das nicht nachvollziehbar.

Dabei gibt es im Judentum eine Vorschrift, die besagt, dass die Rettung des Lebens «Pikuach Nefesh» über allem steht. Geht es darum, einen Menschen aus Lebensgefahr zu erretten, was in diesem speziellen Fall eindeutig der Fall war, so dürfen nach diesem Prinzip fast alle Gebote übertreten werden. Mehr als das, wer es kann, muss sich daran halten. 

Die Teilnehmer von Meron fühlten offensichtlich keine Gefahr für sich und ihre Mitmenschen. Für sie gilt das Prinzip «Pikuach Nefesh» nur dann, wenn wirklich eine lebensbedrohliche Situation vorliegt. 

Verteidigungsminister Benny Gantz sagte dazu: «Lebensrettung ist das oberste Ziel und ich bin stolz auf alle IDF Soldaten, die die Verletzten der Katastrophe von Meron behandelt haben. Ich verurteile die Angriffe auf die Soldaten aufs Schärfste. Viele Menschen verdanken ihr Leben denen, die Hilfe boten. Genauso wie in Meron, ebenso wie bei der Pandemie, werden IDF Soldaten dort weiter Leben retten, wo es notwendig ist.»

Die Rettungskräfte beendeten ihren Einsatz, nachdem alle Verletzten versorgt und evakuiert worden waren. 



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1 Antwort

  1. Diese schwarzen Männer haben ihre eigenen Söhne zu Tode getrampelt.

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