Nur keine falsche Bewegung!!!!!!

12. Tevet 5782

Ja stimmt, Israel plant für das Frühjahr 2022 ein grosses Manöver. Teilnehmen wird nur die IAF mit ihren F-15, F-35 und F-16 Kampfjets sowie mit den Spionageflugzeugen Gulfstream G 550. Auch Tankflugzeuge werden mit dabei sein.

Mit Oktober berichtete das US-Verteidigungsministerium, dass Israel vier KC-46 Tankflugzeuge bestellt habe. Zwei davon sollten den Wünschen der Israelis entsprechend möglichst sofort geliefert werden. Die beiden restlichen sollen dann innerhalb der kommenden zwei bis drei Jahre ausgeliefert werden. Der Bitte wurden seitens der USA nicht entsprochen. Der Kauf von bis zu acht Tankflugzeugen wurden in einem Gesamtwert von US$ 2.4 Milliarden im vergangenen März gebilligt. Dies war die erstmalige Zusage für den Kauf neuer Tankflugzeuge. Sie sollen die nahezu 60 Jahre alten Boeing 707 (Ram) ersetzen. Wie viele Ram Tankflugzeuge noch im Dienst der IAF stehen, ist nicht bekannt.

Die KC-46 könnten bei einer Mission im Zusammenhang mit dem Iran von grosser Bedeutung sein. Sie kann 11.830 km weit fliegen, ist universal für 64 Flugzeugtypen einsetzbar und können bis zu 95.000 Lt Treibstoff mitführen. 

Verteidigungsminister Benny Gantz informierte bei seinem Besuch in den USA in der vergangenen Woche, dass er die IDF/IAF angewiesen habe, sich auf einen Schlag gegen den Iran vorzubereiten. Die Vorbereitungen waren nach dem Atomabkommen vom Jahr 2015, weniger intensiv betrieben worden, sodass es nun einige Zeit brauchen wird, sie wieder auf den aktuellen Stand zu bringen. 

Nach der Unterschrift des Abkommens durch den Iran, USA, Frankreich, GB, Russland, China und Deutschland übernahm der UN-Sicherheitsrat es als Resolution 2231. Im Jahr 2018 zog sich die USA unter Präs. Trump aus dem Vertrag zurück und setzte die aufgehobenen Sanktionen wieder in Kraft. Im Mai 2019 sagte Teheran, dass «seine Geduld zu Ende sei»Bisher folgten den Worten keine Taten. Doch der Tag x scheint näher zu rücken.

Am Dienstag, den 14. Dez. 21 veröffentlichte die «Teheran Times» zwei eindrückliche Karten. Israel übersät mit roten Markierungen. Jede davon ein Ziel für Raketen aus dem Iran. 

© Teheran Times

Über die mit US-Verteidigungsminister Lloyd Austin und Aussenminister Antony Blinken geführten intensiven Gespräche wurden keine weiteren Details veröffentlicht. Die Zeit könnte eng werden, denn die Verhandlungen in Wien, bei denen über ein Wiederaufleben der Vereinbarungen verhandelt wird, verlaufen bisher ohne Erfolg. Gantz bat die amerikanischen Kollegen, vermehrten Druck auf den Iran auszuüben. «Es gibt die Möglichkeit, internationalen Druck auszuüben- politisch, wirtschaftlich und auch militärisch – um den Iran zu überzeugen, dass er seine Fantasien bezüglich seines Atomprogrammes beenden soll.» Noch ist alles offen, doch lange wird sich die amerikanische Delegation bei den Gesprächen nicht mehr hinhalten lassen. ©©

Viel Hoffnung dürfen wir nicht haben, dass Iran von seinen Plänen, Israel zu zerstören, abrücken wird. Das zweite, kleinere Bild zeigt es noch deutlicher, entlang jeder Grenze, so ist der Plan wird dichter Raketenbeschuss stattfinden. Dazu wird der Grossraum von Tel Aviv und Jerusalem, sowie von Haifa flachdeckend angegriffen werden. Der Jordangraben und der Grenzverlauf gegen den Libanon, sowie weiträumige Gebiete in der Negevwüste und rund um Beer Sheba und Dimona (!) sind auch dunkelrot eingefärbt. Schaut man genauer hin, so fällt auf, dass die umstrittenen Gebiete von Judäa und Samaria, sowie Gaza und der Golan verschont bleiben. Das ist selbsterklärend. 

© Teheran Times

Zitiert wird die israelische Zeitung Yehdioth Ahronot. «Kriegsminister»[Zitat Teheran Times!] Benny Gantz und der Chef des Mossad David Barnea sollen einerseits klargemacht haben, dass das Ziel Israel sei, alle iranischen Produktions- und Entwicklungsprogramm zu stoppen. Aber auch, dass die israelischen Experten beunruhigt seien, wie schnell der Iran Israel angreifen könne. Es würde nur eine Stunde brauchen, um Raketen gegen Israel zu schiessen.

Bis hierher könnte man von einem ausgewogenen Artikel zu bedrohlich Bildern sprechen. In den beiden letzten Absätzen wird die Sprache klarer:

Nachfolgend ein Zitat von Ayatollah Seyyed Ali Khamenei aus dem Jahr 2013:

«Die Teheran Times muss das illegitime Regime Israels nicht an die Verteidigungsfähigkeiten des Iran erinnern. Dennoch müssen sie sich an etwas erinnern. Der Führer der islamischen Revolution, Ayatollah Seyyed Ali Khamenei, antwortete 2013 auf alle israelischen Drohungen: „Manchmal bedrohen uns die Führer des zionistischen Regimes sogar. Sie drohen, militärisch zuzuschlagen, aber ich denke, sie wissen es, und wenn sie es nicht wissen, müssen sie wissen, dass die Islamische Republik Tel Aviv und Haifa zerstören wird, wenn sie einen Fehler machen. – Finger weg!»

Israel hat die islamische Republik Iran nie bedroht. Israel hat immer nur gewarnt, dass bei einem Angriff des Iran auf Israel dieser es bitter bereuen wird. Die Frage stellt sich doch, warum will der Iran unbedingt Israel zerstören?



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