Was geschah am 25. Dezember?

21. Tevet 5782

Geschichte:

1100 Balduin von Bouillon wird als Balduin I. erster König des von seinem Bruder gegründeten Königreichs Jerusalem. Während seiner Zeit als König erweiterte er das Land um die Hafenstädte Akko, Sidon und Beirut und sicherte damit die Vorherrschaft über die anderen Kreuzfahrerstaaten Antiochia, Edessa und Tripolis. Das Königreich bestand von 1099 bis zum Jahr 1291.

1989 Leonard Bernstein dirigiert im Ost-Berliner Schauspielhaus die 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven, «Ode an die Freude». Zwei Tage zuvor war sie in West-Berlin aufgeführt worden.

Geboren:

1883 wird Samuel Hugo Bergman in Prag geboren. Er gilt als Pionier der neuhebräischen Philosophie, war Schriftsteller und Bibliothekar. Nach der Matura studierte er Philosophie und Naturwissenschaften an der Universität in Prag und Berlin. Zu seinen engen Freunden aus der Schul- und Studienzeit gehörten Franz Kafka, Martin Buber, Max Brod und Felix Weltsch. Freundschaften, die bis in die teilweise gemeinsame Zeit in Jerusalem hielten.  Bergmann war Mitglied der zionistischen Studentenverbindung «Bar-Kochba» in Prag, deren Ziel es war, einen jüdischen Staat zu gründen. Seit 1910 beschäftigte er sich intensiv mit dem Aufbau der jüdischen Nationalbibliothek in Jerusalem. 1911 wanderte er nach Palästina aus. Er leitete die Bibliothek bis 1935. Ab 1928 hatte er einen Lehrstuhl für Philosophie an der neugegründeten Hebrew University. 1935 wurde er ordentlicher Professor und übernahm die Präsidentschaft der Universität. Er war Mitherausgeber der Encyclopaedia Hebraica, der Encyclopaedia Judaica und der Zeitschrift Ijun. Als Mitglied der zionistisch-sozialistischen Arbeiterpartei verfolgte er gemeinsam mit Buber, Sholem, Weltsch und anderen die Vision einer Zwei-Staaten-Lösung. Zweimal erhielt er die höchste israelische Auszeichnung, den «Israel Preis»; 1954 für Geisteswissenschaften und 1974 für seinen besonderen Beitrag zur Gesellschaft und den Staat Israel. 1975 verstarb er in Jerusalem.

1886 wird Franz Rosenzweig in Kassel geboren. Er wuchs im damals noch recht jungen liberalen Judentum auf. 1905 begann er mit dem Studium der Medizin, wechselte aber nach wenigen Semestern das Studienfach und studierte Geschichte und Philosophie in Freiburg und Berlin. 1912 wurde er in Freiburg promoviert. Seine Dissertation, die er später zu Habilitationsschrift ausbaute, wurde nach dem Ersten Weltkrieg unter dem Titel «Hegel und der Staat» veröffentlicht. Nächtelange Diskussionen mit christlichen Freunden und Verwandten brachten sein religiöses Fundament zum Schwanken und er dachte darüber nach, zum Christentum zu konvertieren. Mit einem Brief vom 31. Okt 1913 gab er aber bekannt: «Ich bleibe also Jude». Statt sich zu habilitieren, baute er ab 1920 das «Jüdische Lehrhaus» in Frankfurt auf. 1929 erlag er den Folgen einer schweren Krankheit.

Verstorben:

1834 David Friedländer, geb. 6. Dez. 1750 in Königsberg verstirbt in Berlin. Er ist der Schwiegersohn von Daniel Itzig, dem Münzpächter und Vorsitzendem der Berliner Gemeinde. Sein Engagement gilt Projekten der Emanzipation der Juden. Die meisten der Projekte scheiterten. Erfolgreich war er mit einer jüdischen Schule für Knaben für die er Schulbücher verfasste und hebräische Texte mit seinem Schwiegervater ins Deutsche übersetzte. Hingegen gar nicht gut kam bei der jüdischen Bevölkerung ein Projekt an, das als «Versuch der Glaubensvereinigung» zwischen Juden und Protestanten anstrebte.



Kategorien:Aus aller Welt, Israel, Timeline

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