Die zweite Phase der Waffenruhe – Tag 38

4. Adar 5786

Die Planung der USA für einen Angriff auf den Iran hat eine weitere Stufe erreicht. Statt flächendeckender Bombardierung könnten Einzelpersonen angegriffen werden. Es wäre auch möglich, einen Regimewechsel herbeizuführen, falls Trump das in Betracht ziehen sollte. Mit dem Bekanntwerden dieser Informationen wird es klar, dass die USA eine umfassende militärische Aktion vorbereiten, sollten alle diplomatischen Bemühungen scheitern. Reuters berichtete letzte Woche erstmals, dass das US-Militär sich auf eine mehrwöchige Operation gegen den Iran vorbereitet, die Angriffe auf iranische Sicherheitseinrichtungen sowie auf die nukleare Infrastruktur umfassen könnten.

Die britische Aussenministerin Yvette Cooper hat sich gestern mit ihrem US-amerikanischen Kollegen Marco Rubio getroffen. Das Thema des Treffens soll die Weigerung des britischen PMs Keir Starmer sein, den britischen Militärstützpunkt Diego Garcia auf der Südseeinsel Chagos Islands für Zwischenlandungen auf dem Weg von den USA in den Mittleren Osten freizugeben. Die Basis operiert unter Kooperation der USA und GB, die USA benötigen daher die Zustimmung von GB, bevor sie sie tatsächlich nutzen können.

Israelische Siedler-Terroristen haben acht Wohnmobile und landwirtschaftlich genutzte Gebäude in einem Beduinendorf ausserhalb von Rammun in der Nähe von Ramallah in Brand gesetzt. Dieser heim tückische Angriff erfolgte nach Shabbat Eingang. Offenbar haben diese jüdischen Siedler-Terroristen ihre eigenen halachischen Vorschriften. Die Siedlung ist häufiges Ziel von Angriffen durch jüdische Siedler-Terroristen, die sich in unmittelbarer Nähe illegal angesiedelt haben. Am vergangenen Mittwoch griffen jüdische Siedler-Terroristen unter den Augen der IDF die Siedlung an, es kam zu Zusammenstössen zwischen den Beduinen und den Angreifern. Dabei wurden insgesamt fünf Personen verletzt.

Das Technokraten-Team, das die Verwaltung des Gazastreifens übernommen hat, wird in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden dafür Sorge tragen, dass palästinischen Pilgern die Ausreise zum Hajj ermöglicht wird. «Das Komitee bekräftigt, dass es kontinuierlich mit den zuständigen Behörden und in Abstimmung mit allen betroffenen Parteien zusammenarbeitet, um Hindernisse zu überwinden und den Pilgern eine möglichst schnelle, würdevolle und sichere Ausreise und Rückkehr in ihre Heimat zu ermöglichen.» Ausreisen aus dem Gazastreifen sind mit 50 Personen pro Tag begrenzt. In der Regel sind es Menschen, die im Ausland medizinisch betreut werden müssen. «Das Komitee betont ausserdem, dass die Hajj-Frage aufgrund seiner nationalen und humanitären Verantwortung und seiner Verpflichtung, das Recht unseres Volkes auf die Ausübung seiner religiösen Riten ohne Komplikationen oder zusätzliche Belastungen zu gewährleisten, höchste Priorität hat.» Das wird der erste Lackmus-Test, ob der Plan von Trump eine Überlebenschance haben wird.

Das Büro des Hohen Rates des Friedens-Rates (OHR), Nickolay Mladenow, hat verlautbart, dass ein Verbindungs-Büro mit der PA installiert werden soll, über das formale, und organisierte Kommunikation und Koordination zwischen beiden Stellen möglich sein soll. «Wir vom OHR arbeiten daran, durch den 20-Punkte-Plan von Trump unter Einhaltung der UNO-Resolution 2803 eine bessere Zukunft für die Bürger von Gaza und der ganzen Region zu schaffen.»

In der bisher strikt ablehnenden Haltung gegenüber der geplanten Internationalen Stabilisierungstruppe’scheint ein klein wenig Bewegung gekommen zu sein. Hamas-Sprecher Hazem Qassem erklärte, man sei offen für die Implementierung einer internationalen Friedenstruppe in Gaza, lehne aber jegliche Einmischung in ihre ‘internen Angelegenheiten’ strikt ab. «Wir wollen Friedenstruppen, die den Waffenstillstand überwachen, dessen Umsetzung sicherstellen und als Puffer zwischen der Besatzungsarmee und unserem Volk im Gazastreifen fungieren, ohne sich in die inneren Angelegenheiten des Gazastreifens einzumischen.»

Rechtsextrem-ultranationalistische Siedler drangen vorgestern in mehrere Häuser im Zentrum des palästinensischen Zentrums von Hebron ein. Die Siedlervereinigung gab vor, fünf Häuser in der Nähe der Gräber der Patriarchen gekauft zu haben. Der Stadtteil Jabal Jalles ist sehr dicht besiedelt, sodass einige Hundert Siedler dort, wenn auch beengt, leben können. Das wiederum bedingt, dass die IDF zusätzliche Kräfte aufbringen muss, um die Sicherheit der Israelis und die Ruhe in der Stadt sicherzustellen. Dadurch wird die Bewegungsfreiheit der Palästinenser erneut eingeschränkt, was wieder dazu beiträgt, dass die angespannte Situation in Hebron immer mehr zu eskalieren droht. Zu allem Überfluss hatte nur wenige Stunden vor dem gewaltsamen Eindringen der Siedler die IDF zahlreiche Palästinenser festgenommen. Es scheint, als ob das Ganze eine zwischen IDF und Siedlern abgesprochene Aktion gewesen wäre. Ein Mini Puzzle-Stein im grossen Annektierungsplan unserer heutigen Nicht-Regierung.

Gestern Abend flog die IAF einen Luftangriff auf eine weitere Kommandozentrale der Hisbollah in der Nähe von Baalbek. Von dieser Zentrale aus wurden Angriffe gegen Israel geplant und ausgeführt. «Die Terrororganisation Hisbollah versteckt ihre Mitglieder systematisch in der Zivilbevölkerung, verstösst damit gegen die Waffenstillstandsvereinbarungen und nutzt die Zivilbevölkerung zynisch als menschliche Schutzschilde, um Terroranschläge durchzuführen.» Bei diesem Angriff wurden 10 Menschen getötet und 50 verletzt.

Ein weiterer Angriff wurde gegen das palästinensische Flüchtlingslager Ain al-Hilweh in der Nähe der Küstenstadt Sidon geflogen. Auch von hier aus wurden in den vergangenen Monaten immer wieder Terror-Aktivitäten gegen die IDF geplant und ausgeführt. Vor allem aber diente das Lager als Trainingslager für Hamas-Terroristen.

In Ni’lin, in der Nähe von Ramallah, wurden Soldaten der IDF dabei beobachtet, wie sie aus einem Jeep eine Ladung Tränengas auf ein Fussballfeld schiessen, wo Jugendliche nach Sonnenuntergang Fussball spielen. So erzieht man die nächste Generation zu Feinden Israels! Solche Vorfälle sind beschämend und der einst moralischsten Armee der Welt unwürdig!

Die Rose des Tages geht erneut an eine kinderreiche Familie. Avraham, Rivki, Shlomi, Meir, Leah, David und Elisha Farkash arbeiten alle freiwillig beim israelischen Rettungsdienst ‘Magen David Adom’. Ihr Einsatzgebiet ist die Region um Jerusalem. Die Gruppe der sieben Geschwister im Alter zwischen 19 (Elisha) und 41 (Avraham) Jahren wird ergänzt durch Elazar, den Ehemann von Leah.

Zunächst waren es ‘nur’ drei, die den ehrenamtlichen Dienst aufnahmen, dann kam einer nach dem anderen dazu. «Ganz, ohne dass wir das untereinander abgesprochen haben. Es schien, als wären wir alle vom ‘Freiwilligenfieber’ gepackt worden.» David erzählt, dass die Geschwister einen Familien-Chat für Rettungssanitäter eingerichtet haben. «Wenn jemand ein Problem oder eine Frage hat, können wir das ganz diskret miteinander besprechen», sagte er. «Und natürlich ist es auch ein Ort, an dem man Dampf ablassen kann. Es ist eine Art Selbsthilfegruppe.» Manchmal ergibt es sich, dass Geschwister bei einem komplexen Einsatz in der Nähe beschäftigt sind.Dann bieten sie sich, wenn es möglich ist, Unterstützung an. Sie lernen Vieles von den anderen. Vor allem am Anfang, wenn jemand noch neu war, sei das sehr hilfreich gewesen.

Lea und ihr Mann Elazar können nur selten eine gemeinsame Schicht übernehmen. Das geht nur dann, wenn die Grossmutter auf die Kinder aufpasst. «So Gott will, werden wir, wenn die Kinder grösser sind, viel mehr Schichten zusammen übernehmen – und vielleicht sogar mit ihnen, wenn sie selbst Freiwillige werden.»

An dieser Stelle einmal ein grosses Dankeschön an die beiden grossen Rettungsdienste Magen David Adom und Hatzalah, die unermüdlich an jedem Tag bei jedem Wetter Menschen in Not zu Hilfe kommen. Und die gerade in schweren Situation, Kriegen, Anschlägen und anderen Katastrophen ihr Bestes geben, um Menschenleben zu retten! Yshar koach!



Kategorien:Israel, Politik

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