Was geschah am 24. Februar? 

23. Adar I 5782

Geschichte:

1949 Nach dem Ende des Unabhängigkeitskrieges, schliesst Israel unter Vermittlung der UN mit Ägypten und später auch mit Syrien, Jordanien, dem Libanon und Saudi-Arabien. Waffenstillstandsabkommen. Die Friedensverträge mit Ägypten und Jordanien folgten am 26. März 1979 und am 26. Oktober 1994. Der Irak zog seine Truppen ohne Vertragsabschluss zurück.

Begonnen hatte der Krieg am 15. Mai 1948 um 00:00, nachdem am 14. Mai Israel seine Unabhängigkeit proklamiert hatte. Die angreifenden Staaten waren: Ägypten, Syrien, Transjordanien, Libanon, Irak und Saudi-Arabien. Dazu kam noch die «Armee des heiligen Krieges», eine paramilitärische Organisation Palästinas und die von der Arabischen Liga organisierte «Arabische Befreiungsarmee».

Das Ziel des Angriffskrieges war es den gerade ausgerufenen jüdischen Staat Israel zu vernichten. Jordanien wollte zusätzlich das den Juden durch den UN-Teilungsplan zugeschlagene Westjordanland annektieren, während Ägypten und Syrien diesen Landgewinn von Jordanien unbedingt verhindern wollten. 

Durch diese Waffenstillstandsverträge fielen nun etwa 75 % des ehemaligen Mandatsgebietes Palästina an Israel, das damit entgegen dem UN-Teilungsplan um 1/3 grösser geworden waren. Das heutige Gaza fiel an Ägypten, das Westjordanland an Jordanien. Jerusalem wurde zwischen Jordanien und Israel geteilt. 

Der Sieg Israels verhinderte, dass auf dem ehemaligen Gebiet von Palästina ein arabischer Staat entstand. Während etwa 750.000 Araber aus ihren Siedlungen flohen oder vertrieben wurden, wurden etwa 850.000 Juden aus arabischen Staaten vertrieben. Sie liessen sich mehrheitlich in Israel nieder. Die Nachkommen der arabischen Flüchtlinge haben unter dem Schutz der UNRWA bis heute noch den Status von Flüchtlingen.

Geboren:

1976 wird Yuval Noah Harari in Kiyat Ata geboren. Von 1993 bis 1998 studierte er an der Hebrew University in Jerusalem Geschichtswissenschaft mit Schwerpunkt Militärgeschichte im Mittelalter. 2002 promovierte er in Oxford mit der Arbeit «Geschichte und Ich. Krieg und die Beziehungen zwischen Geschichte und persönlicher Identität in Memoiren von Militärs der Renaissance». 2003 kehrte er als Post-Doktorand nach Jerusalem zurück, wo er seit 2005 lehrt.

2011 erschien sein Buch «Eine kurze Geschichte der Menschheit» mit dem ihm ein internationaler Erfolg gelang. Es wurde mittlerweile in mehr als 50 Sprachen übersetzt und verkaufte sich weit über 10 Millionen Mal. 2020 erschien das Buch in bisher zwei Folgen unter dem Titel «Sapiens» als Comic.

Wie im Zeitraffer beschreibt Hariri die Zeit seit der kognitiven Revolution vor etwa 40.000 Jahren, die sich erstmals beim Homo sapiens zeigte bis heute. Der Homo sapiens verfügte über eine ganz besondere Fähigkeit. Er war in der Lage, nicht nur über Reales zu sprechen, sondern auch über Fiktionen. Damit war es ihm möglich, immer grösser werdende Menschenmengen zu organisieren. 

Er unterscheidet dabei vier weitere markante Entwicklungspunkte

  1. Die landwirtschaftliche, die aus dem Jäger und Sammler einen Menschen machte, der sesshaft wurde (um 10.000 BCE)
  2. Die Vereinigung der Menschheit (um 800 BCE), in der Geld, Handel und Eroberer und Religion zur Vermögensbildung führen, Transportmöglichkeiten über weiter Strecken entstehen und Werte und Normen ausgebildet werden.
  3. Die wissenschaftliche Revolution (ab etwa 1.500 CE) führt zur Erkenntnis, dass man durch Forschung und den daraus resultierenden Technologien zu Macht, Ruhm und Reichtum kommen kann. Globale Finanz- und Warenmärkte beschleunigen den Prozess. Bahnbrechende Fortschritte in der Medizin verlängern die Lebenserwartung, wodurch die Weltbevölkerung explodiert.
  4. Die digitale und biotechnologische Entwicklung, die seit wenigen Jahren rasant voranschreitet, wird die Formen der menschlichen Existenz stark verändern. Smartphones und PCs werden bei leichtsinnigem Gebrauch zu einer Art zweitem Gedächtnis, das nicht nur Informationen abspeichert und verarbeitet, sondern auch Entscheidungen beeinflussen wird. «Der Mensch wird zu einem Tier, das man «hacken» kann» sagt er in einem Interview mit dem Spiegel vom 21.3.2020.

Zu den grössten Verbrechen der Menschheit zählt er die Massentierhaltung das Schicksal industriell aufgezogener Tiere.

Die Corona Pandemie sieht er als etwas, das nie wie gänzlich verschwinden wird. Wie ein Staat, aber wie auch jeder einzelne damit umgeht, bezeichnet er als globales soziales Experiment. Neue Formen der Bildung, des Handels und der Kommunikation mussten schnell gefunden werden. Ein Zurückgehen in den statu quo ante wird es nicht geben. Hariri warnt, dass die Menschheit die Überwachung, mit der sie während der Pandemie hat leben müssen, mittlerweile als normal ansieht.

Und das, so sagt er, birgt die Gefahr einer undemokratischen politischen Massnahme.

Kriege:

2022 Heute in den frühen Morgenstunden hat Russland mit der Invasion der Ukraine begonnen. Die Opfer werden, wie in den meisten Kriegen, Zivilisten sein. Es steht zu befürchten, dass Putin sich nicht mit der Vereinnahmung der Ukraine zufriedengeben wird, sondern auch Weissrussland und anschliessend das Baltikum attackieren wird. Die drei baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland sind Mitgliedsstaaten der NATO. Ob er dann auch Polen, ebenfalls Mitgliedsstaat der NATO in einen Krieg ziehen wird bleibt abzuwarten. In beiden Fällen dürfte zum zweiten Mal der NATO-Bündnisfall eintreten



Kategorien:Aus aller Welt, Israel, Timeline

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