Was geschah am 6. März?

3. Adar II 5782

Geschichte:

1899 wird vom Unternehmen Friedrich Bayer & Co im Kaiserlichen Patentamt Berlin unter der Nummer F 2818 Aspirin als pharmazeutisches Produkt eingetragen. Der Name setzt sich zusammen aus Acetyl spiraea ulmarina und der damals üblichen Schlusssilbe in. Spieren sind zu den Rosengewächsen gehörende Sträucher, in diesem Fall der Untergruppe «Mädesüss». Schon sehr früh wurde aus den Blüten Salicylaldehyd, ein entzündungshemmender Wirkstoff gewonnen. Heute wird er in synthetisch hergestellter Form als Acetylsalicysäure (ASS) verkauft. 

1897 wurde der Wirkstoff erstmals von Felix Hoffmann und Arthur Eichengrün (1867 – 1949) in den Laboren von Bayer synthetisiert. Eichengrün begann schon recht jung seine Karriere als Chemiker. 1890 promovierte er an der Universität Erlangen mit einer Dissertation über ein Kokain-ähnliches Lokalanästhetikum, 1892 arbeitete er an der Isolierung von Kokain bei Boehringer in Ingelheim. 1893 wechselte er zur heutigen Degussa in Bonn. 1901 gründete er sein eigenes Unternehmen, die Cellon Werke in Berlin, wo er bald ein Patent auf das von ihm entwickelte Cellon hielt. Als Folie ist dies kaum von Cellophan zu unterscheiden. 1938 wurde sein Unternehmen arisiert, er durfte jedoch seine Forschungen von daheim aus weiterführen. 

Nach der Eintragung als Markennamen begann die weltweite Nutzung von Aspirin sich rasant auszubreiten. Seit 1977 steht es als unentbehrliches Arzneimittel auf der Liste der WHO.

1951 beginnt der Prozess gegen Ethel und Julius Rosenberg. Ihnen wurde angelastet, Rüstungsspionage für die Sowjetunion betrieben zu haben.

Julius sollte entsprechend den Wünschen seiner Eltern Rabbiner werden, wandte sich aber, seinen Interessen folgend dem Studium der Elektrotechnik zu, die er 1939 beendete. 1942 wurde er Mitglied der Kommunistischen Partei der USA. Er wurde Zivilangestellter im Army Signal Corps, wurde 1945 aufgrund seines politischen Engagements gekündigt und eröffnete seine eigene Maschinen Reparatur Werkstatt. Ethel arbeitete als kaufmännische Angestellte.

Beide Rosenbergs waren nicht am US-amerikanischen Atomforschungsprojektes, dem Manhattan Projekt, beteiligt. Von der Familie war der Ethels Bruder, David Greenglass für knapp zwei Wochen in der Uranaanreicherungsanlage Oak Ridge eingesetzt. Auch sein Zugang zu relevanten Unterlagen muss als marginal angesehen werden. 

Sowohl der Prozess, der teilweise aus persönlicher Geltungssucht geführt wurde, als auch das Ausmass der Strafe, die doppelte Hinrichtung, sind bis heute nicht unumstritten. Es scheint der Wahrheit zu entsprechen, dass Julius eine wesentliche Rolle in einem sowjetischen Spionagering spielte. Als gesichert scheint auch, dass Ethel über ihren Bruder wichtige Dokumente beschaffte und weitergab. 

Der Bruder sagt im Prozess gegen die beiden Angeklagten aus, wohl um die eigene Strafe geringer zu halten. 

Diese waren im Prozess nicht kooperativ und verweigerten jede Aufklärung im vorliegenden Fall. Das war damals, im Kalten Krieg, genug, um die Todesurteile auszusprechen. Obwohl sich zahlreiche Prominente für die beiden einsetzten, wurden sie am 19. Juni 1953 au dem elektrischen Stuhl hingerichtet. 

Ob sie Opfer einer Verkettung von Vereinbarungen zwischen den USA und den eigentlichen Spionen waren, oder ob sie selber bedeutende Spione waren, lässt sich nicht mehr rekonstruieren. 

Krieg in der Ukraine:

Israel wird in der kommenden Woche ein Feldlazarett in der Ukraine installieren. Neben einer Notfallstation wird es u.a. eine Quarantänestation, ein Ambulatorium, eine Frauen- und eine Männerstation sowie ein Kinderzelt geben. Betrieben wird das Feldlazarett vom Sheba Medical Center, der Krankenkasse Clalit und Mitarbeitern von verschiedenen Krankenhäusern. Wo genau es aufgestellt werden soll, ist bisher noch nicht bestätigt, vermutet wird aber, dass dies in Lviv (Lemberg) im Western der Ukraine sein wird. 

Nach seinem Treffen mit dem russischen Präsidenten Putin sprach PM Bennett mit dem ukrainischen Präsidenten Zelensky, bevor er sich auf den Weiterflug nach Berlin machte, wo er mit dem deutschen BK Scholz zusammentreffen wird.

PM Bennett sprach auch mit dem französischen Präsidenten Macron, den er möglicherweise im Anschluss an seinen Besuch in Berlin aufsuchen wird. 

Die zwischen Russland und der Ukraine ausgehandelte Pause in den kriegerischen Handlungen sollte dazu dienen, Menschen aus den betroffenen Regionen evakuieren zu können. Sie hielt – nahezu erwartungsgemäss nicht. Russland setzte seine Bombardierungen ungebremst fort. 



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