Was geschah am 16. März?

13. Adar II 5782

Geschichte:

597 BCE kapituliert Jerusalem vor den Truppen von Nebukadnezar II, dem babylonischen Grosskönig. Der damals herrschende judäische König Jojakim wird gefangen genommen, sein Onkel Zedekia (618 bis 586 BCE) wird als tributpflichtiger König eingesetzt. Nebukadnezar hatte nach der Einnahme von Jerusalem den Tempelschatz plündern lassen und die Oberkaste, wie auch die Mitglieder der Königsfamilie nach Babylon ins Exil verschleppt.

Zedekia hatte Nebukadnezar einen Treueid geschworen, brach diesen aber nach neun Jahren. Damit war das Ende des Südreiches Juda gekommen. Die babylonischen Truppen griffen ein zweites Mal an und zerstörten Jerusalem völlig. Zedekia floh ins Jordantal, wurde aber festgesetzt. Seine Söhne wurden hingerichtet, er selbst wurde geblendet und nach Babylon gebracht, wo er bis zu seinem Tod als Gefangener lebte.

1190 kam es in York zu einem Pogrom gegen dort lebenden Juden. Die durch die Kreuzfahrten angeheizte Stimmung führte auch in England zu exzessiven Ausschreitungen gegen Juden. Bei der Krönung von Richard Löwenherz (1189) waren prominente Juden von der Teilnahme ausgeschlossen. Angeblich hatte der König selbst Pogrome angeordnet. 

Offiziell standen die Juden unter dem Schutz des Königs, so dass sie glaubten, im königlichen York Castle sicher zu sein. Allerdings rotteten sich der Stadtadel und einige Bürger zusammen und griffen die vermeintlich sichere Burg an. 

Am Vorabend des Pessach Festes wählten die Gemeindemitglieder den Freitod. Die Männer brachten zunächst ihre Frauen und Kinder um und zündeten dann den hölzernen Bergfried an. Wer sich nicht am Massenselbstmord beteiligte, kam in den Flammen um. Insgesamt waren 150 Opfer zu beklagen.

Wissenschaft und Technik:

2022 wurde ein neuer «MadaKids»-Kindergarten des Rüstungsgiganten Lockheed Martin in Beit She’an eröffnet.

Mada heisst «Wissenschaft» und das ist in diesen speziellen Kindergärten Programm. Kinder sollen sich durch einfache Experimente grundlegendes Wissen in allen möglichen Bereichen der Wissenschaften aneignen können. Es gibt Bausätze, um diese Experimente daheim durchführen zu können und es gibt Feriencamps für Kinder und Jugendliche, bei denen aufwändigere Experimente unter Aufsicht von Wissenschaftlern durchgeführt werden. Kindergeburtstage für 4- bis 11-Jährige werden ebenfalls angeboten. Ganz wie die Grossen dürfen Kinder hier ihre Neugierde stillen, Schutzmäntel, Brillen und Handschuhe inklusive. 

Im Gegensatz zu den bereits bestehenden Kindergärten in Jerusalem, Beer Sheva und Kiriyat Malachi fokussiert sich der neu eröffnete auf Kleinkinder ab 3 Jahren. Seit 2015 unterhält Lookheed Martin diese wissenschaftlichen Institutionen in Zusammenarbeit mit dem Erziehungsministerium. 



Kategorien:Aus aller Welt, Israel, Timeline

Hinterlasse einen Kommentar