Was geschah am 26. März?

23. Adar II 5782

Geschichte:

1979 unterzeichnen PM Menachem Begin und Präsident Anwar as-Sadat in Washington den israelisch-ägyptischen Friedensvertrag. Er war das Ergebnis des Camp David Abkommens, welches unter der Vermittlung von US-Präsident Jimmy Carter am 17. September 1978 abgeschlossen wurde. 

Darin wurde vereinbart, dass der Gazastreifen und das Gebiet von Judäa und Samaria zunächst einen fünfjährigen Autonomiestatus erhalten sollten. Endgültige Regelungen sollten anschliessend erfolgen. Israel verpflichtete sich, «die legitimen Rechte der Palästinenser» anzuerkennen. Die Anerkennung Israels solle unmittelbar nach dem Rückzug der IDF aus dem Sinai erfolgen. Dies erfolgte bis zum April 1982. Im Gegenzug sollte Israel wieder die ungehinderte Durchfahrt durch den Suez Kanal erhalten. Die Strasse von Tiran und der Golf von Akaba, zwei wichtige Wasserstrassen für den Süden Israels, wurden seitens Ägypten als internationale Gewässer anerkannt. 

Die Knesset billigte die Ratifizierung des Friedensvertrages mit 95 Ja-Stimmen, 18 Gegenstimmen und zwei Enthaltungen. 

Noch vor der Unterzeichnung des Friedensvertrages wurden Präsident Sadat und PM Begin mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. 

Präsident Sadat wurde am 6. Oktober 1981 bei einer Militärparade erschossen. Sein Mörder kam aus dem Umfeld des fanatischen ägyptisch-islamischen Jihads, der die Politik Sadats ablehnte. An seiner Beisetzung nahmen zahlreiche europäische und amerikanische Staatsoberhäupter teil, aus Afrika waren es nur die Präsidenten vom Sudan und von Somalia. 

Am 20. November 1977, also noch vor den Verhandlungen in Camp David bewies Präsident Sadat grosses staatsmännisches Denken und persönlichen Mut. Auf Einladung des israelischen PM Begin sprach er vor der Knesset und betonte die Notwendigkeit, zwischen den beiden Staaten Frieden zu machen. «Ich würde, um das zu erreichen bis in den entferntesten Punkt auf der Welt gehen, sogar nach Jerusalem. Und jetzt, nachdem ich das gesagt habe, überlasse ich es Ihnen, unser weiteres Schicksal zu entscheiden.» 

Aus dem ehemaligen Erzfeind Israels war der Politiker geworden, der die Bedeutung einer sicheren, friedvollen Nachbarschaft erkannte.

Sport:

2022 gewinnt Valentyna Vereteska, 31, den Marathon in Jerusalem. Damit war sie die Frau, die nach 2 Stunden, 45 Minuten und 54 Sekunden die Ziellinie überlief. Insgesamt belegte sie den dritten Platz, nur zwei Männer waren schneller als sie. Die Bestzeit des Gewinners war 2 Stunden, 37 Minuten und 17 Sekunden. 

Unmittelbar nach dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine war sie gemeinsam mit ihrer Tochter aus Mykolaiv, ihrer Heimatstadt geflohen. An der polnischen Grenze mussten sie stundenlang in der Kälte ausharren, bis es ihnen gelang, die Grenze zu überqueren. 

Ihr Mann, ihre Eltern und Geschwister sind noch in der Ukraine. Ihrem Mann war es von dort aus gelungen, Kontakt mit einer polnischen Familie aufzunehmen, bei der sie zunächst Unterschlupf fand. Ihre Tochter lebt nach wie vor bei der Gastfamilie in Polen. Ob und wann Valentyna nach Polen zurückkehren wird, ist noch unklar.

Valentyna ist Physiotherapeutin und professionelle Läuferin. Nach Jerusalem war sie auf Einladung der israelischen Organisatoren der Veranstaltung gekommen. Sie hatte diese noch vor Ausbruch des Krieges und vor ihrer Flucht gebeten, ihr eine Teilnahme zu ermöglichen. Insgesamt nahmen 40 Flüchtlinge aus der Ukraine am Marathon teil. 

Insgesamt hat Israel mittlerweile 16.800 Ukrainer aufgenommen.



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