Was geschah am 28. März? 

25. Adar II 5782

Geboren:

1138 wird Maimonides in Cordoba, Spanien geboren. Bekannt wurde er unter dem Namen RaMBaM (Rabbi Moshe ben Maimon) was bedeutet Rabbi Moshe, der Sohn des Maimon. 

Seine jüdische Grundausbildung erhielt er von seinem Vater, einem angesehenen Rabbiner und Richter in Cordoba. Dazu unterwiesen ihn arabische Lehrer in den Fächern der Naturwissenschaften und der Philosophie des Altertums. 

1148 überfielen Almohaden, Mitglieder eines fanatischen Berberclans aus Marokko, weite Teil des südlichen Spaniens. Sie verfolgten die jüdischen Gemeinden und stellten die Mitglieder vor die Wahl zum Islam zu konvertieren oder auszuwandern. Die Familie von Maimonides wanderte aus und zog über das nördliche Spanien und die Provence schliesslich nach Fez in Marokko. 

1165 zog die Familie weiter über Jerusalem und Alexandria nach Fustat, einem Stadtteil von Kairo, wo Maimonides bis zu seinem Tod am 13. Dezember 1204 lebte. Beigesetzt wurde Maimonides in Tiberias. 

Zunächst musste sich Maimonides nicht um ein regelmässiges Einkommen sorgen, weil sein Bruder als erfolgreicher Juwelenhändler tätig war. Bei einem Schiffsunglück verlor nicht nur sein Bruder sein Leben, sondern auch das gesamte der Vermögen der Familie ging verloren. Maimonides war nun gezwungen, eine regelmässige Arbeit aufzunehmen, um den Unterhalt der Familie zu finanzieren und die durch das Schiffsunglück entstandenen Schulden zu decken.

Er entschied sich dafür, seine bereits früh erworbenen medizinischen Kenntnisse zu nutzen und als Arzt zu praktizieren. 1185 wurde er zum Leibarzt von Sultan Saladin, dem Herrscher über Ägypten und dessen grosser Familie ernannt. Daneben unterhielt er eine florierende Privatpraxis. 

Seine Arbeiten zur Medizin darf man teilweise heute noch modern nennen. So unterschied er bereits zwischen Präventivmedizin, Heilung und Rekonvaleszenz. Einzig der Aufbau der Medizin auf den Körpersäften nach Galen und Hippokrates ist schon lange überholt. Er wandte sich auch strikt gegen Beschwörungen und Amulette.

Trotz des grossen Patientenandrangs fand Maimonides noch Zeit, seine zahlreichen Werke zu schreiben. Rashi und Maimonides, die beiden grossen Rabbiner, verfassten die nach wie vor meistgelesenen rabbinischen Schriften, deren Bedeutung bis heute unwidersprochen ist. 

Zwischen 1170 und 1180 verfasste er die «Mishne Torah», welche in 14 Bänden, die nach strikt logischen Grundlagen die jüdischen Gesetze darlegt. Die vierzehn Bücher sind in Hebräisch geschrieben. Als ihm vorgeschlagen wurde, eine Edition in arabischer Sprache zu schreiben, um sie jedem sprachlich zugänglich zu machen, antwortete er «Wenn du meine Arbeiten studieren willst, so musst du dir langsam die hebräische Sprache aneignen. Das ist nicht so schwierig und die Bücher sind in einer einfachen Sprache geschrieben…. Ich habe nicht die Absicht, eine arabische Ausgabe zu schreiben … und die Arbeiten würden ihre spezielle Färbung verlieren.» Die Mishne Torah kann als erster jüdischer Gesetzeskodex verstanden werden. 

Aus diesen Schriften herausgenommen sind auch die «13 Glaubenssätze des Maimonides»Obwohl die Glaubensgrundsätze mehrheitlich von allen Juden anerkannt werden, sind sie nicht zu verwechseln mit dem dogmatischen christlichen Glaubensbekenntnis. 

Andere wichtige Schriften wurden von Maimonides in Arabisch verfasst, was vielerorts als Versuch gewertet wird, in keinen unmittelbaren Streit mit der arabisch-moslemischen Bevölkerung und Regierung zu geraten. 

Eine der wesentlichsten religionsphilosophischen Schriften «Führer der Unschlüssigen», ist ein Werk, das sich hauptsächlich an jene wandte, die schon Erfahrung mit den religiösen Schriften hatten und die von den unterschiedlichen Aussagen der Philosophie und der Torah erstaunt waren und diese erforschen wollten. Dieses Werk wurde um 1190 auf Arabisch, aber unter Verwendung hebräischer Buchstaben geschrieben. 1204 wurde von einem Schüler Maimonides eine Übersetzung ins Hebräische angefertigt.  

Den Artikel über wohltätige Spenden möchte ich einigen «spendenwilligen» Mitmenschen ans Herz legen mit der Bitte ihr eigenes Verhalten doch einmal grundlegend zu überdenken! Zu oft handeln sie nach dem Grundsatz: «Tue Gutes und lasse jeden davon wissen!»

Seine erste Frau starb und er heiratete in zweiter Ehe die Schwester eines königlichen Sekretärs, der wiederum seine Schwester heiratete. Aus dieser Ehe entstammt sein einziger Sohn, Abraham. Abraham wurde von Maimonides sorgfältig ausgebildet in jüdischen Wissenschaften, Medizin und Philosophie und übernahm nach dessen Tod seine sämtlichen Ämter. Das Amt des «nagid», des Führers der jüdischen Gemeinde Ägyptens wurde in den kommenden zwei Jahrhunderten von einer Generation auf die nächste in der Familie weitergegeben.

Abraham setzte auch das medizinische und philosophische Werk seines Vaters ganz in dessen Sinn fort. 



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