Was geschah am 31. März?

28. Adar II 5782

Terror und Geschichte:

2022 Nach der derzeitigen heftigen Terrorwelle gegen Israel forderte Verteidigungsminister Benny Gantz den palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas auf, diese klar und scharf zu verurteilen. Sollte Abbas dieser, mit deutlichen Worten geforderten Verurteilung der Terrorakte nicht folgen, würde Israel entscheiden, welche der geplanten Erleichterungen während des Ramadans zurückgenommen würden.

Diese Erleichterungen betreffen unter anderem ältere Palästinenser aus Judäa und Samaria, die zu den Gebeten auf dem Tempelberg anreisen möchten. Die Einreisevisa werden, so ist es geplant, unbürokratischer ausgestellt und haben eine verlängerte Gültigkeitsdauer.

Während des Besuches des US-amerikanischen Aussenministers Antony Blinken war darüber hinaus vereinbart worden, die Zahl der Arbeitsbewilligungen für Gazaner um 8.000 auf 20.000 zu erhöhen. Eine positive Reaktion auf eine Zeit der relativen Ruhe. 

Abbas hat die Botschaft verstanden. Nur eine Stunde nach der dringenden Aufforderung durch Gantz drückte er seine Verurteilung der Ermordung israelischer Zivilisten von gestern Nacht aus und hielt fest, dass die Ermordung israelischer und palästinensischer Zivilisten zu einer Verschlechterung der Situation auf beiden Seiten führt.

Für die Terrorakte der Woche hat sich der islamische Djihad bekannt, der militärische Arm der Fatah, die der PA unterstellt ist.

Auch der jordanische König Abdulla II drückte seine Verurteilung der Anschläge aus, unmittelbar, bevor er den israelischen Präsidenten Isaac Herzog in Amman empfing. 

Politik:

2022 waren der österreichische Aussenminister Schallenberg und Wirtschaftsministerin Schramböck zu einem zweitägigen Besuch in Jerusalem. Beide trafen sich dort mit ihren jeweiligen Kollegen Lapid und Barbivay. 

Nach dem Rücktritt des damaligen Kanzlers Kurz fungierte der in Bern geborene Politiker vom 11. Oktober bis zum 6. Dezember 21 als österreichischer Bundeskanzler. Mit der Übernahme des Amtes durch den jetzigen Kanzler Karl Nehammer übernahm er das Amt des Aussenministers. 

«Die Beziehung zwischen Israel und Österreich ist besser denn je. Das ist nach der Geschichte, in der Österreich eine unrühmliche Rolle spielte nicht selbstverständlich.»

Gefragt, ob die neuen Regierungen beider Länder, ohne Kurz und Netanyahu, die eine sehr enge Beziehung hatten eine neue Art von Beziehung aufbauen müssten sagte er: «In Israel gibt es eine neue Regierung und einen neuen PM, in Österreich haben wir einen neuen Kanzler. Trotzdem hat sich nichts geändert. Wir möchten nach wie vor eine strategische Partnerschaft haben, unabhängig davon, wer an der Regierung ist.»

Archäologie:

2022 wurden im Zuge der andauernden Ausgrabungen im Bereich der Davidstadt in Jerusalem Weinkrüge gefunden, die ein ganz neues Licht auf den Handel im alten Königreich Juda werfen. Die Weinkrüge lassen sich eindeutig zurückdatieren auf die Zeit von König Zedekia (618 bis 586 BCE), der zur Zeit des babylonischen Exils der letzte König von Judäa war. 

Neben den eindeutigen minimalen Resten von Wein in den Krügen lassen sich dort auch winzig kleine Überreste von Vanille erkennen. Bis anhin war nicht bekannt, dass Vanille, dieses seltene und kostbare Gewürz zu der Zeit verfügbar war. Bisher war vermutet worden, dass es erst durch Christoph Kolumbus in die Alte Welt gebracht worden sei. 

Nun wird aber vermutet, dass es über eine internationale Handelsroute, die bereits im 7. Jahrhundert BCE durch den Negev verlief in das damalige Palästina gelangte. 

Siegelabdrücke auf den Griffen der Krüge lassen vermuten, dass sie für den königlichen Haushalt bestimmt waren. 

Überreste von Olivenöl in den Krügen legen die Vermutung nahe, dass die Krüge mehr genutzt wurden, was für eine frühe Entwicklung von Recycling wertvoller Stoffe spricht. 

Kultur:

1979 gewann Israel mit dem Song «Hallelujah» den 24. Eurovisions Song Contest, der in Jerusalem stattfand. Erstmals erhielt Israel keine Punkte von Deutschland, gewann aber mit 125 Gesamtpunkten vor Spanien mit 116. Im Jahr davor hatte Israel mit «A-ba-ni-bi» mit 157 vor Belgien mit 125 den Contest in Paris gewonnen. 



Kategorien:Aus aller Welt, Israel, Timeline

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