21. Nissan 5782
Geschichte:
1948 zieht die britische Armee aus Haifa ab und überlässt damit den Juden die Verwaltung der Stadt. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts bis kurz vor der Staatsgründung war Haifa eine überwiegend arabische Stadt.
Zur Zeit des Britischen Mandats entwickelte sich die Stadt zu einem Verkehrsknotenpunkt. Neben der Schmalspurbahn von Haifa über Nablus nach Damaskus wurden weitere Strecken zwischen Akko und Ägypten gebaut. Der Hafen wurde ausgebaut und wurde zu einem wichtigen Marinestützpunkt. Eine Rohölleitung aus dem Irak und eine Ölraffinerie wurden zwischen 1936 und 1939 gebaut. In Folge dieser Bauprojekte zogen viel arabische Wanderarbeiter in die Stadt.
Ab 1933 kam es zu einem Massenzuzug von Flüchtlingen aus dem nationalsozialistischen Deutschen Reich. Die europäischen Juden siedelten sich auf den Hügeln um Haifa an. Ab dem Beginn der britischen Herrschaft war die Anzahl der jüdischen und der arabischen Bevölkerung etwa gleich gross.
Nach dem Teilungsplan der UN sollte Haifa Teil des jüdischen Staatsgebietes werden. Ab Beginn des Jahre 1948 kam es zu gewaltsamen Übergriffen der Haganah gegen die arabische Bevölkerung, denen Dutzende Araber zum Opfer fielen.
Tausende Araber versuchten über das Meer den Massakern zu entkommen. Die britische Marine half den Flüchtlingen, soweit es in ihrer Macht stand. Das arabische Quartier glich einer ausgestorbenen Geisterstadt.
Unruhen am Tempelberg:
2022 Noch vor dem Beginn des Freitagsgebetes auf dem Tempelberg kam es heue wiederum zu heftigen Ausschreitungen. Auf der Twitter Seite vom israelischen Aussenministerium sieht man einige entlarvende Szenen. Nota bene: Seit gestern Abend befinden sich nur mehr Moslems auf dem Tempelberg, um die Ruhe während der letzten zehn Tage des Ramadans nicht zu gefährden. Palästinensische Jugendliche versuchten Menschen, die an der Klagemauer beteten, zu verletzten und schleuderten Steine, sowie Brandsätze über die Mauer. Dabei entzündete sich ein Baum, der Brand konnte von der Feuerwehr gelöscht werden, ein Polizist wurden von einem Stein verletzt.
Friedlich zum Gebet in der Moschee gekommene Moslems wurden von aggressiven arabischen Jugendlichen gewaltsam angegriffen, in der Absicht, sie von der Moschee fernzuhalten. Hier griffen jedoch andere, zumeist ältere Männer ein und drängten die Krawallmacher ab, sodass die vorher angegriffenen Personen in Ruhe zum Gebet gehen konnten.
Nachdem die Ausschreitungen aufgelöst werden konnten, kamen Tausende Moslems in Ruhe und unbehelligt auf dem Tempelberg an. Die Situation am Eingang zum Tempelberg zeigt drastisch, wie ruhig und unkompliziert die «Kontrollen» durch die Polizei sind, wenn es keinen Anlass gibt, einzuschreiten.
Auf dem Platz vor der Al-Aqsa Moschee wehen die grünen Fahnen der Hamas und die dichtgedrängte Menge skandiert «Oh Khaybar, oh Jews, the army of Muhammad will return!» Khaybar erinnert an das Massaker an der jüdischen Bevölkerung im Jahr 628 dem 93 Juden zum Opfer fielen.
Gewinner gibt es bei diesen Unruhen nicht, nur Verlierer.
Nur einer glaubt, sich daran profilieren zu müssen. Der ehemalige und hoffentlich nie wieder PM Netanyahu. Jeder Versuch von PM Bennett, die Lage zu beruhigen, wird als Appeasement gewertet und mit populistischen Kommentaren versehen. Für Netanyahu ist Bennett der Verräter, der ihn torpediert und aus dem Amt geworfen hat.
Je aggressiver die Palästinenser werden, angestachelt von ihren Extremisten, je mehr sie die Lage eskalieren lassen, desto eher wittert Netanyahu die Chance wieder dorthin zurückzukehren, wo er sich als einziger Politiker berechtigt sieht zu sein. Ins Zentrum der israelischen Macht, in die Balfour Street. Er und Sarah sind erst nach mehr als einem Monat nach dem Verlust der Regierungsmacht ausgezogen. Einziehen würden sie lieber heute als morgen.
Und so ist er wohl der einzige Mensch weltweit, der sich über die unruhigen Zeiten in Jerusalem freut, weil es seinen ganz eigenen Interessen dient.
Kategorien:Aus aller Welt, Israel, Timeline
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