Was geschah am 3. Juli?

5. Tammus 5782

Geboren: 

1883 wird der Schriftsteller Franz Kafka in Prag, damals Teil Österreich-Ungarns geboren. Sein Familienname leitete sich vom tschechischen Namen für «Dohle», kavka, ab. Zwei Brüder verstarben im frühen Kindesalter. Er wurde gemeinsam mit seinen drei Schwestern überwiegend von weiblichen Angestellten aufgezogen, weil die Eltern oft beruflich abwesend waren.

Von 1889 bis 1893 besuchte er die deutschsprachige Knabenschule in Prag und anschliessend das humanistische Staatsgymnasium in der Altstadt. Nach der Matura studierte er ab 1901 abwechselnd Chemie, später dann Rechtswissenschaften, Germanistik, Kunstgeschichte und Psychologie. 1908 promovierte er zum Doktor der Justiz und absolvierte das einjährige Pflichtpraktikum. 

Seit 1899 hatte sich Kafka bereits für die Belange des Sozialismus interessiert, eine Begeisterung, die er auch ausserhalb seiner Berufstätigkeit im Versicherungsbereich fortsetzte. In diesem Beruf war er auf Grund seiner Leistungen hoch angesehen und übernahm bald äusserst verantwortungsvolle Posten. Dies schützte ihn auch vor einem Fronteinsatz im Ersten Weltkrieg. Im Rahmen der Kriegsfürsorge betreute er Schwerverwundete.

Hingegen empfand er die Mitarbeit im elterlichen Betrieb, dessen stiller Teilhaber er war, als bedrückend. Die belastete Beziehung zu seinem despotischen Vater findet ihren Niederschlag in zahlreichen Werken wie «Das Urteil» und «Die Verwandlung». 

Sein Verhältnis zum Judentum und zur Palästina-Frage wird durch seine Freundschaft zu Jizchak Löwy, einem chassidischen Schauspieler geprägt, der sich, im Gegensatz zu ihm, erfolgreich mit seinem Vater auseinandergesetzt hatte. So gilt seine Sympathie immer wieder dem Ostjudentum und der ostjüdischen Kultur. Dennoch scheint er den Begriff «jüdisch» mit einem Tabu belegt zu haben, er fehlt in seinen Werken vollends. Allerdings werten Kritiker die Lufthunde in seiner Parabel «Forschungen eines Hundes» als das jüdische Volk, welches in der Diaspora verstreut ist. 

Kafka erlag am 3. Juni 1924 seinem langjährigen Tuberkuloseleiden. Beigesetzt ist er auf dem Neuen Jüdischen Friedhof in Prag. 

Politik:

2022 Der neue PM Yair Lapid wandte sich mit einer ersten TV-Ansprache an die israelischen Bürger. Er prangerte darin den «extremen, gewalttätigen und bösartigen» Umgangston in der israelischen Politik an und forderte vor den Wahlen am 1. November zur Einheit und einem respektvollen Umgang miteinander auf.

«Der Staat Israel ist grösser und wichtiger als wir», betonte er, «er war vor uns hier und er wir noch lange nach uns hier sein. Wir müssen für das Gemeinwohl entscheiden, das, was uns verbindet. Es wird immer Meinungsverschiedenheiten geben, die Frage ist, wie wir sie handhaben und wie wir sicherstellen, dass sie nicht uns handhabt. Die grosse israelische Frage ist eigentlich, warum in einer Zeit, in der wir eine breite nationale Einigung über alle wichtigen Themen haben, das Mass an Hass und Angst in der israelischen Gesellschaft so hoch ist. Warum ist die Polarisierung bedrohlicher denn je?»

Lapid bezog sich mit seinen Worten eindeutig, wenn auch unausgesprochen auf die Rhetorik von Oppositionsführer Netanyahu und seiner Likud Partei.

Israel strebe durchaus den Frieden mit den Palästinensern an, wende sich aber energisch gegen jeden, der Israel zerstören wolle. Vor allem bezog er sich dabei auf das iranische Atomprogramm.

Der Likud erwiderte die Eröffnungsrede von PM Lapid wie üblich mit falschen Anschuldigungen und Beleidigungen. 

PM Lapid kündigte an, das Land so führen zu wollen, als stünden am 1. November keine Neuwahlen an. 

Terror:

2022 Drei Drohnen, die aus dem Libanon kommend in den israelischen Luftraum eindrangen, wurden von der IDF abgeschossen. Das Ziel der Drohnen war offensichtlich das Karish Gasfeld, welches sich vor der israelischen Küste befindet. Dass ein solcher Angriff unmittelbar bevorstand, war dem Geheimdienst bereits Stunden vorher bekannt. 

Der Angriff gilt als deutliches Signal an Israel, dass die Hisbollah in der Lage ist, jedes gewünschte Ziel im Norden Israels jederzeit anzugreifen. Militär Sprecher Ran Kochav teilte dazu mit «Wir sind jederzeit bereit, wir haben ein aktives Frühwarnsystem, sowohl für die Marine als auch für die Luftwaffe, um Israel umfassend zu schützen.»

Eine Drohne wurde von einem F-16 Jet aus abgeschossen, die beiden anderen von der Saar 5 Corvette «Eilat». Die Abschüsse gelangen in sicherer Entfernung zu den Bohrinseln und über libanesischen Gewässern. Für die Hisbollah war das ein herber Schlag.

Hisbollah Führer Nasrallah hatte erst vor wenigen Tagen Israel wegen seiner Pläne, Gas aus den Offshore Reserven zu fördern angegriffen und behauptet, dies, wenn nötig mit Gewalt verhindern zu können. Für ihn gilt die gerade durchgeführt Aktion als «erfolgreich» abgeschlossen….



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