13. Tammus 5782
Geschichte:
1191 erobern die letzten Kreuzritter des dritten Kreuzzuges die Stadt Akko. Dieser war auf Befehl von Papst Clemens III. begonnen wurde, nachdem Sultan Saladin Jerusalem erobert und das Heer des Königreichs Jerusalem geschlagen hatte. Der Kreuzzug wurde von Kaiser Friedrich Barbarossa und Richard Löwenherz angeführt. Erst dieser Kreuzzug wurde als solcher bezeichnet, vorher nannten sich die Kreuzfahrer als «Soldaten Christi».
Die Minimalkosten pro Teilnehmer betrugen 3 Silber Mark und mussten vor dem Aufbruch gezahlt werden.
Am 11. Mai 1189 brach das wohl grösste Heer in Regensburg auf, das sich jemals auf den Weg gemacht hatte. Im Juni 1190 erlebten sie einen herben Rückschlag, als Kaiser Friedrich kurz vor Erreichen des Ziels ertrank. Die meisten Kreuzfahrer kehrten daraufhin um. Nur die wenigen, die unter der Führung von Barbarossas Sohn weitergezogen waren, erreichten im Oktober 1190 Akko.
Die Stadt wurde bereits seit 1189 vom ehemaligen König von Jerusalem belagert, in der Hoffnung, dort einen neuen Stützpunkt aufzubauen. Die Truppen von Sultan Saladin verhinderte aber einen Erfolg, weil sie ihrerseits die Belagerer einschlossen.
Am 12. Juli 1192 wurde die Stadt jedoch an die Kreuzfahrer übergeben, die in der Zitadelle lebenden Muslims wurden als Geiseln genommen, die bisher gefangen gehalten Christen wurden befreit. Dazu kam eine Entschädigungszahlung in Höhe von 200.000 Gold Dinaren.
1192 endete der Kreuzzug, ohne dass Jerusalem erobert werden konnte. Nur ein Küstenstreifen von Beirut bis Jaffa wurde gesichert, Pilgern blieb der freie Zugang nach Jerusalem erhalten. Akko wurde die neue Hauptstadt.
Kultur – Die Pantomime ist die Kunst der Haltung!

1923 /2007 Marcel Marceau wurde in Strasburg unter dem Namen Marcel Mangel geboren. Bereits in seiner Jugend sprach er wenig und drückte sich lieber durch Gesten und Mimik aus.
Zwischen 1940 und 1945 war er, so wie sein Bruder, Angehöriger der «Francstireurs et partisans». Seine Aufgaben dort war es, Pässe zu fälschen. Den für sich selbst gewählten nom de guerre «Marceau», der seinen jüdischen Familiennamen verschleierte, behielt er lebenslang. Ab 1943 begann er, als Pfadfinder verkleidet, jüdische Kinder in die Schweiz zu schmuggeln. Um sie nicht zu verunsichern, erzählte er ihnen, sie in ein Ferienlager zu bringen. Damit sie während der Flucht ruhig blieben, unterhielt er sie mit pantomimischen Stücken. Später sagte ein Kritiker dazu «Das hatte nicht mit Show zu tun, es waren Pantomimen, um zu überleben.»
Als er einmal auf eine kleine Gruppe deutscher Soldaten traf, gaukelte er ihnen ebenfalls mit einer Pantomime vor, dass eine grosse, gut bewaffnete Gruppe von Franzosen im Anmarsch war. Die Deutschen zogen es vor, zu verschwinden.
1944 hatte er seinen ersten grossen Soloauftritt vor 3.000 US-Soldaten im befreiten Paris. Er war zeitlebens stolz darauf, dass seine erste internationale Kritik in der US-Army Zeitung «Stars and Stripes» veröffentlicht wurde.
1946 begann er mit seiner künstlerischen Ausbildung am Sarah-Bernhardt-Theater in Paris. Dort entwickelte er auch die Kunstfigur “Monsieur Bip”, die Figur, mit der er weltberühmt wurde und in der er mehr als 40 Jahre auftrat. Als der Mann mit dem Ringelshirt, dem zerknautschten grauen Seidenhut und der roten Stoffblume.
Aus einem geplanten viertägigen Aufenthalt in Berlin 1951 wurden zwei Monate, die seinen internationalen Durchbruch begründeten. Es entstanden einige Filme mit ihm als Hauptdarsteller. Auch in den USA geriet 1955 der Zeitplan durcheinander, aus zwei Wochen wurde ein halbes Jahr zwischen Hollywood und Broadway.
1978 gründete er die «École Internationale de Mimodram de Paris, Marcel Marceau». Dort bildete eine neue Compagnie aus mit der er auch lange Zeit auftrat.
Auch als Maler und Zeichner schuf er sich einen Namen. Als Hommage an den Film «The Kid» mit Charlie Chaplin, den er sehr verehrte, entstand die Geschichte «Bip und Pimporello».
Michael Jackson war derart inspiriert von ihm, dass er ihm den berühmte «Moonwalk» widmete. Ein gemeinsamer Auftritt der beiden musste kurzfristig abgesagt werden, nachdem Jackson wegen Erschöpfungszuständen in ein Spital eingeliefert werden musste.
Als er 2001 für seine mutigen Rettungsaktionen während des Holocaust geehrte wurde, erwartete man eine Dankesrede von ihm. Seine Reaktion war «Fordert nie einen Pantomimen auf zu sprechen, er wird nicht mehr aufhören.»
2005 trat er auf seiner letzten viel beachteten Tournee in Europa auf
2007 verstarb er an Yom Kippur in Cahors und wurde auf dem Friedhof Père Lachaise in Paris beigesetzt. Sein Hut mit der roten Blume wurde dabei auf einem Tisch ausgestellt.
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