Was geschah am 14. Juli?

15. Tammus 5782

Kultur:

2022 Dieser «Lapsus» hätte nicht passieren dürfen! Im Programmheft des Zürcher Theaterspektakels wurde der Heimatort einer Künstlerin als «Palästina, Haifa» angegeben.

Die im Gebiet von Judäa und Samaria aufgewachsene Perfomerin Samaa Wakim möchte mit ihrem Stück «losing it» auf die für sie als traumatisch erlebten Gegebenheit in einem für sie als besetzt geltenden Gebiet beschreiben. Auf der Webseite des Theater Spektakels steht nun «Das Zürcher Theater Spektakel zweifelt in keiner Form am Existenzrecht Israels und wollte dies auch auf keinen Fall vermitteln. Dass die falsche Ortsbezeichnung genau dies suggeriert, bedauern wir zutiefst. Wir möchten uns bei allen Menschen entschuldigen, die durch diesen Fehler verärgert, verletzt oder verwirrt wurden.»

Sie als Tänzerin zu bezeichnen, trifft den Punkt nicht, sie hüpft, springt, läuft 5 Minuten zu einer eher eintönigen Musik. Etwas lebendiger wird sie, als im Hintergrund ein kurzer Clip von einem arabischen Fest läuft. Der Zusammenhang zwischen ihrer Performance und ihrer Absicht ist nicht erkennbar. 

Was aber erkennbar ist, ist die Absicht, die hinter der falschen Landesangabe steckt. Zu offensichtlich ist der «Fehler». Dass Haifa eine der grossen Städte in Israel ist, sollte jedem, wirklich jedem bewusst sein. 

Bei einer simplen Entschuldigung kann und darf es hierbei nicht bleiben. 

Antisemitismus:

1555 wurde in Rom ein Ghetto für die jüdische Bevölkerung geschaffen. Damit gilt Rom als der Geburtsort des neuzeitlichen Antisemitismus. In anderen Staaten existierten noch keine solchen Ghettos, so dass viele Juden Rom verliessen. 

Der Grund, ein Ghetto zu erreichten, war eine Bulle von Papst Paul IV. Benannt ist diese nach dem Anfangssatz «Cum nimis absurdum et inconveniens existat…» «Da es überaus unangebracht und unpassend ist, dass die Juden, die ihr eigenes Vergehen zu ewiger Knechtschaft verdammt hat…» Wer weitere Belege zum Antisemitismus der katholischen Kirche, der schlussendlich zur Shoa geführt hat sucht, wird leicht fündig. Päpstliche Bullen gab es zwischen 598 und 1755.

Diplomatie:

2022 Der zweite Tag des Staatsbesuchs des US-amerikanischen Präsidenten Joe Biden beginnt in Kürze, gegen 10:15 mit einem Treffen von PM Yair Lapid und Präs. Joe Biden im Hotel Waldorf Astoria. Die beiden werden eine gemeinsame Vereinbarung, die «Jerusalem Deklaration» unterschreiben. Diese enthält neben Punkten zur israelischen Sicherheit auch ein klares Bekenntnis, dem Iran niemals den Besitz von Atomwaffen zuzugestehen. Der Ausbau der «Abraham Abkommen» werden ebenfalls zur Sprache kommen, genauso wie Angriffskrieg von Russland in der Ukraine.

Anschliessend werden sich die beiden Staatsmänner mit einem grösseren Kreis von Mitarbeitern aus den USA und Israel treffen. 

Gegen 11:30 beginn ein Zoom Meeting, an dem neben PM Yair Lapid und Präs. Joe Biden, der indische PM Narendra Modi und der Präsident der VAE, Mohammed bin Zayed teilnehmen werden. Wie gestern Abend verlautbarte, wir auch über eine US$ 2 Milliarden Investition gesprochen werden. Diese dient dem Aufbau von Landwirtschaftsprojekten in Indien, die von Abu Dhabi mitfinanziert werden. Zum Einsatz kommen werden dort israelische Technologien. 

Eine gemeinsame Pressekonferenz wird es gegen 13 Uhr geben. 

Den Nachmittag verbringt der Gast aus den USA in der Residenz von Präsident Isaac Herzog, mit dem er gegen 15:45 zu einem privaten Treffen zusammentrifft. Um jeglichen Verdacht der Wahlbeeinflussung zu vermeiden, ist auch ein 15 Minuten Treffen mit MK Benjamin Netanyahu geplant.

Die Verleihung der «Ehrenmedaille des Präsidenten des Staates Israel» beendet den offiziell politischen Teil des Tages.

Gegen 18:30 wird US-Präs. Joe Biden gemeinsam mit PM Yair Lapid der Eröffnung der Maccabia im Kollek Stadion in Jerusalem beiwohnen. 

Zum Schluss eine kleine logistische Frage. Immer wieder habe ich mir, und ich bin mir sicher, ich bin nicht allein mit der Frage, überlegt, wie es Moses gelangt, mehr als 1 Million Menschen und Tiere halbwegs geordnet durch die Wüste zu lotsen. 

In diesen Tagen steht die Stadtpolizei von Jerusalem vor dem Problem, wie sie es schaffen sollen, die präsidiale Wagenkolonne durch die Stadt zu dirigieren, ohne den gesamten Verkehr zum Erliegen zu bringen. 

60 (!) Autos sind heute mehrfach unterwegs, um den US-Präsidenten sicher von einem Ort zum anderen zu transportieren. Nachfolgend ein Beispiel. 400 m die am einfachsten zu sperren sind.



Kategorien:Aus aller Welt, Israel, Timeline

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