18. Tammus 5782
Terror I:
2006/2008 Ehud Goldwasser, geboren am 18. Juli 1975 in Naharija und Eldad Regev, geboren am 16. August 1980 in Kirjat Motzkin, wurden am 12. Juli 2006 von der Hisbollah an der Nordgrenze zwischen Israel und dem Libanon entführt.
Eine Gruppe von etwa 40 Hisbollah Terroristen überfiel zwei gepanzerte Fahrzeuge einer Grenzpatrouille. Drei der sieben Soldaten wurden dabei getötet, zwei weitere konnten sich verstecken und damit retten, Goldwasser und Regev wurden entführt und kurz darauf getötet.
Diese Entführung war mit der Anlass für den Beginn des Zweiten Libanonkrieges. Dieser dauerte vom 12. Juli bis zum 14. August 2006.
Die Entführung wurde von der UN Human Rights Watch als Geiselnahme und Kriegsverbrechen eingestuft. Dies galt auch für das Ziel, einen Gefangenenaustausch von Israel zu erzwingen.
Ende Juni 2008 gab die israelische Regierung bekannt, dass sie einem Austausch zustimmen würde. Zuvor hatte der damalige PM Ehud Olmert mitgeteilt, dass er nahezu sicher sei, die entführten Soldaten seien nicht mehr am Leben. Später wurde bekannt gegeben, dass sie bereits bei der Entführung ihren Schussverletzungen erlegen waren. Im Jahr 2011 hingegen behauptete der libanesische Gesundheitsminister, die beiden seien durch israelisches Bombardement ums Leben gekommen.
Nach aufwändigen Vorbereitungen wurden zwei Särge nach Rosh HaNikra gebracht. Die Identität der beiden Opfer konnte nur mehr mittels DNA-Proben festgestellt werden.
Im Gegenzug liess Israel drei Hisbollah Mitglieder, und übergab die Leichen von etwa 200 arabischen Soldaten, die im Libanon Krieg gefallen werden. Besonders kritisch betrachtet wurde die Freilassung von Samir Kuntar. Kuntar, ein libanesischer Druse, war verurteilter mehrfacher Mörder, Mitglied der Terrororganisation «Palästinensische Befreiungsfront» und der Hisbollah. 1979 ermordete er bei einem Überfall in Naharijah zwei Polizisten, sowie drei Zivilisten, darunter zwei Kinder im Alter von zwei und vier Jahren bestialisch. Dafür erhielt er eine vierfach lebenslange Gefängnisstrafe. Während seiner Haftstrafe absolvierte er ein Studium der Soziologie.
Um gegen die sterblichen Überreste der beiden IDF Soldaten ausgetauscht werden zu können, wurde er pro forma vom damaligen Staatspräsidenten Shimon Peres begnadigt.
Terror II:
Die Serie des palästinensischen Terrors reisst nicht ab. Heute in den frühen Morgenstunden wurde der 29-jährige Polizist Barak Meshulam aus Kfar Saba von einem Auto gerammt und dabei getötet.
Der Terrorist, ein 17 Jahre alter Palästinenser liess das gestohlene Auto am Tatort zurück und floh, konnte allerdings kurze Zeit später festgenommen werden. Er wird wegen Mordes angeklagt werden.
Protest:
Erstmals seit einem Jahr gab es wieder Proteste der «Crime minister» Bewegung. Die Demonstranten sammelten sich in Tel Aviv und zeigten Plakate, auf denen zu lesen stand «Für Demokratie, gegen Diktatur!». Während der Regierungszeit von MK Netanyahu hatten Mitglieder dieser Organisation Woche für Woche in der Balfour Strasse, aber auch an anderen Orten in Jerusalem und Tel Aviv demonstriert. Mit dem Regierungswechsel hatten die Proteste aufgehört.
Die wieder neu gestarteten Aktivitäten richteten sich seinerseits gegen eine mögliche Rückkehr von MK Netanyahu an die Regierungsspitze, aber auch gegen MK Itamar Ben-Gvir und MK Bezalel Smotrich.
Die diversen Poster zeigten die drei mit dem Untertitel «messianisch und korrupt», MK Netanyahu im Stil eines Cowboys mit dicker Zigarre, oder auch mit dem Slogan «Bibistan oder Israel».
Natürlich traten auch pro-Netanyahu Demonstranten an, auf deren Postern der altbekannte Slogan «It’s Bibi oder Tibi» stand, ein Satz, der suggerieren soll, dass die arabischen Parteien mehr Gewicht bekommen, wenn dem Likud der Wahlsieg nicht gelingt.
Sport und DNA:
In der Knochenmark Datenbank Ezer Mizion wurden bereits mehr als 1.1 Millionen potentielle Knochenmarkspender registriert.
Die Teilnehmer der Maccabiade wurden aufgefordert, sich dem völlig schmerzlosen Registrierungsverfahren zu unterziehen. Zur Registratur ist es ausreichend, eine Speichelprobe abzugeben.
Nach differenzierten und anonymisierten Untersuchungen werden die Daten in das Register eingetragen. Oftmals ist es die gemeinsame, bis dahin unbekannte DNA die Menschen miteinander verbindet, die Hilfe suchen und so erhalten können.
Das vor 24 Jahren gegründete Zentrum ist das grösste jüdische Zentrum dieser Art und das fünftgrösste weltweit. Tagtäglich gehen Transplantationsanfragen aus der ganzen Welt ein. Bis heute konnten schon 4.400 Menschen durch eine erfolgreiche Vermittlung gerettet werden
Kategorien:Aus aller Welt, Israel, Timeline
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