21. Tammus 5782
Geboren:
1913 wird in München Fritz Rosenthal, später bekannt unter dem Namen Shalom Ben-Chorin geboren.
Nach dem Besuch des Gymnasiums in München, welches er 1931 mit der Matura abschloss, studierte er an der Maximilians Universität Germanistik und vergleichende Religionswissenschaften. 1934 musste er das Studium auf Grund des «Arierparagrafen» abbrechen.
Bereits 1935 wanderte er nach Palästina aus. Dort heiratete er im gleichen Jahr Gabriella Rosenthal, 1913 bis 1975. Gabriella war Malerin, Karikaturistin und Autorin. Während ihr Ehemann sich hauptsächlich im christlich-jüdischen Dialog engagierte, fand sie ihr Arbeitsgebiet nach der Scheidung im Jahr 1943 als Zeichenlehrerin in arabischen und drusischen Dörfern.
1936 gründete er die Buchhandlung HaAtid, die Zukunft und schrieb für mehrere deutschsprachige Zeitungen in Deutschland, vor allem aber in Palästina.
Ihr gemeinsamer Sohn, Tovia Ben-Chorin wurde im Jahr 1936 in Jerusalem geboren. Er verstarb 2022 in St. Gallen.
1943, unmittelbar nach der Scheidung, heiratete Shalom Ben-Chorin seine zweite Frau Avital, 1923 bis 2017, dies somit nur 13 Jahre älter war als sein Sohn Tovia. Avital war 1936 von ihrem Geburtsort Eisenach nach Palästina geflohen.
Shalom und Avital Ben Chorin begleiteten einige israelische Jugenddelegationen nach Deutschland und legten damit den Grundstein für den deutsch-israelischen Jugendaustausch.
Die meisten seiner Bücher haben den jüdisch-christlichen Dialog zum Thema. Hatten sie vor 1945 noch starke erzählende Züge, so wurden seine Schriften später immer mehr theologisch geprägt. Ben-Chorin verstand sich auch als geistiger Nachfolger Martin Bubers. Er suchte und fand einen für ihn gangbaren Weg zwischen der Orthodoxie und dem säkularen Judentum im Reformjudentum. So war er Mitbegründer der Jerusalemer Reformgemeinde Har El.
Naturphänomene:
Sie sind eine alljährliche Plage. Pünktlich zur Ferienzeit überfallen Quallen die Strände des Mittelmeeres. Von ganz im Norden in der Region Triest, über die südliche Amalfi Küste, die Côte d’Azur über Griechenland, die Türkei bis ganz in das östliche Mittelmeer findet man derzeit dichte Quellenansammlungen.
Für die Badegäste, die gerade bei den herrschenden Temperaturen Abkühlung im Wasser suchen, zumindest ein Ärgernis. Auch wenn die Wassertemperaturen derzeit mit 30° an der israelischen Küste eher Badewannenwärme habe, ist das Wasser immerhin doch noch kühler, als die Lufttemperatur.
Quallen sind blind und stechen alles, was sich ihnen als Nahrung anzubieten scheint. Das Nervengift löst Nesselausschläge und Verbrennungen auf der menschlichen Haut aus.
Warum die Zahl der Quallen in diesem Jahr extrem hoch ist, scheint unter anderem mit der schnellen Wassererwärmung zu tun zu haben. Die Quallen treten früher auf, haben damit mehr Zeit, sich fortzupflanzen und daher auch mehr Zeit, länger in den Küstenregionen zu verbleiben. Neben der Klimaerwärmung ist es aber auch die Überfischung, die sie mit weniger natürlichen Feinden konfrontiert.
Die Quallen, die sich derzeit in der Region um Haifa tummeln, stammen teilweise aus dem Indischen Ozean und sind durch den Suez Kanal in das Mittelmeer gelangt. Im Jahr 2016 führten die Quallen zu einer Verstopfung der Schutzgitter beim Kraftwerk in Hadera, so dass dieses für einige Tage abgeschaltet werden musste, bis die Verunreinigungen durch die Tierkadaver wieder beseitigt, waren.
Das fliegende Auto:
Nein wir müssen uns nicht an das Flug-Auto von Fantomas erinnern, welches wir im Film bewundern konnten. Dieses eVTOL, das im Norden Israels getestet wurde, wird möglicherweise in absehbarer Zeit den Taxiverkehr in Gebieten mit chronisch verstopften Strassen revolutionieren.
Davon gehen jedenfalls die Erfinder und Konstrukteure dieses fliegenden Autos aus; eVTOL steht für «electrical vertical takeoff and landing». Es handelt sich um einen Zweisitzer, der derzeit eine Testphase durchlaufen muss, um dann für weitere Flüge zugelassen zu werden. Derzeit verbindet ihn noch eine Sicherheitskette mit seinem Standort auf dem Boden in der Nähe vom Kibbutz Megiddo.
Die «Air One», so der Name soll eine Reichweite von 177 km haben und eine Geschwindigkeit von 250 km/h erreichen, was ungefähr einer Flugzeit von 1 Stunde entspricht. Starts und Landungen sollen auf jedem Untergrund möglich sein.
Der erste Flugtest ist für Oktober geplant. Mit den ersten Auslieferungen wird im Jahr 2024 gerechnet.
Kategorien:Aus aller Welt, Israel, Timeline
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