28. Tammus 5782
Klima:
Während ganz Europa schon seit Tagen unter einer extremen Hitzewelle leidet, die uns eine Tropennacht nach der anderen beschert, blieben in Israel die Werte bisher im Normalbereich.
Doch nun hat die Hitzewelle auch Israel erreicht, der Höhepunkt wird am Donnerstag erwartet, die Hitze wird aber noch einige Tage andauern.
Das Gesundheitsministerium rät dringend, sich wenn möglich nicht der Sonne auszusetzen. Natürlich gilt dies besonders für ältere Menschen oder Personen mit entsprechenden Risiken. Die erwarteten Temperaturen werden heute zwischen 30° (Tel Aviv) und 40° (Eilat) und die Luftfeuchtigkeit wird zwischen 25 % (Eilat) und 79 % (Haifa) liegen. Morgen werden die Temperaturen nochmals um 2° bis 3° ansteigen.
Es wird erwartet, dass die Hitzewellen ab 2030 etwa 7 bis 10 Tagen dauern und Temperaturen bis zu 50° bringen werden.
Gleichzeitig wird die Zahl der Regentage bereits in den kommenden Jahren um 8 bis 13 Tage geringer werden.
Wahlkampf 2022:
Ayelet Shaked, die nach dem Ende der politischen Karriere vom ehemaligen PM Naftali Bennett den Vorsitz der Yamina Partei übernommen hatte, muss um ihren Einzug in die Knesset bangen. Ihre Partei läuft Gefahr, die Sperrklausel von 3.25 % nicht zu erreichen und deshalb keine Sitze im Parlament einnehmen zu können.
Derzeit laufen nun Verhandlungen mit Yoaz Hendel, dessen Partei «Der israelische Weg». Hendl hatte sich von der Blau-Weiss Partei abgespaltet und war der Partei von Gideon Sa’ar «Neue Hoffnung» beigetreten.
Die Verhandlungen laufen und werden in den kommenden Tagen abgeschlossen werden.
Medizin:
Die ersten 5.600 Dosen des Impfstoffes gegen die Affenpocken sind in Israel angekommen. Diese sind vorrangig für jene Personen reserviert, welche HIV-positiv sind oder prophylaktisch entsprechende Medikamente einnehmen. Ein weiteres Kriterium ist ein Geburtstermin nach 1980.
Das Gesundheitsministerium geht von zahlreichen bisher noch nicht diagnostizierten Fällen von Affenpocken in Israel aus und wird deshalb die Testcenter zügig ausbauen.
Bis 1980 wurden Pockenimpfungen noch als Standardimpfungen bei Kindern durchgeführt, man ist sicher, dass daher in den entsprechenden Jahrgängen noch ein ausreichender Schutz gegen die neue Krankheit besteht.
Auch aktuell an Syphilis, Chlamydien oder Gonorrhoe erkrankten Personen werden bei der Impfung bevorzugt.
Politik:
PM Yair Lapid und SKH Abdulla II haben sich heute in Aman getroffen. In einer Pressemitteilung wiederholte das Königshaus nahezu wörtlich den Text des Friedensabkommens von 1994. «Wir dringen darauf, ein politisches Klima zu schaffen, in dem ein gerechter, umfassender und andauernder Frieden möglich ist. Dies auf der Basis einer Zwei-Staaten-Lösung, in der die Palästinenser in umfassender Sicherheit und Stabilität mit der Chance auf eine positive Entwicklung leben können».
Eine solche Lösung, so Abdulla II, sei die notwendige Grundlage für einen andauernden Frieden zwischen Israelis und den Arabern.
Es war das erste persönliche Treffen mit PM Yair Lapid, dem im Laufe des Vormonats bereits einige Telefonate zwischen den Staatsoberhäuptern vorangegangen waren.
Diplomatie:
Russland hat nach tagelangen Verzögerungen endlich zugestimmt, dass eine israelische Delegation heute Abend nach Moskau fliegen darf. Ziel der Reise ist es, sich mit russischen Beamten zu treffen, um die drohende Schliessung der Jewish Agency im Land zu verhindern.
Die Jewish Agency ist jene halboffizielle Stelle, die Juden, die aus Russland nach Israel auswandern wollen, bei den Formalitäten behilflich ist und auch in den ersten Monaten in der neuen Heimat Unterstützung anbietet.
Vor allem seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine ist der Bedarf an Hilfe wieder stark angestiegen. Eine Schliessung würde die Ausreise nach Israel fast unmöglich machen.
Morgen wird das Bezirksgericht Moskau voraussichtlich eine Anhörung zu dem Fall abhalten.
Die Delegation sollte am Sonntag abreisen, aber die Behörden in Moskau verweigerten Berichten zufolge die Genehmigung. Die Reise der Delegation findet „auf Anweisung von Premierminister Yair Lapid und in Abstimmung mit den Behörden in Russland“ statt, heisst es in einer Erklärung der israelischen Regierung.
Durch die geplante Schliessung haben sich die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Staaten dramatisch verschlechtert.
Kategorien:Aus aller Welt, Israel, Timeline
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