Was geschah am 2. August?

6. Aw 5782

Antisemitismus:

1819 In zahlreichen Orten des Deutschen Bundes, aber auch in Dänemark und Frankreich begannen die«Hep-Hep-Krawalle». Mit diesen an die Signalrufe der Viehtreiber erinnernden Schreien begann die erste grossflächige Hetze gegen Juden seit dem Mittelalter.

Die Aktionen wurden nicht zentral organisiert und folgten der von Napoleon eingeleitenden Emanzipation der jüdischen Bevölkerung. Diese hatte zur Folge, dass sich Juden als Kaufleute und Handwerker in den Städten niederliessen, was von der einheimischen Bevölkerung nicht akzeptiert wurde.

Es gab eingeschlagene Fensterscheiben von Wohnungen und Geschäften. Hingegen wurde kaum über Plünderungen oder körperliche Gewalt gegen Juden berichtet. 

Zunächst unternahmen die Sicherheitsorgane nichts gegen die Unruhestifter, erst ab September traten sie energisch auf und versuchten, die Attacken auf die jüdische Bevölkerung zu stoppen. 

Durch die Unruhen kam es mancherorts zu einer Rücknahme der Gesetze, die die Emanzipation der Juden mit sich brachten. Erst in den 1860-iger Jahren wurde per Gesetz die völlige Gleichstellung der Juden in meisten deutschen Ländern festgeschrieben. 

Verkehrssicherheit:

Seit Beginn des Jahres 2022 sind bereits 192 Personen Opfer von tödlichen Verkehrsunfällen auf Israels Strassen geworden. Im vergangenen Jahr lag die Zahl bei 361 Personen. Die Kosten, die durch diese Unfälle entstehen, belaufen sich allein für den Staatshaushalt auf etwa € 5 Milliarden.  

Verkehrsministerin Merav Michaeli stellte nun einen 5-Jahres-Plan vor, der die Opferzahl halbieren soll. Eine der Massnahme ist die Installation von 4.000 Überwachungskameras an besonders neuralgischen Stellen. 

Die Kameras sollen dabei besonders Schwertransporter, Busse, Motorräder, sowie sehr junge Fahrzeuglenker und Fahrer aus dem arabischen Sektor beobachten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit kann beim Durchfahren von zwei Kamerapunkten erfasst und das Fahrzeug schneller aus dem Verkehr gezogen werden. 

Es ist wirklich zu wünschen, dass das Befahren von israelischen Strassen endlich sicherer wird!

Sicherheit für Frauen:

Nachdem es im Gefängnis von Gilboa, aus dem vor wenigen Monaten sechs palästinensische Gefangene ausbrechen konnten, wiederholt zu sexuellen Übergriffen auf Gefängniswärterinnen gekommen ist, ordnete Verteidigungsminister Benny Gantz an, Frauen grundsätzlich aus den für palästinensische Häftlinge vorgesehenen Strafanstalten abzuziehen.  

Um den Pflichtdienst bei Sicherheitshäftlingen zu absolvieren, bräuchte es umfassende Vorbereitungen und ein entsprechendes Training. Generell müsse überprüft werden, wie die Sicherheit der Mitarbeiterinnen unter diesen Bedingungen verbessert werden könnten. 

Eine der Soldatinnen bestätigte anonym in einem Interview, dass sie mehrfach von einem überführten und verurteilten Mörder vergewaltigt worden sei. Dieser Mann ist, wie alle anderen Insassen des Gilboa Gefängnisses, ein Palästinenser. Es ist unklar, warum diesem Mann besondere Begünstigungen durch die anderen Wärter eingeräumt wurden. Es war allgemein bekannt, dass er zu sexuellen Übergriffen neigte. Eine Tatsache, die allerdings nur zur Belustigung der männlichen Aufsichtspersonen führte.  «Ich habe mich wie ein Stück Dreck gefühlt.» sagte sie aus.

Laut Aussagen des Gefängnisleiters sei es sogar vorgekommen, dass die Soldatinnen den Palästinensern «zugeführt» worden sei. Er benutzte in dem Zusammenhang sogar den Begriff der Zuhälterei. 



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