13. Aw 5782
Wahlkampf 2022:
Der Likud, der sich selbst schon als den grossen Gewinner der kommenden Wahl sieht, dürfte heute eine parteiinterne Schlappe erlitten haben. Bis zum späten Nachmittag haben nur 31 % der 140.000 registrierten Parteimitglieder ihre Chance genutzt, über die Wahlliste abzustimmen.
MK Netanyahu hat trotzdem seine Aussage bekräftigt, dass der Likud unter seiner Führung einen «gewaltigen Sieg» erreichen wird.
Im Jahr 2019 hatten sich zum gleichen Zeitpunkt bereits 58 % der Wähler zu Stimmabgabe begeben. Um verspätete Wähler erreichen zu können, werden die Wahllokale jetzt bis 21 Uh geöffnet bleiben. Die Ergebnisse werden für morgen, Donnerstagvormittag erwartet.
Hochschulbildung:
2018/2022 Bereits im Jahr 2018 hatte das «Council for Higher Education» gemeinsam mit dem Finanz- und Gesundheitsministerium angeregt, keine ausländischen Medizinstudenten mehr an israelischen Hochschulen zuzulassen.
Der Grund für diese Anregung liegt darin, dass immer mehr junge Israelis, die Mediziner werden wollen, an ihren heimischen Universitäten nicht mehr angenommen werden, weil die Studienplätze für amerikanische und kanadische Studenten freigehalten werden. Die Studenten aus den Staaten kommen nach Israel, um ein vierjähriges Studium zu absolvieren, an dessen Ende das MD Zertifikat steht. Somit werden die letzten Studenten im Jahr 2026 graduiert werden.
Betroffen sind das Sackler Institut an der Universität Tel Aviv, die Ben-Gurion-Universität in Be’er Sheva und die Rappaport Fakultät am Technion in Haifa.
Seit dem Start des Programmes für ausländische Studenten haben allein in Tel Aviv 2.300 Studenten ihr Studium abgeschlossen, an der Medizinschule am Hadassah Hospital in Jerusalem waren es mehr als 1.000.
Die etwa 900 im Ausland studierenden zukünftigen Mediziner fehlen dem einheimischen Arbeitsmarkt.
Ausländische Studenten zahlen für die Ausbildung in Israel zwischen 40.000 und 50.000 US$, einheimische Studenten hingegen werden nur mit 13.000 Schekel belastet. Klar, dass ausländische Studenten sehr gerne gesehen sind!
Einwanderung:
2019/2022 Es ist immer noch nicht zu 100 % sicher, ob das Büro der Jewish Agency in Moskau geschlossen wird oder ob die Mitarbeiter weiterhin für Ausreisewillige als Hilfestellung zur Verfügung stehen werden.
Bisher haben im laufenden Jahr 31.066 Personen mit Hilfe der JA ihre Auswanderung nach Israel organisiert und durchgeführt. 12.175 von ihnen kamen ursprünglich aus der Ukraine, 18.891 aus Russland. Im Vergleichsjahr 2019 reisten 2.651 aus der Ukraine und 7.123 aus Russland ein.
Von den Einwanderern aus der Ukraine waren 63 % Frauen, bei den Russen war das Geschlechterverhältnis ausgeglichen.
Fussball WM Katar 2022:
Auf der Webseite der offiziellen Anbieter für Reisepackages und Tickets für die im Winter stattfindende Fussball WM gibt es nur einen Namen «Winterkill Hospitality». Der hinter dem Namen stehende Agent, offensichtlich ein Katari, ist der einzige von der FIFA autorisierte Agent für diese Angebote.
Auf der Seite «Asien und Mittlerer Osten» gibt es nur ein Land, das man auswählen kann. Es wird bezeichnet als «Palestinian Territory, Occupied».
«Es ist eine Schande, Katar wurde von allen FIFA Staaten ausgewählt. Es müsste gezwungen sein, auch alle Mitgliedstaaten zu benennen.» beklagte sich ein empörter Fan. Dass israelische Fans die Fusball WM besuchen dürfen, ist dem Verhandlungsgeschick von VM Benny Gantz und dem Minister für Kultur und Sport, Hili Tropper zu verdanken, die eine entsprechende Vereinbarung treffen konnten.
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