Was geschah am 16. August?

19. Aw 5782

Wahlkampf 2022:

Laut diverser Statistiken werden etwa 50 % aller optimistisch geschlossenen Ehen geschieden. Wie hoch die Zahl der vorzeitig wieder aufgelösten Verlobungen ist, ist nicht bekannt. 

Warum sollte es in der Politik anders sein als im echten Leben?

MK Itamar Ben Gvir, populistischer, extremistischer rechts-aussen Politiker, Vorsitzender von Otzma Yehudit, hat sich bereits wieder von seiner erst in der vergangenen Woche beschlossenen Wahlpartnerschaft mit MK Bezalel Smotrich, Religious Zionism verabschiedet. 

Er beschuldigte seinen ehemaligen Partner nie echte Absichten einer politischen Verpartnerung gehabt zu haben. «Ich habe alles getan, um Einheit zwischen uns zu erreichen. Bezalel hat jede Kooperation und jedes Zugeständnis abgelehnt. Deswegen erkläre ich heute Abend aus vollem Herzen: Otzma Yehudit, wird allein in die Wahlen gehen.»

Die letzten Umfragen haben ergeben, dass, sofern sie getrennt laufen, Otzma Yehudit acht Sitze erreichen könnte. Smotrich mit dem Religious Zionism käme auf nur fünf Sitze. 

Bis zum 15. September haben die beiden noch Zeit, sich zu überlegen, wie es mit ihrer on-off Beziehung weitergehen soll. 

Geschichte:

Im Zentralen Zionistischen Archiv in Jerusalem wurde knapp vor der jährlichen Sommerpause ein spannendes Schriftstück entdeckt. Geschrieben wurde es vor 120 Jahren von Prof. Sigmund Freud, dem Vater der Psychoanalyse, an Dr. Theodor Herzl, den Begründer des modernen Zionismus. 

Obwohl die beiden jahrelang in der gleichen Strasse in Wien gelebt hatten, haben sie sich nie persönlich getroffen. 

Der Brief ist handschriftlich und deshalb schwer entzifferbar abgefasst und beginnt mit den Worten «Hochgeschätzter Herr Doktor». Freud bezieht sich auf ein Gespräch mit dem Verleger der «Neuen Freien Presse» für die Herzl regelmässig schrieb. Diesen Verleger nennt er nicht beim Namen, sondern bezeichnet ihn nur als «M». Auf dessen Empfehlung hin liess Freud Herzl ein Exemplar seines 1900 erschienenen Werkes «Die Traumdeutung». Ob Herzl das Buch gelesen hat und wie seine Reaktion war, ist nicht bekannt. 

Herzl war in den Augen Freuds, wie er schrieb, ein Visionär. Auf dem sechsten Zionistenkongress, der im August 1903 in Basel stattfand, wurde auch der «Uganda Plan» als eine der Möglichkeiten einer jüdischen Staatsgründung in Afrika diskutiert. Der Plan wurde jedoch abgelehnt. Als unmittelbare Folge der Diskussionen wurde jedoch der erste Kibbutz, Degania I in Palästina am Kinneret gegründet. Es war der letzte Kongress an dem Herzl noch teilnehmen konnte. Er verstarb im Jahr 1904.

Am heurigen Kongress, der am 28. und 29. August in Basel stattfinden wird, ist auch die Teilnahme von Präsident Herzog geplant.

Operation Morgendämmerung:

Israelische Verteidigungsbeamte haben bestätigt, dass Israel für den Tod von fünf Minderjährigen verantwortlich ist, die am letzten Tag der jüngsten Konfrontation mit dem Palästinensischen Islamischen Jihad (PIJ) in diesem Monat getötet wurden.

Eine Untersuchung der IDF zu dem Vorfall, der sich am 7. August auf dem Al-Faluja-Friedhof östlich von Jabalya ereignete, ergab, dass die Minderjährigen durch einen israelischen Luftangriff getötet worden waren. 

Zu diesem bedauerlichen Ergebnis kamen verschiedene Quellen der IDF, nachdem jeder einzelne Angriff genauestens aufgezeichnet und anschliessend analysiert wird. Unmittelbar nach ihrem Tod sagten zunächst mehrere hochrangige Offiziere, die fünf seien höchstwahrscheinlich von einer fehlgezündeten Rakete des PIJ getötet worden.

Nach einem ähnlichen Vorfall im Flüchtlingslager Jabalya am Tag zuvor, bei dem acht Zivilisten getötet wurden, darunter auch Kinder, kam eine Untersuchung der IDF zu dem Schluss, dass dieser tatsächlich durch eine fehlgezündete Rakete des PIJ verursacht wurde. Seitens der IDF fanden zum fraglichen Zeitpunkt keine Angriffe statt,

Die Palästinenser hatten behauptet, die acht seien von Israel getötet worden, aber die Armee veröffentlichte schnell Beweise dafür, dass sie tatsächlich Opfer der PIJ waren.



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