5. Elul 5782
Archäologie:
Ein riesiger, nahezu komplett erhaltener Stosszahn eines Elefanten wurde in der Nähe des Kibbutz Revadim im Süden des Landes entdeckt. Nach einer ersten Untersuchung stellten die Archäologen fest, dass er sehr gut erhalten, aber recht zerbrechlich sei. Von der Ausgrabungsstelle aus soll er in ein Labor der israelischen Antiquitätenbehörde gebracht werden und nach einer entsprechenden Konservierung im Israel-Museum ausgestellt werden.
Mit einer Länge von mehr als zwei Metern übertrifft er den zweiten, dort bereits ausgestellten Stosszahn um mehr als einen halben Meter.
Wissenschaftler, die sich mit der prähistorischen Elefantenpopulation in Israel beschäftigen, gehen davon aus, dass sie zwischen 800.000 und 300.000 BCE das Gebiet bevölkerten und, verglichen mit den heutigen Elefanten, um ein Vielfaches grösser waren.
Ob es sich bei dem aufgefundenen Stosszahn, um den eines erlegten Elefanten handelt, oder ob er für die damals lebenden Menschen eine religiöse oder soziale Bedeutung hatte, wird nun versucht, aus dem Umfeld der Grabungsstelle herauszufinden.
Inklusion:
In Bethlehem wurde ein neues Boutique Hotel, das Maan lil-Hayat eröffnet. Es ist Teil des Projektes mit gleichem Namen, der übersetzt bedeutet «Gemeinsam leben». Die Gruppe gehört zu der 1964 in Frankreich gegründeten Dachorganisation «Die Arche», dies es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen mit besonderen Bedürfnissen, besonders im intellektuellen Bereich in den Arbeitsprozess zu integrieren.
Im neuen Hotel finden vor allem Mitarbeiter mit intellektuellen Einschränkungen Arbeit. Sie werden entsprechend ihren Fähigkeiten und Neigungen ausgebildet und eingesetzt. Sie sollen so eine klar erkennbare Position in der Gesellschaft bekommen, in der sie immer noch oft als Menschen zweiter Klasse behandelt und abgelehnt werden.
Das Hotel mit 12 Zimmern befindet sich in der Nähe der Geburtskirche in einem historischen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert. Bei der Restaurierung des Hauses wurde darauf geachtet, dass die Steinwände und farbenfrohen Originalkacheln erhalten wurden, so dass sich ein authentisches Bild eines typischen Hauses in der Region ergibt. Die für die Restaurierung notwendigen US$ 200.00 wurden mit Spendengeldern aus der Schweiz, Deutschland, Italien und Kanada finanziert.
40 Palästinenser arbeiten hier in allen Bereichen, von der Küche und den Service bis zur Hausreinigung und Zimmerpflege.
Fachliche Unterstützung erhält dieses Projekt von der italienischen Gruppe «Albergo Etico» ein ähnliches Projekt in Rom betreibt.
Diplomatie:
1972/2022 eine Einigung buchstäblich in letzter Minute erreichten die Bundesrepublik Bayern, der Freistaat Bayern und die Stadt München mit den Vertretern der Hinterbliebenen des Terroranschlages auf die israelische Olympiamannschaft.
Man einigte sich auf eine Zahlung in Höhe von € 28 Millionen.
Damit steht nun der Teilnahme der Hinterbliebenen an der Gedenkveranstaltung in München am kommenden Montag nichts mehr im Wege.
Der israelische Präsident Isaac Herzog wird sich bereits am Sonntag mit seiner Frau anlässlich eines Staatsbesuches in Deutschland einfinden. Am Montagnachmittag werden die beiden Staatspräsidenten mit ihren Ehefrauen nach München fliegen, um an der Feierlichkeit teilzunehmen. Präsident Frank Walter Steinmeier wird sich in seiner Rede für die Fehleinschätzung der im Vorfeld des Terroranschlages bekanntgewordenen Informationen und den damit verbundenen dramatischen Folgen entschuldigen.
Neben den finanziellen Leistungen soll auch eine deutsch-israelische Untersuchungskommission gebildet werden, die die damaligen Versäumnisse analysiert und der Öffentlichkeit zugänglich macht.
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