8. Elul 5782
Geschichte:
1999 verpflichteten sich Israel und die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) in Sharm el-Sheikh dazu, alle bisher getroffenen Abkommen seit 1993 einzuhalten und falls dies noch nicht geschehen sei, sofort umzusetzen.
Dazu hielten sie fest, dass
- Beide Seiten die Verhandlungen über einen dauerhaften Status sofort wieder aufnehmen werden.
- Die UNO-Resolutionen 242 und 338 des Sicherheitsrates müssen umgesetzt werden.
- Ein entsprechendes Rahmenabkommen soll innerhalb von fünf Monaten vorgelegt werden.
- Ein umfassendes Abkommen zu allen Themen das Dauerhaften Status. Wir innerhalb eines Jahres nach Aufnahme der Verhandlung vorgelegt.
- Die Verhandlungen werden nach der ersten Etappe der Gefangenenfreilassung und der zweiten Etappe der Truppenverlegungen spätestens am 13. September 1999 aufgenommen.
- Am 5. September 1999 werden 7 % der Truppen von Zone C in Zone B verlegt.
- Am 15. November 1999 werden 2 % von Zone B in Zone A und 3 % von Zone C in Zone B verlegt.
- Am 20. Januar 2000 wird 1 % von Zone C in Zone A und 5.1 % von Zone B in Zone A verlegt.
- Im Zusammenhang mit der Freilassung von palästinensischen Gefangenen wird ein gemeinsamer Ausschuss gebildet.
- Israel wird alle Palästinenser und sonstigen Gefangenen freilassen, die ihre Straftaten von dem 13. September 1993 verübt und vor dem 4. Mai 1994 verhaftet wurde. Der gemeinsame Ausschuss wird sich über die Namen einigen.
- Die erste Phase wird am 5. September 1999 mit Freilassung von 200 Gefangenen, die zweite am 8. Oktober 1999 mit weiteren 150 Gefangenen erfolgen.
- Weitere Namenslisten werden empfohlen werden.
- Israel wird anstreben, weitere palästinensischen Gefangene vor dem kommenden Ramadan [i.e. vor dem 8. Dezember 1999]
(…)
Unterschrieben wurde das Abkommen von PM Ehud Barak, Präs. Yassir Arafat, Präs. Hosni Mubarak, FM Madeleine Albright und H.R.H König Abduallh.
PS. Mit Ausnahme des Truppenabzuges wurde nichts umgesetzt.
Den vollständigen Text des Abkommens findet man hier.
IDF:
Der nächste Generalstabschef der IDF wurde heute von VM Benny Gantz ernannt. Herzl (Herzi) HaLeviwurde am 17. Dezember 1967 in Jerusalem geboren. Die Familie seiner Mutter lebt in der 14. Generation in Jerusalem und stammt aus der Familie des bekannten «Rav Kook» (1865 bis 1935), der der erste aschkenasische Oberrabbiner während der Britischen Mandatszeit in Palästina war. Er gilt als einer der Gründerväter des religiösen Zionismus. De Familie seines Vaters stammt aus Russland.
HaLevi machte seinen BA in Philosophie und Management an der Hebrew University und hält ein MA von der National Defense University in Washington.
Seit 1985 diente er bei der IDF. Zunächst machte er ein Praktikum bei der Fallschirmspringer Brigade. Nachdem er die Offiziersausbildung abgeschlossen hatte, kehrte er zu seiner alten Brigade zurück. In der Eliteeinheit Sayeret Matkal wurde er während der zweiten Intifada Kompaniechef. Später wurde Kommandant der 35. Fallschirmspringerbrigade und der 91. Division, die vor allem im Norden an der Grenze zu Syrien und dem Libanon agiert.
2014 wurde er zum Leiter des militärischen Geheimdienstes ernannt, 2015 wurde er zum Generalmajor ernannt.
Im Juni 2018 übernahm er die Position des Kommandanten im Süden des Landes mit Schwerpunkt der Aktivitäten rund um den Gaza Streifen.
Seit dem 11 Juli 2021 hatte er die Position des stellvertretenden Generalstabschefs inne.
Nach seiner heutigen Ernennung wird er die Position im Januar unmittelbar nach dem Ende der Amtszeit des derzeitigen IDF-Chefs, Aviv Kohavi, übernehmen. Er ist damit der erste orthodoxe Generalstabschef der IDF.
Seiner Ernennung war ein heftiger Disput vorangegangen, ob die derzeitige geschäftsführende Regierung den neuen IDF-Chef noch würde ernennen dürfen, oder nicht. Während sich die Opposition heftig dagegen aussprach, entschied Generalstaatsanwältin Gali Baharav-Miara, dass sie einer Ernennung zum derzeitigen Zeitpunkt zustimmen werde.
Bezugnehmend auf seine beiden Studienfächer Philosophie und Management sagt er einmal. «Mir hat man immer wieder gesagt, dass Management für das praktische Leben gedacht ist und Philosophie dem Geist dient. Während der Jahre habe ich aber herausgefunden, dass genau das Gegenteil zutreffend ist. Ich habe die Philosophie immer als praktischen Nutzen empfunden und angewendet.»
Viel Erfolg!
Medizin:
Save a Child’s Heart ist eine israelische Organisation, die Kinder aus bisher 64 Ländern in Israel behandelt, die an der Rheumatischen Herzkrankheit leiden. Bei dieser Erkrankung werden die Herzklappen nach einer unzureichend oder nicht behandelten Streptokokken Infektion nachhaltig geschädigt. Dies kann angeboren sein, oder sich auch nach Scharlach oder einer einfachen Halsentzündung entwickeln.
Die Zentrale der Organisation befindet sich in Holon im neuen «International Pediatric Cardiac Center» und dem «Sylan Adams Children’s Hospital. 9.500 Kinder wurden bisher untersucht, 6.000 wurden behandelt und geheilt.
Seit einigen Tagen ist Phylis, ein sechs Jahre alten Mädchen aus Sambia gemeinsam mit ihrer Mutter in der Klink. Bei ihr wurde die Krankheit vor einigen Jahren diagnostiziert. Sie litt unter immer wieder plötzlich auftretenden Ohnmachtsanfällen und einer Blaufärbung ihrer Finger und Lippen. Ein Zeichen, dass etwas mit ihrem Herzen nicht stimmte. Die nachfolgenden Untersuchungen ergaben, dass die Klappe zwischen den Herzkammern nicht richtig funktionierten und sie dringend eine lebensrettende Operation brauchte.
Mittlerweile hat sie die Operation bereits gut überstanden und darf sich nun in der Klinik erholen. Damit es ihr nicht langweilig wird, chattet sie jeden Tag mit ihren Freunden daheim, die sie sehnsüchtig erwarten. Immerhin hat auch im Sambia mittlerweile die Schule begonnen und Phylis sollte in der ersten Klasse eingeschult werden.
Dr. Lior Sasson ist überzeugt, dass die Kleine nach einer völligen Erholungsphase mit ihrem jetzt gesunden Herzen ein langes und gesundes Leben vor sich hat.
Kategorien:Aus aller Welt, Timeline
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