11. Tishri 5783
Geschichte:
1973 beginnt mit dem Überfall von Syrien und Ägypten auf die Golanhöhen, resp. den Suezkanal, der Yom Kippur Krieg, der vom 6. bis zum 25. Oktober andauerte.
Beide Gebiete waren sechs Jahre vorher im Zuge des Sechstagekrieges von Israel erobert worden. Der Angriff traf die Israelis zunächst unvorbereitet während der Gebete zum höchsten jüdischen Feiertag. Da traditionell der gesamte private Verkehr während des Feiertages ruht, gab es keine Behinderung für die schnell einsetzenden Militärtransporte. Bereits am Tag nach dem erfolgten Angriff waren die ersten Divisionen vor Ort einsatzbereit.
Zunächst gelang es der israelischen Armee jedoch nicht, massgebliche Erfolge zu erringen. Die syrische Armee im Norden musste sich jedoch bereits am 10. Oktober geschlagen geben und ihre Panzer und Geschütze zurücklassen. Sie wurden bis auf 32 km vor Damaskus zurückgedrängt, Damaskus wurde bombardiert, es gab bedauerlicherweise viele syrische Zivilopfer.
Am Sinai gelang es am 16. Oktober, Teile der ägyptischen Armee einzukesseln und sich bis auf 120 km an Kairo zu nähern.
Nachdem die damalige PM Golda Meir gemeinsam mit dem Generalstab unter Mosche Dajan den Einsatz von Atomwaffen ins Auge gefasst hatte, beendeten der US-Präsident Richard Nixon und sein Aussenminister Henry Kissinger ihr Waffenembargo gegen Israel und belieferten Israel mit ausreichendem Kampfmaterial.
Am 22. Oktober wurden beide Kampfparteien auf Druck der USA von der UNO aufgefordert, die Kampfhandlungen einzustellen. Beim Eintreten des Waffenstillstandes war die syrische, ebenso wie weite Teile der ägyptischen Armee vernichtet.
Die USA befürchtete, dass sich Russland auf Seite von Ägypten einmischen würde, und riefen die höchste Alarmstufe aus. Dies führte zur Mobilmachung der Atomstreitkräfte in den USA. Die amerikanischen Truppen in Deutschland begannen mit der Absicherung der Grenzanlagen zwischen Deutschland und der DDR, sowie der ČSSR.
Die hohen Verluste auf Seiten Israels mit über 2600 Toten und mehr als 7500 Verletzten stellte trotz des Sieges den bisher verlustreichsten Krieg dar, was in der Folge die PM Golda Meir im Sommer 1974 zum Rücktritt zwang.
Für Ägypten war der verlorene Krieg ein politischer Gewinn, der zeigte, dass Ägypten ein ernst zu nehmender Gegner war. 1977 traf sich der ägyptische Präsident Anwar as-Sadat mit seinem israelischen Kollegen, Menachem Begin. 1979 unterzeichneten beide den Friedensvertrag zwischen den zwei Staaten.
Jüdischer Mob gegen arabische Zivilisten:
Traditionell sind die Strassen in Israel während Yom Kippur nahezu frei von zivilem Autoverkehr. Es gibt kein entsprechendes Gesetz, aber es ist während der Jahre Usus geworden, dass die Strassen für die Zeit des Feiertages von Kindern als «Spielstrassen» genutzt werden. Das gilt für die kleinsten Strassen in Dörfern bis hin zur einzigen Autobahn.
In Bat Yam, einer Stadt südlich von Tel Aviv griff ein jüdischer Mob einen PKW an, der mit fünf Personen besetzt war. Bei den Fahrzeuginsassen handelte es sich um im Süden des Landes lebende Araber. Das Fahrzeug wurde umgeworfen, die darinsitzenden Personen wurden von den Angreifern aus dem Auto gezerrt. Drei von ihnen wurden verletzt und zur Behandlung ins Spital eingeliefert. Zwei konnten unverletzt fliehen.
Gegenüber der Zeitung «Walla» behauptete einer der Angreifer, die Araber seien in die Stadt gekommen, um während des Feiertages für Unruhe zu sorgen. An einer anderen Stelle in der Stadt wurde ein weiteres, ebenfalls Arabern gehörendes Fahrzeug umgeworfen Dabei entstand kein Personenschaden.
In Bat Yam kommt es immer wieder zu Angriffen von Juden gegenüber der friedlichen arabischen Bevölkerung.
Terror gegen jüdische Einrichtungen:
Kurz vor Ende des gestrigen Feiertages kam es zu einem Anschlag auf die Synagoge von Hannover.
Ein Fenster im Bereich der Frauenempore wurde mit einem Gegenstand eingeschlagen. Der Gegenstand selbst muss beim Aufprall auf das Glas abgeprallt sein, er wurde nicht aufgefunden.
Zum Zeitpunkt des Anschlages befanden sich zwischen 150 und 200 Personen in der Synagoge. Der Angreifer muss den das Gelände umgebenden Zaun überwunden haben, um nahe an das Gebäude heranzukommen. Bei der Synagoge in Hannover sind weitere Sicherheitseinrichtungen geplant. Mit dem Bau und der Einrichtung wird in naher Zukunft begonnen werden.
Und das drei Jahre nach dem tödlichen Anschlag auf die Synagoge in Halle, es ist einfach nur mehr bedenklich!
Und das erst drei Jahre nach dem mörderischen Angriff auf die Synagoge in Halle. Einfach nur mehr peinlich!
Kategorien:Aus aller Welt, Timeline
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