2. Cheschwan 5783
Geschichte:
1978 erhielten der israelische PM Menachem Begin gemeinsam mit seinem ägyptischen Kollegen Anwar as-Sadat den Friedensnobelpreis für ihre gemeinsamen Bemühungen um einen israelisch-ägyptischen Friedensvertrag. Vorhergegangen waren die Verhandlungen von Camp David, die auf Einladung des damaligen US-Präsidenten Jimmy Carter vom 5. bis 17. September 1978 stattfanden.
Ziel der Verhandlungen war es, für den Gazastreifen und das Westjordanland eine fünf-jährige Autonomiephase einzuleiten, der weitere Verhandlungen über den Rechtsstatus folgenden sollten. Mit der Unterschrift der Verträge verpflichtete sich Israel «die legitimen Rechte des palästinensischen Volkes» anzuerkennen.
In Bezug auf die Beziehungen zwischen Israel und Ägypten wurde die gegenseitige Anerkennung, die Gründung diplomatischer Beziehungen und der freie Warenhandel zwischen den Staaten vereinbart.
Nach der einstimmigen Zustimmung durch die Knesset folgte im März 1979 der Friedensvertrag.
Die Zukunft Israels:
Man kann es schon nicht mehr als Teil des Wahlkampfs bezeichnen, sondern muss es als Menetekel verstehen, dass deutlich an der Wand steht. Gelingt es MK Netanyahu eine Koalition mit mindestens 61 Politikern zu schmieden, so läuft Israel Gefahr, ein extrem nationalistischer, rassistischer Staat zu werden.
David Horowitz beschreibt in der ToI das dunkle Szenario, das unweigerlich auf Israel zukommt, falls, was Gott verhüten möge, MK Netanyahu nach der Wahl eine Koalition bilden kann. Horowitz schreibt, dass dann MK Itamar Ben-Gvir und MK Bezalel Smotrich Ministerposten erhalten werden. Sie würden fundamentale Prinzipien und wesentliche Leistungen rückgängig machen und den Staat Israel von innen schwächen.
Zwölf Jahre hätte Netanyahu als PM «relativ umsichtig den Staat geführt». Jetzt jedoch, knapp vor der Wahl am kommenden Dienstag hat er nur mehr zwei Pläne. Einerseits wieder zurück auf den Sessel des PM zu gelangen und dann als Folge davon, die gegen ihn laufenden Gerichtsverfahren zu beenden. Um das zu erreichen, braucht er unbedingt die Unterstützung der radikal-extremen-nationalistischen Politiker und ihrer Anhänger. Deren erklärtes Ziel wiederum ist es, die demokratischen Strukturen Israels zu zerstören und einen Apartheidstaat aufzubauen.
Antisemitismus I:
Der für seine antisemitischen und rassistischen Ausfälle und Auftritte bekannte US-amerikanische Rapper Kanye West, 45, betätigte sich neben seinen musikalischen Erfolgen auch als Modedesigner.
Die wahrscheinlich grössten Partner, Adidas und Balenciaga, haben sich vor wenigen Tagen, wenn auch mit deutlicher Verspätung und erst nach der Aufforderung durch den Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster, von ihm getrennt. «Die jüngsten Äusserungen und Handlungen von Kanye West verstossen gegen die Werte des Unternehmens wie Vielfalt und Inklusion, gegenseitigen Respekt und Fairness», heisst es in einer Mitteilung von Adidas. Das Unternehmen dulde keinen Antisemitismus und keine andere Art von Hassrede.
Gestern hat sich der Rapper eine weitere harsche Absage geholt. Er tauchte unangemeldet am Hauptsitz des bekannten Schuhproduzenten «Sketchers» in Los Angeles auf. Nach einem kurzen Gespräch wurde er, samt seinen Begleitern vor die Türe gesetzt. «Sketchers» gehört der jüdischen Familie Greenberg. Ob er sich dieser Tatsache bewusst war ist nicht bekannt. «Sketchers zieht eine Zusammenarbeit mit West nicht in Betracht. Wir verurteilen seine jüngsten spalterischen Aussagen und dulden weder Antisemitismus noch irgendeine andere Form von Hassreden.»
Antisemitismus II
Die 20 Jahre alte Armita Abbasi nahm wahrscheinlich um den 10 Oktober an einer Frauenrechtsdemonstration in Karaji (Karadsch) im nördlichen Iran teil. Dass sie Jüdin ist, war klar am Magen David erkennbar, den sie offen trug und der auf den von ihr veröffentlichten Fotos erkennbar ist.
Was dann genau geschah, ist nicht nachvollziehbar. Offensichtlich wurde sie im Zuge der Demonstration von der iranischen Sittenpolizei festgenommen und verblieb bis zum 18. Oktober an einem unbekannten Ort in Haft. Während dieser Zeit wurde sie misshandelt und mehrfach auf das Grausamste vergewaltigt.
Am 18. Oktober wurde sie in das Ali Karaji Hospital gebracht, wo sie von Gynäkologen, Internisten, Allgemeinmedizinern und weiteren Fachärzten untersucht wurde. Den Ärzten war es nicht gestattet, eine Stellungnahme zu den Verletzungen abzugeben. Stattdessen mussten sie zu Protokoll geben, dass die offensichtlichen Vergewaltigungen bereits vor der Festnahme erfolgt seien.
Den Eltern wurde gestattet, ihre Tochter zu sehen, allerdings nur unter der Bedingung, dass sie in einer Life ausgestrahlten TV-Sendung aussagen sollten, sie hätten ihre Tochter selbst auf Grund einer stark blutenden Diarrhoe ins Krankenhaus gebracht. Die Eltern verweigerten dies und durften ihre Tochter nicht besuchen.
Noch in der darauffolgenden Nacht sei die junge Frau wieder aus der Klink entführt worden. Über ihren Aufenthaltsort und ihren Gesundheitszustand ist seither nichts bekannt.
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