5. Cheschwan 5783
UN-Generalversammlung:
Ob Israel tatsächlich über Atomwaffen verfügt oder nicht, wurde bis heute nie geklärt. Israel jedenfalls hat den Besitz nie zugegeben. Israel hat aber auch nie mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht.
Im Juni dieses Jahres wurde von der internationalen Atomwaffenbehörde wieder einmal eine Statistikvorgelegt, die folgende Daten bekannt gibt: Russland verfügt über 5.977 nukleare Sprengköpfe, die USA über 5.428. Weit abgeschlagen folgen China mit 350, Frankreich mit 290, Grossbritannien mit 225, Pakistan mit 165 und Indien mit 160. Israel mit 90 und Nordkorea mit 20 nuklearen Sprengköpfen bilden die Schlusslichter. Die fünf erstgenannten Staaten sind «offizielle «Besitzer von Atomwaffen, die letzten vier hingegen sind «de facto» Besitzer der verheerenden Waffe.
Die fünf offiziellen Atommächte sind ständige Vertreter im Weltsicherheitsrat. Im Januar haben sie in einer gemeinsamen Erklärung darauf gedrängt, dass es keine weiteren Atomstaaten mehr geben darf, denn «Ein Atomkrieg kann nicht gewonnen werden und darf nie geführt werden.»
Dem 1970 in Kraft getretenen Atomwaffensperrvertrag, in dem sich die Atommächte zur Abrüstung verpflichtet haben, traten 191 Staaten bei. Israel, Indien und Pakistan verweigerten die Unterschrift.
Dass der Iran, der hier nirgendwo genannt wird, die Forschung zur Herstellung der Atomwaffen aggressiv vorantreibt, ist kein Geheimnis. Ebenso wenig, wie das erste und vielleicht einzige Ziel des dieser tödlichen Waffen Israel sein wird, der verhasste Feind der islamische Republik Iran.
Bei der Abstimmung über «das Risiko der nuklearen Aufrüstung im Nahen Osten» am vergangenen Freitag stimmten 152 Staaten dafür, dass Israel seine Atomwaffen, von denen niemand weiss, ob es sie überhaupt gibt, zerstören müsse. Gleichzeitig müsse Israel seine atomaren Rüstungsfabriken unter die Aufsicht der IAEA stellen.
Fünf Staaten lehnten den Antrag der Generalversammlung ab: Kanada, Mikronesien, Palau, die USA und Israel.
24 Staaten enthielten sich der Stimme. Albanien, Australien, Belgien, Kamerun, Elfenbeinküste, Kroatien, Tschechien, Dänemark, Estland, Frankreich, Georgia, Deutschland, Ungarn, Indien, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Monaco, Niederlande, Papua-Neuguinea, Polen, Rumänien, Grossbritannien.
12 EU-Länder fehlen hier, sie haben für den Antrag gestimmt, ebenso wie die Schweiz, die leider immer wieder gegen Israel abstimmt.
Wie immer war die UN blind auf mindestens einem Auge. Israel wurde wieder abgewatscht, der Iran blieb unerwähnt.
Wer Wind sät wird Sturm ernten
Gestern Abend kam es zu einem Anschlag auf das Haus von MK Itamar Ben-Gvir in Kiryat Arba in der unmittelbaren Nachbarschaft von Hebron.
Dieser beschuldigte sofort Transportministerin Merav Michaeli, durch ihre klaren Worte anlässlich einer Gedenkveranstaltung für den 1995 ermordeten PM Jitzchak Rabin, s’’l, diesen Anschlag auf ihn ausgelöst zu haben.
«Manchmal habe ich das Gefühl, die Linken werden nicht eher Ruhe geben, bis mir etwas passiert ist. Gestern gab es einen Anschlag, sie haben auf mein Haus geschossen, wir haben die Kugeln pfeifen gehört. Sie werden erst dann zufrieden sein, wenn ich tot bin. Seit Wochen wurden die Sicherheitskräfte um mich herum verstärkt. Meine Frau und meine Kinder erhielten entsprechende Nachrichten und Bilder.»
Das allerdings ist für israelische Politiker nichts Neues. Im April dieses Jahres wurde sowohl der Sohn, als auch die Ehefrau des damaligen PM Naftali Bennett Opfer von Todesdrohungen. Verantwortlich für die Briefe war Ilana Sporta Hania, eine aktive Unterstützerin von MK Benjamin Netanyahu.
Beim Anschlag am Samstagabend wurde der 50 Jahren alte Ronen Hanania getötet. Sein Sohn, der 10 Jahre alte Paramedic Ofer Ohana und ein 37 Jahre alter Palästinenser wurden verletzt und zur Behandlung in ein Krankenhaus evakuiert. Vater und Sohn waren nach dem Ende vom Shabbat unterwegs, um einzukaufen. Als sie zu ihrem Auto zurückkehrten, eröffneten der Terrorist das Feuer auf sie.
Der Terrorist, Muhammed Kamel al-Jaabari wurden von einem Soldaten, der nicht im Dienst war, neutralisiert. Er war Mitglied der al-Qassam Brigaden, die der Hamas zugeordnet werden.
MK Itamar Ben-Gvir sagte heute Vormittag, er sei auf dem Weg zu einer Party in Jerusalem gewesen, als die Sicherheitsbeamten ihm mitteilten, dass es eine Schiesserei gegen sein Haus gäbe. Sie seien aufgefordert worden, das Haus nicht zu verlassen. «Ich weiss, dass sie auf ein Auto geschossen haben, das wie meines aussieht. Ob sie dies mit Absicht getan haben, oder nicht. Das Leben hier gleicht einer Anarchie.»
Inwieweit der Anschlag tatsächlich gegen den Politiker gerichtet war, werden die Untersuchungen zeigen.
Kategorien:Aus aller Welt, Timeline
Hinterlasse einen Kommentar