Was geschah am 4. und 5. November?

11. Cheschwan 5783

Terror:

1995 wurde in Tel Aviv der damalige PM Jitzchak Rabin, s’’l, von einem rechtsextremen Terroristen Jigal Amir erschossen. Mehr zu diesem Thema siehe 1. März.

Geboren:

1921 wird in Berlin Margot Friedländer geboren. Nachdem die Ehe ihrer Eltern geschieden worden war, versuchte ihre Mutter mehrfach mit ihr und dem jüngeren Bruder auszuwandern, jedoch verweigerten die USA 1938 die Einreise. 

Ihr Bruder Ralph wurde am 20. Januar 1943 bei einem Fluchtversuch von der Gestapo verhaftet. Der Mutter gelang es noch, die persönlichen Dokumente der Familie bei Nachbarn zu deponieren, bevor sie sich der Polizei stellte. Beide wurden im KZ Auschwitz ermordet. 

Margot verwandelte ihr Erscheinungsbild und überlebte den Krieg in verschiedenen Verstecken. Sie liess sich sogar die Nase operieren, um nicht dem Vorurteil behafteten Bild einer Jüdin zu entsprechen.

Trotzdem wurde sie 1944 festgenommen und nach Theresienstadt deportiert. Dort traf sie ihren alten Freund und zukünftigen Ehemann wieder. 1946 wanderten beide nach New York aus.

Nach dem Tod ihres Mannes gab sie ihren Beruf auf und begann über ihre Erfahrungen während der Shoa zu scheiben. Sie tritt heute noch als Zeitzeugin auf.

UNO-Fehlentscheid:

Rahel Ovadia, 84, wurde im September nur weniger Meter von ihrem Haus in Holon von einem Palästinenser mit einer Eisenstange erschlagen

Sarsour, ihr Mörder, wurde kurz drauf tot in einem verlassenen Gebäude aufgefunden, nachdem er Selbstmord begangen hatte.

Während das israelische nationale Versicherungsinstitut Rahel Ovadia als Terroropfer anerkennt, lehnt die UNO diese Anerkennung ab. Der israelische Botschafter bei der UNO, Gilad Erdan wandte sich nun mit einem offiziellen Scheiben an den UNO- Generalsekretär António Guterres. Der lehnt die Anerkennung nach wie vor ab. Bevor die UNO-Mitarbeiter eine offizielle Stellungnahme abgeben, wollen sie den Fall erst mit der palästinensischen Seite diskutieren. 

Dies ist eine völlig unqualifizierte Haltung gegenüber den Opfern des palästinensischen Terrors. 

Gleichberechtigung:

Nicht nur, dass die neue Regierung in Israel eine nationalistisch – extremistisch rechtsgerichtete mit ultra-orthodoxen appendices sein wird, nein, es wird auch eine sein, in der Frauen fehlen. 

Von den 120 Sitzen der Knesset werden nur acht Frauen auf den Regierungsplätzen sitzen. Ein Bild, das im Jahr 2022 nicht mehr so sein dürfte. 

Der Grund für diese dramatische Unterbesetzung liegt in der frauenfeindlichen Haltung der ultra-orthodoxen und rechts-extremen Parteien. Nicht nur, dass sie keine Frauen auf den erfolgversprechenden Plätzen der Wahllisten gesetzt hatten, sie verhalten sich auch offen diskriminierend gegen sie. 

In der noch geschäftsführenden Regierung gibt es 24 Frauen, sieben von ihnen mit einem Ministerposten und ein, bzw. später mit dem Amt des Parteivorsitzenden ausgestattet. 

Auch was die traditionell selbstverständliche Gleichberechtigung in Israel angeht, kommen traurige Zeiten auf das Land zu!



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