21. Kislev 5783
Religiöse Gleichberechtigung:
Erstmals legten in den vergangenen Wochen 17 orthodoxe Frauen eine staatlich anerkannte Prüfung zum «Jüdischen Recht» ab. Diese Prüfung gilt als ein Schritt in Richtung vermehrter Anerkennung von weiblichen Religionswissenschaftlerinnen. Welche konkreten Auswirkungen dies allerdings hat, ist noch völlig offen.
Die Prüfungen glichen denen, die vom Oberrabbinat für Männer, die das Rabbineramt anstreben, ausgegeben werden.
Bis auf die Frauen, bei denen die Ergebnisse noch ausstehen, haben alle die Prüfungen bestanden. Sie wurden weitgehend vorbereitet von Rabbanit Devorah Evron, der Direktorin des «Ohr Torah Stone Susi Bradfield Women’s Institute of Halakhic Leadership». Angeregt worden waren die Prüfungen durch eine Petition beim Obergericht. Der Hintergrund der Petition war, dass Frauen, die durchaus für bestimmte Regierungsstellen in Frage kommen, mit dem Zertifikat auf eine erleichterte Anstellung und eine bessere Bezahlung hoffen dürfen.
Ob sie allerdings tatsächlich die Voraussetzungen erfüllen, muss erst noch geklärt werden, da die Prüfungen in einigen Punkten von denen der zukünftigen Rabbiner leicht abweichen. Die Frauen wollen nun einen Gerichtsentscheid erzwingen, der die Gleichstellung sicherstellt.
Terror der Hamas:
Die IDF hat Fotos veröffentlicht, die zeigen, dass in Gaza schon wieder Raketenabschussbasen in unmittelbarer Nähe von Schulen errichtet worden sind.
Die Bekanntgabe mit Satellitenbildern erfolgte sowohl auf Hebräisch als auch auf Arabisch. Zu sehen sind drei Schulen, die von insgesamt mehr als 1.000 Schülern besucht werden. Zwei der Grundstücke gehören der Hamas, ein drittes wird als Bunker durch die UNRWA genutzt.
Der Direktor der UNRWA war entsprechend Informationen, die der IDF zugespielt worden, vor der letzten Operation in Gaza im Mai 21 in intensivem Kontakt mit der Hamas.
Junge Wissenschaftler:
Erstmals nahm ein Team von sechs Jugendlichen an der «Internationalen Olympiade für Junge Wissenschaftler» teil. Diese regelmässige Veranstaltung wurde in diesem Jahr in Bogota durchgeführt.
203 Teilnehmer aus 39 Staaten waren vertreten und mussten ihr Wissen in den Bereichen: Chemie, Physik und Biologie unter Beweis stellen. Trainiert wurde die Gruppe von vier jungen Männern und zwei jungen Damen an der Universität Tel Aviv.
Der Wettbewerb dauerte 10 Tage und musste in allen drei Bereichen, theoretisch, praktisch und schriftlich absolviert werden.
Das junge Team brachte vier Silber- und zwei Bronzemedaillen mit nach Hause.
Herzlichen Glückwunsch!
Die Frühgeschichte der Menschheit:
Lange bevor der Homo sapiens auf der Erde auftauchte und seine grosse Wanderung quer durch die Kontinente nachweisbar wurde, haben seine Vorfahren schon das Meer befahren.
So mehren sich die Anzeichen, dass die vielen kleinen Inseln in der Ägäis, inklusive der heute so beliebten Inseln Mykonos, Kreta und Santorin, von ihnen besiedelt wurden.
Der niedrige Wasserstand während der Eiszeiten hat es teilweise möglich gemacht, über Landbrücken auf die Inseln zu gelangen. Einige der Inseln konnten aber dennoch nicht trockenen Fusses erreicht werden. Jedoch zeigen Funde auf den Inseln, dass es bereits eine Besiedlung aus der Zeit der Hominiden gab.
Auch von Asien aus konnten sie über die Beringstrasse bequem nach Amerika gelangen. Sie ist etwa 85 km lang und hat selbst heute nur eine durchschnittliche Wassertiefe von 30 bis 50 m. Diese Landverbindung bestand bis zum Ende der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren.
Weihnachten in Bethlehem:
Nach einer zweijährigen Corona bedingten Pause freuen sich Geschäftsleute, Hoteliers und Restaurantbesitzer in Bethlehem gleichermassen auf ein hoffentlich lebhaftes Weihnachtsgeschäft.
Vor der Geburtskirche steht schon der grosse Weihnachtsbaum, auf dem Krippenplatz, dem zentralen Ort in der Stadt, haben sich schon zahlreiche Verkaufsstände die besten Plätze gesichert. Da wird alles angeboten, was das Touristenherz erfreut.
Obwohl im vergangenen Jahr wieder zahlreiche Kämpfe zwischen Palästinensern und der IDF stattgefunden haben, ist der Zustrom von Touristen schon jetzt, zehn Tage vor Weihnachten, gross. Die Hotels sind ausgebucht. Vor jedem Gebäude, das einen guten Fotohintergrund garantiert, werden Selfies gemacht. Die gewerblichen Krippenbauer können gar nicht so schnell produzieren, wie die Figuren «Made in Palestine» aus heimischem Olivenholz den Besitzer wechseln.
Für die kommenden Wochen werden 120.00 Besucher erwartet, noch nicht ganz so viele wie im Jahr 2019, als 150.000 die Feiertage hier verbrachten.
Kategorien:Aus aller Welt, Timeline
Die Große Mutter
Erich Neumann: Patmos Verlag GmbH
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