Was geschah am 22. Dezember?

28. Kislev 5783

Geboren:

1872 wurde in Krakau Chaja Rubinstein, später Helena Rubinstein, geboren. 1894 übersiedelte sich nach Wien und wanderte 1896 nach Australien aus. 

Ihre Mutter hatte ihr einige Tiegel einer pflegenden Gesichtscreme mitgegeben, die sie jedoch an Farmersfrauen weitergab. Ihrer ersten Geschäftsidee folgend, importierte sie diese Kosmetika und begann sie zu verkaufen. Bald war sie nicht mehr zufrieden damit, experimentierte selbst und stellte ihre ersten eigenen Produkte her. Auf Basis von Lanolin, Sesam und Mineralöl kreierte sie ein Produkt mit dem klingenden Namen «Valaze» (Geschenk des Himmels).

Diese Produktreihe und kosmetische Behandlungen bot sie ab 1902 im ersten Schönheitssalon auf dem australischen Kontinent an. 

Anlässlich eines Studienaufenthaltes in Paris lernte sie bei Prof. Marcellin Bertheolt vieles zum Thema Ernährung und Haut, sowie Gesichtschirurgie. 1908 heiratete sie ihren Ehemann William Titus mit dem sie zwei Söhne hatte. In der Zeit dieser Ehe entstanden zwei weitere Salons in Wellington und in London. Der erste Salon in Paris folgte im Jahr 1912, gefolgt vom ersten eigenen Labor zur Produktion ihrer Kosmetik. 

Die Zeit des Ersten Weltkriegs verbrachte sie mit ihrer Familie in den USA, wo sie ihre erste komplette Kosmetikserie unter ihrem eigenen Namen auf den Markt brachte. Ihren grossen Reichtum erwarb sie, als sie die zuvor um US$ 7.3 Millionen an Lehman Brothers verkauften Geschäftsanteile nach nur einem Jahr um nur US$ 1.5 Millionen zurückkaufte. 

Das so erworbene Vermögen legte sie in den Folgejahren in einer Kunstsammlung in Paris an. 1937 wurde ihre Ehe geschieden.

Während der deutschen Besatzung lebte der von den Nationalsozialisten hochgeschätzte Künstler, Arno Breker, in ihrem «arisierten», sprich gestohlenen Stadtpalais auf der Île St-Louis in Paris. 1953 gründete Rubinstein die bis heute grössten von einer Frau aufgebauten Fabriken, die weltweit Niederlassungen unterhielt. Rubinstein war zeitlebens als sparsame und kreative Unternehmerin bekannt, die den Produktionsaufwand in Bezug auf die Kosten bestens zu optimieren verstand. 

1965 starb Rubinstein in New York. Den Grossteil ihres auf mehr als US$ 100 Millionen geschätzten Privatvermögens vermachte sie der Gesundheitsfürsorge. 

In Tel Aviv errichtete sie ein Stipendium für Kunststudenten und liess den Helena-Rubinstein-Pavillon als Museum für moderne Kunst bauen. An der Universität Massachusetts richtete sie einen Lehrstuhl für Chemie ein und gründete die Helena-Rubinstein-Foundation, die bis heute junge Wissenschaftlerinnen fördert, sowie den Helena-Rubinstein-Preis, der mit US$ 20.000 dotiert ist und der jährlich an vier Forscherinnen vergeben wird. 

Regierungsbildung:

Gestern kurz vor Mitternacht teilte der designierte PM Benjamin Netanyahu Präsident Isaac Herzog telefonisch mit, dass ihm die Regierungsbildung gelungen sei. Wenn sie am 2. Januar vereidigt wird, ist dies die sechste Regierungszeit dieses PM. Gleichzeitig informierte er auch offiziell den Knesset-Sprecher Yariv Levin, der nun seinerseits am Montag die Knesset informieren wird. 

Es fehlen allerdings noch die Koalitionsverträge mit einigen seiner potenziellen Partner. Diese muss er zwingend bis 24 Stunden vor der Vereidigung beibringen. 

Naturgemäss kam aus den eigenen Reihen lauter Beifall, während die noch amtierende Regierung die designierte Regierung scharf kritisierte.

Industrie:

Mittlerweile haben sich mehr als 100 grosse Unternehmen erstmalig einem dringenden Aufruf an den designierten PM angeschlossen, der in der vergangenen Woche von weiten Teilen der israelischen IT-Industrie lanciert wurde. 

Die für die Geschäftsentwicklung zuständige Elah Alkalaym von IBI Mutual warnt, dass die Wirtschaft durch die geänderten Kontrollmechanismen und die Schwächung des Justizsystems zu einer vermehrten Politisierung der Wirtschaft führen könne. 

IBI Mutual ist einer der grössten Finanzdienstleister in Israel. Derzeit werden von dort etwa US$ 2.9 Milliarden verwaltet.

Die Befürchtungen der Wirtschaft gehen dahin, dass Israel in eine Reihe mit Staaten wie Ungarn, Polen und der Türkei gestellt wird, in denen die politischen Interessen über die grundlegenden Anforderungen der Wirtschaft gestellt werden. Entsprechende Anfragen aus dem Ausland seien bereits eingegangen. 

Falscher Alarm:

Zehntausende Reservisten aus ganz Israel erhielten in den frühen Morgenstunden des heutigen Tages eine SMS, in der sie aufgefordert wurden, sich bei den ihnen zugewiesenen Stellen zu melden.

Der Anruf, der kurz nach 1 Uhr morgens kam, ist entweder auf eine technische Fehlfunktion oder aber auf einen Cyber-Angriff zurückzuführen. 

Die IDF untersucht den Vorfall.

Lego Chanukkia:

Im Lego Flagstore in Tel Aviv haben Familien, Kinder und Freiwillige mit mehr als 130.000 Legosteinen eine Riesen Chanukkia gebaut. 

Sie ist 4.5 m hoch und 4.5 m breit. Die Bausteine stützen sich gegenseitig ab, Klebstoffe oder andere Hilfsmittel wurden nicht verwendet, wie der CEO Yoav Gaon betont. 

Mit diesem Projekt bewirbt sich Lego um einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde. Die Untersuchung, die dem Eintrag vorausgeht, wird sich etwa über eine Woche lang hinziehen. 

Die grösste Chanukkia der Welt wurde in der vergangenen Woche in Manhattan aufgestellt und hat eine Höhe von etwa 13 m. Diese Chanukkia wurde vom israelischen Bildhauer Yaacov Agam entworfen. 



Kategorien:Aus aller Welt, Timeline

1 Antwort

  1. Benjamin „Bibi“ Netanjahu muss lernen das Menschenrecht und die unteilbare Menschenwürde zu anerkennen.

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