11.Tischrei 5784
Geboren
wurde am 26. September 1898 in NYC Jacob Gershovitz, bekannt als George Gershwin. Seine Begeisterung für das Klavierspiel entdeckte er, als die Eltern seinem Bruder Ira ein Klavier kauften, welches er aber kaum spielte. Umso mehr begeisterte sich George für die Musik und erhielt ab 1912 regelmässig Unterricht. Sein Lehrer ermunterte ihn, klassische europäische Orchesterkonzerte zu besuchen und die Klavierteile daheim nach dem Gehör nachzuspielen.
Schon mit 16 Jahren wurde er «Hauspianist» bei einem Musikverlag. Er musste interessierten Musikern und Agenten neue Lieder vorspielen, ihnen schmackhaft machen und sie zum Kauf animieren. Schon bald bespielte er Notenrollen für elektrische Klaviere, im Englischen als Pianola bekannt geworden. Sein erstes Lied wurde kein Erfolg, trotzdem wurden einige Broadway Komponisten auf ihn aufmerksam und bauten seine Kompositionen in ihre Musicals ein. Mit «Swanee» gelang ihm 1919 ein erster, auch finanzieller Erfolg.
Gershwin komponierte sowohl klassische Konzerte als auch Stücke für den Broadway, wo er oft gemeinsam mit seinem Bruder Ira auftrat. Seine Werke wurden u.a. sowohl von Fred Astaire als auch von dessen Partnerin Ginger Rogers aufgeführt.
Gershwin legt fest, dass seine vielleicht populärste Oper «Porgy and Bess» nur mit People of Colour besetzt werden darf. Neben Porgy and Bess sind «Ein Amerikaner in Paris» und «Rhapsody in Blue» die wohl bekanntesten Stücke. Zahlreiche Werke wurden von bekannten Jazz-Musikern als Solostücke übernommen.
Gershwin starb am 11. Juli 1937 an den Folgen eines nicht erkannten Gehirn-Tumors, nachdem er zwei Tage zuvor zusammengebrochen war.
Und noch ein Geschenk für Netanyahu
Urlaub hat er mit ihm regelmässig gemacht, der PM. Mimran sagte, er habe Netanyahu und dessen Frau Sara Urlaube in Miami, Monaco, Saint-Tropez, Deauville, im Skigebiet Courchevel und im Luxushotel Plaza Athénée in Paris finanziert. Dazu gehörten auch Besuche von teuren Nachtclubs in Paris und die Überlassung des Appartements in Paris während des Aufenthaltes.

Die Rede ist vom französischen Geschäftsmann Arnaud Mimran und einem anderen Protagonisten im üblen Spiel: Meyer Habib. Im Jahr 2016 interviewte der investigative Journalist Raviv Drucker Arnaud Mimran. Bei diesem Gespräch gab Mimran zu, im Jahr 2001 Netanyahu € 170.000 auf das Privatkonto von Netanyahu überwiesen zu haben. Gleichzeitig hatte Mimran das Büro des PM angewiesen, das Geld nicht in die Wahlkampagne 2001 fliessen zu lassen, die Ariel Sharon schliesslich für sich entschied. Das Geld sei keinem Politiker, sondern der Privatperson Netanyahu zugekommen, betonte er. Das Büro von Netanyahu versuchte zu erklären: «Es waren US$ 40.000, die in einen Topf für öffentliche Auftritte flossen. Medienauftritte und zahlreiche Auslandsreisen, um die Politik Israels bekannt zu machen. Alles strikt in Absprache mit dem Gesetz.»
Im Juni 2016 ordnete der damalige GSt Amichai Mandelblit eine Untersuchung an, um die Beziehungen zwischen Netanyahu und Mimran zu klären. Dieser stand damals bereits als Hauptangeklagter in einem gigantischen Betrugsfall in Paris vor Gericht. Dort sprach er allerdings von € 1 Million, die er für die Wahlkampagne Netanyahus überwiesen habe. Der Beleg, so hielt er fest, befände sich in den Prozessakten…

Die Anklage gegen Mimran wurde durch eine Aussage von Eithan Liron, aka Jeremy Jacques Grinholz, möglich. Mimran will Grinholz erstmals 2009 getroffen haben, als er in Israel war, um die Wiederwahl von Netanyahu zum PM zu feiern. Über die Rolle von Grinholz, will er nichts gewusst haben, bestätigt aber, ihm, «US$ 200.000 überwiesen zu haben.» Ein Sprecher von Netanyahu weist das natürlich weit von sich!
Im Zusammenhang mit dem Skandal rund um Mimran kommt Netanyahu dreimal ins Spiel. Erstens haben Meyer Habib, der zwar französischer Politiker ist, aber gleichzeitig auch Likud Mitglied, und Arnaud Mimran ein gemeinsames Unternehmen gegründet. Das dürfen sie natürlich. Die Verträge wurden jedoch aufgesetzt und eingetragen durch die persönliche Anwaltskanzlei «E. S. Shimron, I. Molho, Persky & Co.». Das «persönlich» kann im Wortsinn verstanden werden. RA David Shimron ist ein Verwandter von PM Benjamin Netanyahu. RA Isaac Molho ist ein Verwandter von David Shimron. Das ist also nicht nur genealogisch eine nette Geschichte, das zeigt, wie verrottet Netanyahus Regierung ist. Es gibt keine Trennung zwischen Familie, Partei und Staat. Wie in den allerbesten Familien, ist Blut in der Shimron-Molho-Netanyahu-Familie dicker als Wasser.
Zweitens aufgrund der falschen Angabe über die Höhe der Spenden und drittens, wie kann Netanyahu leugnen, keine sozialen Kontakte mit Mimran zu haben, wenn es doch dieses nette Ferienfoto aus Monaco aus dem Jahr 2003 gibt?
Times of Israel hat sich heute wieder mit der Geschichte beschäftigt. Seit 2016 sitzt der grosszügige Franzose im Gefängnis. In dort aufgezeichneten Gesprächen aus den Jahren 2019 und 2020 gab er zu Protokoll, Netanyahu neben bezahlten Urlauben und Luxusuhren auch eine US$ 1 Million geschenkt zu haben. Selbstverständlich kam auch hier das sofortige Veto aus dem Büro des PM: «Das sind wahnhafte Lügen eines verurteilten Kriminellen, der im Gefängnis sitzt.» Dabei wurde Mimran in seinen Aussagen recht klar: «Ich arrangierte jeden Tag ein Abendessen in Monaco, und jedes Mal lud ich die Person ein, mit der ich die Beziehungen festigen wollte. Als er bei mir in Paris war, habe ich ihn mitgenommen, wohin ich wollte. Er tat, was ich wollte. Wenn er Geld und alles von dir bekommt, ist es erledigt. Es gibt keine Grenzen mehr. Du kannst ihn um alles bitten.»
«Ich habe eine Panerei-Uhr für mich gekauft. Sie gefiel ihm, also kaufte ich auch eine für ihn. Er mochte Geschenke; Politiker sind Schmarotzer», sagte Mimran über den Premierminister.
Mit Staatsanwälten sollte man nicht Katz und Maus spielen, dieses Versteckspiel wird sicher Folgen haben!
Gibt es doch Tauwetter im Morgenland?
Als erster israelischer Minister reist Tourismusminister Chajim Katz mit einer Delegation nach Riyadh, der zum World Tourism Day 2023. Er beginnt am Mittwoch und steht unter dem Titel Tourism & Green Investments. Noch im Frühjahr dieses Jahres hatte Saudi-Arabien sich geweigert, für einen ähnlichen Anlass Visa für die israelische Delegation auszustellen.

Der saudi-arabische Botschafter Nayef al-Sudairi ist in Ramallah angekommen. Dort hat er dem PA-Präsidenten Mahmoud Abbas seine Akkreditierung überreicht. Al-Sudairi ist auch Botschafter Saudi-Arabiens in Jordanien. Der neue Botschafter betonte, die Durchsetzung der «Zwei-Staaten-Lösung» sei der zentrale Punkt für die Verhandlungen mit Israel. Saudi-Arabien plant, zeitnah ein Konsulat in Ost-Jerusalem zu eröffnen. Allerdings müssen die Rahmenbedingungen hierzu noch mit Israel abgeklärt werden. Neben der zwei-Staaten-Lösung verlangen die Saudis Ost Jerusalem als Hauptstadt des neuen Staates, Rückzug vom Golan und «eine gerechte Behandlung» der palästinensischen Flüchtlinge. Allessamt Bedingungen, die Israel sehr sauer aufstossen werden und von den rechts-extrem-nationalistischen Regierungspolitikern a priori abgelehnt werden.
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