15. Cheschwan 5784

Shani Louk, 22, s’’l, die deutsch-israelische Geisel der Hamas-Terroristen ist tot. Darüber informierte jedenfalls ihre Mutter, Ricarda Louk RTL Deutschland. Sie habe die traurige Nachricht über den israelischen Rettungsdienst Zaka und die IDF erhalten. Man habe einen lebensnotwendigen Gesichtsknochen, der jungen Frau, mit Hilfe von DNA-Proben, die die Familie unmittelbar nach dem Massaker beim Musikfestival und ihrer vermuteten Entführung in den Gaza-Streifen zur Verfügung gestellt hatte, identifizieren können. Noch in der vorvergangenen Woche hatte es einen Hoffnungsschimmer gegeben, als die Kreditkarte von Shani in der Nähe eines Spitals in Gaza benutzt worden war. Zeitgleich hätte die Familie aus palästinensischen Kreisen die wohl leider falsche Information erhalten, Shani befände sich mit schweren Kopfverletzungen in einem Krankenhaus im Gazastreifen.
Mehr als 300 israelische Unternehmer haben den PM und den Finanzminister dringend ersucht, alle nicht unbedingt überlebensnotwendigen Ausgaben aus dem Budget, das schon lange keines mehr ist, zu entfernen. Unter den Wirtschaftsfachleuten waren Prof. Jacob Frenkel, ehemaliger Chef der Bank of Israel, sowie sein Chef-Kontrolleur Rony Hezkiyahu, Haim Shani, ehemaliger Generaldirektor im Finanzministerium, Prof. Eugene Kandel, ehemaliger Vorsitzender des Nationalen Wirtschaftsrates, Prof. Eitan Sheshinski, ehemaliger stv. Vorsitzender der Bank of Israel und Prof. Leo Leiderman von der Universität Tel Aviv. In ihrem Brief heisst es: «Sie verstehen nicht das Ausmass der Wirtschaftskrise, in der sich Israels Wirtschaft befindet. Die Fortsetzung des derzeitigen Verhaltens schadet der israelischen Wirtschaft, untergräbt das Vertrauen der Bürger in das öffentliche System und schwächt die Fähigkeit des Staates Israel, sich von der Situation zu erholen, in die er geraten ist. Daher muss der Haushalt für das Jahr 2024 geöffnet und auf der Grundlage einer Prioritätenliste aktualisiert werden, die die Bedürfnisse der gesamten Wirtschaft angesichts des Krieges widerspiegelt.»
Finanzminister Bezalel Smotrich hat bereits angeordnet, alle Zahlungen an die PA einzufrieren. Er geht davon aus, und ich denke, das entspricht auch den Tatsachen, dass die Gelder überwiegend zur Unterstützung der Hamas herangezogen werden. Er fordert die Regierung auf, jene Gelder, die entsprechend den Oslo II Verträgen für die PA gesammelt und an sie weitergeleitet werden müssen, einzufrieren. «Die PA hat wieder einmal die Tatsache bewiesen, auf die wir seit Jahren aufmerksam machen, dass sie eine Terror-Organisation ist.Abgesehen von der Verbindung dieser Gelder mit dem Gazastreifen und seinen Bewohnern, werden diese Gelder für Aktivitäten gegen den Staat Israel und seine Bürger verwendet. Es ist unvorstellbar, dass wir in dieser Realität weiterhin diese Gelder überweisen, als ob nichts geschehen wäre.» Das sind die ersten sinnvollen Anmerkungen, die ich aus diesem Ministerium vernehme!
Heute am frühen Morgen unterbrach die IDF die Nord-Süd-Hauptverbindung im Gazastreifen. Fahrzeuge, die versuchten, die Sperre zu durchbrechen, und deren Fahrer sich auffällig verhielten, wurden von der IDF beschossen. Bei den nächtlichen Aktionen der Bodentruppen wurden wiederum zahlreiche Hamas-Terroristen eliminiert. Einer dieser gezielten Angriffe wurde von einer IDF-gelenkten Kampfdrohne ausgeführt. In der Nähe der Al-Azhar Universität wurde eine Abschussrampe für Lenkraketen zerstört. Bisher wurden mehr als 600 Hamas Einrichtungen beschossen. Für die Kämpfe wurden am heutigen Vormittag auch Kampfhubschrauber und Drohnen eingesetzt. Unter den heute eliminierten Hamas-Terroristen befanden sich der Chef der in Zentral Gaza stationieren Bootstgruppe, Muhammed Safadi, der Chef der Panzerabwehr-Stellung, Moumen Hijazi, und einer der Chefingenieure der Munitionslager. Panzer und Infanteristen wurden im Laufe des Tages vermehrt in den Aussenbezirken von Gaza City gesichtet.
Ein Sprecher von PA-Präsident Abbas lehnte es heute grundsätzlich ab, nach dem völligen Ausschalten der Hamas Terror-Organisation wieder die Kontrolle im Gazastreifen zu übernehmen. «Die PA in den Gazastreifen zu schicken, um die Angelegenheiten des Gazastreifens zu regeln, ohne eine politische Lösung auch für das Westjordanland zu finden, ist absolut indiskutabel. Ich akzeptiere das nicht. Unser Präsident Mahmoud Abbas akzeptiert es nicht. Keiner von uns wird es akzeptieren. Ich denke, was wir brauchen, ist eine umfassende, friedliche Vision. Das Westjordanland braucht eine Lösung, und dann müssen wir den Gazastreifen im Rahmen einer Zwei-Staaten-Lösung damit verbinden.» Diese Worte habe ich schon im Jahr 1994 in Bregenz von einem engen Freund des damaligen Palästinenserführers Yassir Arafat gehört, der von einer «fly-over-bridge»-Lösung für das neu zu gründende zweigeteilte Palästina träumte.
Heute Nachmittag wird es bei der UN eine weitere Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrates geben. Sie findet auf Antrag der VAE statt und behandelt ausschliesslich die Bodenoffensive und die Lage der Zivilbevölkerung im Gazastreifen. Die VAE stellt den Vertreter der arabischen Staaten im zehn Staaten umfassenden Sicherheitsrat dar. Bisher wurden vier Resolutionsentwürfe abgelehnt, einer mit dem Veto der USA, einer mit dem Veto von Russland und China und zwei, die nicht die notwendige Zahl von neun Ja-Stimmen erhielten.
Bei einem direkten Treffer auf ein Haus in Netivot kam es zu umfangreichen Schäden am Gebäude, verletzt wurde niemand. Der Treffer war Folge einer Salve von mehr als 30 Raketen, wobei die meisten vom Iron Dome abgefangen wurden.
Etwa 30 LKWs mit Hilfsgütern und Lebensmitteln erreichten gestern über den Grenzübergang Rafah den Gazastreifen. Diese Lieferungen sind nur ein Bruchteil dessen, was vor dem Krieg von Israel aus über den Grenzübergang Keren-Shalom im Süden des Gazastreifens geliefert wurde. Berechnungen der UNO besagen, dass ein Minimum von 100 LKWs täglich notwendig ist, um die essentiellen Bedürfnisse der Bevölkerung von Gaza zu abzudecken. OCHA, das Amt der UN für die Koordination humanitärer Angelegenheiten, führte an, dass von den bisher zugelassenen LKWs 70 medizinische Hilfsstoffe, weitere 60 Lebensmittel und 13 Wasser und Hygieneartikel enthielten.
Israel hat zwei der drei Wasserleitungen wieder geöffnet, die den Gazastreifen mit täglich 28.5 Millionen Liter Trinkwasser versorgen. Vor dem 7. Oktober flossen pro Tag 49 Millionen Liter Trinkwasser aus Israel kommend nach Gaza. In einer Mitteilung an die ausländische Presse hat Elad Goren, Chef von COGAT, der Koordinationsstelle für Aktivitäten der Regierung in den Gebieten bestätigt, dass mit der ab sofort wieder frei zugänglichen Trinkwassermenge alle notwendigen Bedürfnisse der Bevölkerung abgedeckt sind. In wieweit die drei Wasserentsalzungsanlagen in Gaza funktionsfähig sind, ist unbekannt. Er bestätigte nochmals, dass es aktuell weder eine Wasser- noch eine Lebensmittelknappheit in Gaza gebe, alle Basisbedürfnisse seien in ausreichendem Mass abgedeckt. Trotzdem sei man dabei, die Transporte in den kommenden Tagen zu verstärken. Na ja, auf das Auffüllen ihrer Pools werden die Terroristen und die Reichen und Schönen von Gaza wohl derzeit verzichten müssen.
Im Norden des Landes kam es zu einem tragischen Zwischenfall, als ein Panzer sich überschlug und dabei ein Reservist tödlich verletzt wurde. Zwei weitere Soldaten, ebenfalls Reservisten, wurden verletzt.
Nachdem es wiederum zu heftigem Beschuss aus dem syrischen Golan Gebiet in Richtung Israel kam, nahm die IDF Abschussrampen in Syrien unter Feuer und zerstörte sie.
Die El Al hat ihre Flugrouten geändert und fliegt nun auf dem Weg nach Asien nicht mehr über Saudi-Arabien und Oman. Dadurch verlängert sich die Flugzeit z.B. nach Bangkok von 8.5 auf 11.5 Stunden. Die Entscheidung fiel aus sicherheitstechnischen Gründen und wird bis auf Weiteres beibehalten.
In Jenin, der palästinensischen Hochburg für Hamas-und PA-Terroristen, kam es über Nacht wieder zu heftigen Gefechten zwischen der IDF und Palästinensern. Die IDF fuhr mit mehr als 100 Fahrzeugen, inklusive Bulldozern, in die Stadt ein. Palästinensische Medien berichteten von Explosionen, die einem Beschuss durch die IDF folgten. Durch eine israelische Kampfdrohne wurden vier führende Terroristen getötet und eine Person verletzt.
Jener Siedler, der am Freitag einen palästinensischen Farmer, der auf seinem Feld in der Nähe von Nablus Oliven erntete, erschoss, wurde jetzt identifiziert. Es handelt sich um einen Soldaten der an der libanesischen Grenze eingesetzten religiösen (!) Netzah Yehuda Brigade, der sich im Wochenendurlaub befand. Der Soldat behauptete, was das Video aber nicht bestätigt, er sei von einem « … arabischen Mob attackiert worden, als er sich auf einem Spaziergang mit seiner Familie befand.» Er habe dann Warnschüssen, sowohl in die Luft als auch in Richtung Boden abgegeben. Bei seiner Befragung am Samstag gab er an, mit dem Tod des palästinensischen Farmers nichts zu tun zu haben. Der des Mordes verdächtigte Mann befindet sich derzeit in Untersuchungshaft.
Manchmal tut es einfach gut, in dunklen Zeiten zu lachen, wie anders ist es zu verstehen, dass wunderbare Witze Teil der jüdischen Kultur sind. Die israelische Parodie-Gruppe «Eretz nehederet» (wunderbares Land) unterhält regelmässig ein Millionenpublikum in Israel und im Ausland mit hochpolitischen Satiren aufs Feinste. Am vergangenen Mittwoch trauten sich Liat Harlev und Yuval Semmo an ein mutiges Thema. Und das Wagnis gelang. Ein kurzer Clip ging viral. Das Thema: Die beiden «BBC-Mitarbeiter» reflektierten nochmals die BBC- Meldung, dass die IAF ein Spital in Gaza angegriffen und getroffen habe. BBC schnappte nach dem Knochen, wie ein hungriger Hund und übernahm die Falschmeldung der Hamas unüberprüft. Erst nachdem immer mehr Meldungen eintrafen, dass der Beschuss einer fehlgeleiteten Rakete der Hamas-Terroristen geschuldet war, kam eine halbherzige Korrektur im redaktionellen Teil der Nachrichten. Das Video ist unbedingt anschauenswert!
PS: In einer Sendung vom Juli 21 gab es ein Wortspiel, dass auch heute durchaus zutreffend ist. In Israel heisst Nescafé einfach Café Ness, was übersetzt «Wunder» bedeutet. Am Schluss der Sendung bot die Sprecherin ihren Kollegen auf Englisch an: «Und bist du wirklich sicher, dass du jetzt kein Wunder haben möchtest?»

In einem heute von den Hamas-Terroristen veröffentlichten Video beschimpfen drei nach Gaza verschleppte Frauen den PM und fordern ihn auf, sich für ihre sofortige Freilassung einzusetzen. Gleichzeitig beschuldigen sie ihn persönlich, das Massaker der Terroristen nicht verhindert zu haben. Die Identität der drei Frauen ist noch nicht bekannt, auch nicht der Zeitpunkt, zu dem das Video aufgenommen wurde. Dieses Video wird als Teil einer Kampagne der psychologischen Manipulation angesehen, um die israelische Bevölkerung zu spalten.

Wie erst vor wenigen Minuten bekannt wurde, ist es bei den nächtlichen Aktionen in Gaza der IDF gelungen, Ori Megidish, eine junge Soldatin, aus den Fängen der Hamas-Terroristen zu befreien. IDF und Shin Bet bestätigen, dass sie in guter Verfassung ist und sich bereits wieder bei ihrer Familie befindet. Ori war eine der Soldatinnen, die die Grenze überwachten und wurde beim Angriff auf ihre Basis am 7. Oktober entführt. Laut eigenen Aussagen ist sie während der gesamten Zeit vereinzelt festgehalten worden. Die Operation, die zu ihrer Befreiung führte, ist seit einigen Tagen geplant gewesen. Die Terroristen hätten erheblichen Widerstand geleistet. Auf Seite der IDF gab es keine Verletzten. Weitere Informationen wird es zum Schutz der noch in Geiselhaft befindlichen Opfer nicht geben. Der PM beglückwünschte IDF und Shin Bet zur gelungenen Befreiung und betonte, dies sei ein klares Zeichen für die andauenden Bemühungen, alle Geisen zu befreien.
Kategorien:Israel
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