27. Adar I 5784

Wieder muss die IDF den Tod eines Soldaten bekannt geben, der im südlichen Gazastreifen bei Kämpfen mit der Hamas sein Leben verlor. Im gleichen Kampf wurden fünf weitere Soldaten schwer verwundet. Der Name des Gefallenen ist Staff Sgt. David Sasson, 21, s’’l.
Noch vor dem Beginn des Ramadans, am kommenden Sonntagabend, sollen Lieferungen von Hilfs- und Lebensmitteln aus Zypern kommend, unmittelbar an der Küste von Gaza ausgeliefert werden. Die VAE sind an der Durchführung beteiligt und übernehmen die Kosten der Verschiffung. Die Lieferungen gehen zunächst zu den VAE, von wo aus sie nach Zypern gebracht werden. Dort werden sie vor Ort von Israelis untersucht und anschliessend nach Gaza verschifft.

Angeblich zum Verhindern von Plünderungen und Diebstählen von Hilfstransporten patrouillieren maskierte und bewaffnete Mitglieder des «People’s Protect Committees» in den Strassen von Rafah. Sehr wahrscheinlich handelt es sich, um eine neu zusammengestellte Untergruppe der Hamas Terror-Organisation.
Die Hamas gab bekannt, dass die Gespräche mit dem Ziel einer neuen Vereinbarung zur Befreiung der Geiseln derzeit wieder einmal gescheitert sind. Somit darf nicht mit einer Lösung vor Beginn des Ramadans gerechnet werden. Dieser Termin war in Israel als sehr wichtig angesehen worden, einerseits weil durch die strengen Vorschriften zum Fasten die Bedingungen für die Geiseln sich noch mehr verschlechtern werden. Andererseits besteht aber auch eine erhöhte Gefahr für Terror jeder Art, wie er in jedem Jahr zu beobachten ist. Natürlich geben sich beide Seiten gegenseitig die Schuld am erneuten Scheitern. Die Gespräche sollen in der kommenden Woche weitergeführt werden.
Die UNO untersucht derzeit, welche der militärisch genutzten Strassen, die von Norden kommend an den Gazastreifen stossen, zur Lieferung von Hilfs- und Lebensmitteln für die notleidende Bevölkerung im nördlichen Teil genutzt werden können. Laut UNO-Angaben sind 576.000 Menschen von einer drohenden Hungersnot betroffen. Laut Aussagen von Jamie McGoldrick, einem UN-Hilfskoordinator, ist die Zusammenarbeit mit den Israelis problemlos und hilfreich.

Judith Butler, US-amerikanische selbsthassende Jüdin, ist für die laufende Saison am Centre Pompidou in Paris engagiert. Das Centre Pompidou nennt sie «eine bedeutende Persönlichkeit des internationalen zeitgenössischen Denkens, Philosophin» Nach dem Massaker vom 7. Oktober veröffentlichte sie ein Essay mit dem Titel «The compass of Mourning». Offensichtlich lösten ihre bei einer Veranstaltung vom 3. März gemachten Aussagen einen solchen Shitstorm aus, dass der Videomitschnitt der Veranstaltung aus der Webseite der beteiligten Medienorganisation ‘Paroles d’honneur’ gelöscht wurde. Diese ihrerseits glorifizierte unmittelbar nach dem 7. Oktober das Heldentum des ‘ palästinensischen Widerstandes’. Nur noch in einem kleinen, auf ‘X’ veröffentlichten Clip sind ihre furchtbaren Aussagen zu hören. Bei einer anschliessenden Pressekonferenz versuchte sie langatmig zu belegen, weder selbsthassend, noch antisemitisch zu sein. Genau dafür gibt es aber massenhaft Beweise.

Man könne, so betont sie, unterschiedlicher Meinung über die Hamas und den bewaffneten Widerstand sein, aber es sei ‘ehrlicher und historisch korrekter, zu sagen: «Der Aufstand vom 7. Oktober war ein Akt des bewaffneten Widerstands. Es ist kein terroristischer Angriff, und es ist keine antisemitische Attacke.» Sie habe diesen Angriff auf Israelis »nicht gemocht«, habe dies öffentlich geäussert und sich damit Schwierigkeiten eingehandelt, so Butler: «Es war quälend für mich, es war schrecklich.»

Vor allem in der Pressekonferenz schwingt so viel Unwahrheit in ihren Worten, dass man im Prinzip jeden Satz erst einmal ins Gegenteil drehen muss, um den Funken Wahrheit dahinter zu finden.
Oppositionsführer Yair Lapid zeigt sich immer noch bereit, der handlungsunwilligen und -unfähigen Regierung von Netanyahu ein Sicherheitsnetz zu bieten. Wenn sich Netanyahu endlich entschliessen könne, die beiden rechtsextrem-radikal-nationalistischen Minister und deren Parteien aus der Koalition zu entfernen, sei er sofort bereit, statt ihnen in die Koalition einzutreten und die Weiterexistenz der Koalition bis zu den kommenden Wahlen zu sichern. Er hat das Angebot auch Netanyahu selbst unterbreitet, dieser sei jedoch nicht interessiert gewesen.
Als grösstes Hindernis sieht Lapid darin, dass das Kriegskabinett und das grössere israelische Sicherheitskabinett nicht die gleichen Ziele verfolgen. Das Kriegskabinett mit seinen gemässigten Mitgliedern arbeitet mit den USA zusammen, im Sicherheitskabinett haben die Hardliner, die über keinerlei politische Erfahrung verfügen, das Sagen, hetzen die Bevölkerung gegen die Massnahmen der Sicherheitskräfte auf und verhindern Lieferungen in den Gazastreifen.
Auch die noch völlig unausgegorenen Pläne für den ‘Tag danach’ kritisiert Lapid: «Sie sind eine Einladung zum Chaos.»
Am Vormittag ging erneut ein Raketenhagel über der nordisraelischen Stadt Rosh HaNikra nieder. Neun der zehn Raketen konnten abgefangen und neutralisiert werden. Schäden wurden nicht gemeldet. Zwei Raketen wurden in der Nacht auch von Syrien aus auf israelisches Gebiet geschossen, landeten aber auf unbewohntem Gebiet. Die Hisbollah übernahm die Verantwortung für den Angriff auf eine militärische Einrichtung südlich von Rosh HaNikra, von der aus, wie sie behaupten, der Krieg gegen die Hamas organisiert wird,

Das Frachtschiff ‘True Confidence’, das gestern von den Houthi-Rebellen manövrierunfähig geschossen wurde, treibt nun brennend und verlassen im Golf von Aden. Bei den ersten Todesopfern, die durch die Angriffe der Houthis provoziert wurden, handelt es sich um zwei philippinische Besatzungsmitglieder. Der Terror der Houthis ist damit in eine neue Phase eingetreten. Zwei weitere Philippinos wurden schwer verletzt. Die Hauptstadt Manila ist mit dem Eigner des Schiffes in Kontakt, um mehr über das Schicksal der Besatzungsmitglieder in Erfahrung zu bringen.

Die gute Nachricht: Vor allem für die Freunde der leichten Musik. Nach wochenlangem Hin und Her, in das sich sogar Präsident Herzog einschaltete, wird Israel nun doch am Eurovisions Song Contest in Malmö teilnehmen. Der Veranstalter, der bisher zwei Texte als ‘zu politisch’ abgewiesen hatte, hat nun den dritten Versuch, das Lied ‘Hurricane’ abgesegnet. Das Lied war ursprünglich unter dem Titel ‘October Rain’ vorgestellt worden, wurde aber als klares Statement zu den Massakern vom 7. Oktober gewertet. Jetzt wurde es mit einem komplett neuen Text zur alten Musik vorgestellt. Das Aussenministerium erhielt heute die Zusage für die Teilnahme.
Ich wünsche Eden Golan, der jungen Sängerin, viel Erfolg bei der Vorrunde und eine gute Platzierung.
Kategorien:Israel
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