20. Adar II 5784

Die IDF musste noch gestern einen tragischen Zwischenfall bekanntgeben. Sgt. First Class Alon Kudriashov, 21, s’’l, verlor sein Leben durch einen hinterhältigen Angriff der Hamas-Terroristen. Diese hatten eine Panzerfaust in ein als Nachtlager genutztes Gebäude geworfen. Bei dem Anschlag wurden weitere 16 Soldaten verletzt, sechs von ihnen trugen schwere Verletzungen davon. Die Hamas veröffentlichte ein Video des Anschlags.

Die IDF stellt klar, dass sie für den Beschuss einer UN-Blauhelm-Patrouille im südlichen Libanon, bei der drei UN-Techniker verletzt wurden, nicht verantwortlich ist. Mit im Fahrzeug sass ausserdem ein libanesischer Übersetzer. Dass der Beschuss von Israel kam, wurde von zwei Hisbollah-Quellen behauptet. Von UNIFIL kam noch kein Kommentar. Der libanesische PM, Najib Mikati, verurteilte den ‘Anschlag’ durch die IDF auf Schärfste.
Die IDF hat gegenüber CNN zugeben müssen, zwei Palästinenser getötet und ihre Leichen mit Baggern verscharrt zu haben. Diese Information wurden nach der Veröffentlichung eines entsprechenden Videos von durch Al Jazeera bekannt. Die Männer hatten sich, so IDF ihrem Einsatzgebiet in ‘verdächtiger Weise’ genähert und auf Warnschüsse nicht reagiert. Sie seien tatsächlich verscharrt worden, nachdem man bei ihnen versteckte Sprengsätze befürchtet habe. Das veröffentlichte Video, das wie man gut erkennen kann, stark bearbeitet wurde, zeigt zwei Männer, die, weisse Fahnen schwenkend, sich einer Sperre aus Trümmern nähern, an der Soldaten stationiert sind. Einer der Männer nähert sich der Sperre, winkt den Soldaten zu und kann sich unbehindert nähern. Anschliessend geht er aus dem Blickfeld. Der zweite Mann dreht kurz vor der Sperre um und läuft zügig davon. Er wird von einem Panzerfahrzeug verfolgt und bricht, offensichtlich angeschossen, plötzlich zusammen. Im Video zeigt die nächste Szene, wie ein Panzer kommt, die Leichen mit der Schaufel aufnimmt und anschliessend unter Sand und Trümmern vergräbt. CNN konnte nicht verifizieren, ob es sich bei beiden Aufnahmen um ein und denselben Vorfall handelt, wie es Al Jazeera behauptet.
Die IDF hielt dazu fest, dass das Video zwei verschiedene Vorfälle zeige. «Der erste Vorfall ereignete sich im südlichen Teil des Korridors. Nachdem der Verdächtige auf einen Warnschuss nicht reagierte, feuerte die Truppe in seine Richtung, woraufhin er angeschossen und leicht verwundet wurde.» Der zweite Vorfall habe sich im Norden des Gazastreifens ereignet. «Zwei Verdächtige mit Taschen auf dem Rücken beobachteten unsere Kräfte und näherten sich ihnen in verdächtiger Weise. Nachdem sie auf einen Warnschuss nicht reagierten, schossen die Einsatzkräfte mit scharfer Munition auf sie, woraufhin sie getötet wurden. Die Leichen wurden mit dem dokumentierten Werkzeug aus dem Gebiet gebracht, weil man befürchtete, dass die Verdächtigen Sprengstoff bei sich hatten und die Einsatzkräfte gefährdet waren.»
Vorfälle dieser Art sind genau das, was die Weltöffentlichkeit Israel vorwirft: Ein grausames Verhalten gegenüber der gazanischen Zivilbevölkerung. Ohne weitere Hintergrundinformationen ist das Verhalten nicht zu verstehen, insbesondere, da die beiden Männer weisse Tücher schwenken und sich damit als ungefährlich deklarieren. Ein Angriff auf derart ausgerüstete Menschen ist jedoch laut den geltenden Militärvorschriften strikt verboten. Im Dezember des vergangenen Jahres hatte die IDF durch Missachtung dieser Vorschrift drei Geiseln irrtümlich erschossen.

Der Vater von Omer Neutra, der als Panzerkommandant in der Nähe der Grenze zu Gaza operierte, erklärte nach dem Treffen mit Netanyahu: «Er mag zwar an der Rückkehr der Geiseln arbeiten, aber der Sieg im Krieg ist wichtiger für ihn. Wir haben von ihm keinerlei Einzelheiten über die Verhandlungen erfahren. Er behauptete nur, dass wir Trümpfe in der Hand hätten, die die Hamas unbedingt haben will.» Omer ist amerikanisch-israelischer Doppelbürger. Nach der Matura ging er für das Zwischenjahr nach Israel und anschliessend als ‘lone soldier’ zur IDF.
Die Kämpfe im und um das Shifa-Spital in Gaza City gehen ungebremst weiter, wie in der al-Qarara Nachbarschaft im südlichen Gaza und der Region um das al-Amal-Spital in Khan Younis. Bei den anhaltenden Gefechten gelang es der IDF, einige Terroristen zu eliminieren, Waffendepots aufzuspüren und zu zerstören sowie einige Tunneleinstiege zu versiegeln. Die Bodentruppen wurden von Kampfdrohnen unterstützt. Das Shifa-Spital hat sich als Hochburg der Hamas-Terror-Organisation erweisen, die Kämpfe werden dort noch länger weitergehen.

Ein zweites Schiff mit nahezu 400 t Hilfsgütern und Lebensmitteln ist heute von Larnaca in Richtung Gaza gestartet. Begleitet wird das Schiff von einem Rettungsschiff, das eine ebenfalls mit Hilfsgütern beladene Plattform schleppt. Die ‘Jenifer’ segelt unter der Flagge von Guinea-Bissau und wurde gechartert von der NGO ‘World Central Kitchen’.

Die gute Nachricht des Tages: Matisyahu, in seiner Kindheit säkular erzogen, näherte sich nach einem Israel-Aufenthalt dem chassidischen Judentum an und zog nach Crown Heights. Der Bevölkerungsmix in dieser Region von Brooklyn ist interessant. Die meisten der etwa 140.000 Einwohner sind jüdisch orthodox. Die zweite grosse Gruppe stammt aus der Karibik und bestimmt mit ihrer Kultur das Viertel massgeblich mit.
In seinen Liedern versucht Matisyahu eine moderne Synthese in der Tradition von Shlomo Carlebach und Elementen von Hipp-Hopp und Reggae zu schaffen, die er als ‘Chassidischen Reggae’ bezeichnet.
2015 geriet er kurzfristig in den Blickpunkt der antiisraelischen Bewegung BDS. Nachdem er sich geweigert hatte, eine entsprechende Petition zu unterschreiben, wurde er von einer spanischen BDS-Gruppe, die mit einem Musikfestival kooperierte ausgeladen. Eine solche Unterschrift war nur von ihm, nicht aber von den anderen Künstlern verlangt worden. Der Hintergrund: Er war bei einer Fundraising Veranstaltung aufgetreten, die Gelder für die IDF sammelte und die israelische Militäroperation auf «Gaza-Friedens-Flotilla» rechtfertigte. Bei der Aktion waren neun Aktivisten nach Angriffen auf die IDF ums Leben gekommen.
In den vergangenen Wochen mussten immer wieder Konzerte von ihm in den USA abgesagt werden, nachdem es zu heftigen pro-palästinensischen Protesten und Bedrohungen gekommen war. Am 8. März schrieb er auf seinem X-Account:

Unmittelbar nach dem 7. Oktober hatte Matisyahu auf dem Gelände des Nova Festivals und in einem zerstörten Kibbutz aufgenommen.
Kategorien:Israel
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