Israelischer Genozid an den Palästinensern oder Holocaust am eigenen palästinensischen Volk

14. Nissan 5784

Anmerkung: In diesem Text kursiv geschrieben sind Originalzitate aus dem Artikel, aus der Charta der Hamas und aus dem Koran.

Unter diesem Titel veröffentlichte Michel Onfray, französischer Philosoph und Schriftsteller, einen Artikel in der ‚Weltwoche‘ 15/24. Ich kann ihn leider nicht vollständig verlinken, nachdem ich keinen Online-Zugang zu dieser Wochenzeitschrift habe, dieser Link dient daher nur als Quellenangabe.

Samuel P. Huntington beschrieb in seinem 1993 erschienenen Buch ‘The Clash of Civilizations’ die Hypothese, dass es im 21. Jahrhundert zu Konflikten zwischen den verschiedenen Kulturräumen, insbesondere zwischen dem westlichen und dem islamischen Kulturraum kommen könnte.

© Samuel P. Huntington

Onfray beginnt seinen Artikel mit einer provokant anmutenden, aber durchaus nachvollziehbaren Aussage: «Diejenigen, die den Kampf der Zivilisationen leugnen, machen ihn möglich. Diejenigen, die ihn seit Jahrzehnten leugnen, beschleunigen seine Ausbreitung. Der Onkologe, der den Krebs ankündigt, erschafft ihn ja auch nicht; den Tumor zu verschweigen, hiesse nur, seine Toxizität zu erhöhen, die Behandlung unmöglich zu machen und ihm zu erlauben, nach Belieben zu wuchern.»

Für Onfray markiert der 7. Oktober – und ich schliesse mich ihm vollumfänglich an – den Tag an dem dieser Kampf ausbrach. Stellvertretend für noch folgende andere Staaten ist Israel nach islamischem Recht ‘dār al-Harb’, ein Land, ein Gebiet, das noch erobert werden muss. Dār al-Harb ist jedes Land, in dem der Islam nicht Staatsreligion ist.57 Staatenumfasst die Organisation für Islamische Zusammenarbeit. Sie gehören naturgemäss dem Dār al-Islām an, in dem alle Gebiete unter muslimischer Herrschaft stehen.

Nun könnten wir versuchen, uns irgendwie zu arrangieren mit den Moslems. Es wird nichts anderes dabei herauskommen als müdes Appeasement. Wir wollen keine Feinde haben, wir wollen nur eines, in Ruhe und Frieden dort leben, wo es uns bestimmt wurde. Fehlanzeige. «Der Feind wählt Sie aus. Und Sie können ihm die schönsten Freundschaftsbekundungen machen. Solange er will, dass Sie sein Feind sind, bleiben Sie es. Und er wird Sie daran hindern, sich in Ihren Garten zurückzuziehen.»

Das ist genau das, was die Hamas mit uns macht. 2005 haben wir, Israel, nach 38 Jahren Präsenz den Gazastreifen verlassen. Gaza war auf dem besten Weg, sich zu einer beliebten und vor allem sicheren Region in der Levante zu entwickeln.

Die Hamas jubelte und gewann mit einer unglaublich niedrigen Wahlbeteiligung von nur 8% (!) die ersten und bisher letzten Wahlen der sich bildenden autokratischen Regierung. Ab dem Moment gab es kein Halten mehr.

Seit 1988 gibt es die Hamas Charta, jenes furchtbare Papier, das bis heute den Untergang Israels festschreibt.

Die Hamas hat nie den Versuch unternommen, sich den Anschein einer Demokratie zu geben. «Todesstrafen nach politischem Ermessen, willkürliche Hinrichtungen, Folter in Polizeistationen und Gefängnissen, Erhängen von Homosexuellen, gezielte Ermordung von palästinensischen Fatah-Aktivisten…..2007 gelang der Hamas der Bruderkrieg mit der Fatah, um die volle Macht im Gazastreifen zu erlangen.» Seither tobt hinter den Kulissen der Bruderkrieg zwischen Hamas und PA, wann immer Israel über den ‘Tag danach’ nachdenkt’, wird dieser Kampf zum Thema. Soll/darf die PA und damit die Fatah, an der Verwaltung des Gazastreifens beteiligt werden oder nicht?

Onfray denkt darüber nach, was die Hamas aus Gaza, von dem man sagt, es hätte die schönsten Strände und könnte sich zu einer Riviera der Levante entwickeln, gemacht? «Eine Kriegsmaschine, sonst nichts. Wie dumm muss man sein, um nicht zu sehen, dass, wie im Deutschland der 1930er Jahre, eine Kriegswirtschaft bereits Krieg bedeutet und dass man nicht auf das Kommen dessen warten solle, was bereits da ist?» Die Stadt unter der Stadt, Hunderte von Kilometern, teils mehrstöckig, eingegraben in den Wüstensand, stabilisiert mit Beton, gestohlen von Hilfslieferungen, die dem zivilen Bausektor helfen sollten. Eine perfekte unterirdische Infrastruktur, Stromleitungen, abgesicherte Server-Anlagen, Lüftungsrohre, Sanitäranlagen, Schlaf- und Besprechungsräume. Sogar Aufzüge gibt es, die die Etagen miteinander verbinden. Die Tunnel sind teilweise so breit, dass ein mittelgrosser LKW locker hineinfahren kann. Wozu dient das alles? Für den Krieg!

Die Tunnelanlagen sind der perfekte Rückzugsort. Die perfekte Möglichkeit, sich schnell und unbeobachtet von A nach B zu bewegen. Ein- und Ausstiege liegen gut getarnt in Schulen, Krankenhäusern, Friedhöfen, Moscheen, Kindergärten. Gut zu verteidigen, schwer angreifbar.

Milliarden an Hilfsgeldern, gespendet von gutmeinenden Ländern, Onfray nennt als erstes Land Frankreich und bezeichnet es als ‘reichen und immer gelehrigen Schüler’, kommen aus Europa, den arabischen Ländern, der palästinensischen Community im Ausland. Schon Arafat bereicherte sich daran. Bis zum Jahr 1996 sollen es bis zu US$ 8 Millionen monatlich gewesen sein, die auf gut getarnten Umwegen auf seine persönlichen Konten flossen.

Die Kriegsmaschine der Hamas folgt ihren eigenen Zielen und ihrem eigenen Fahrplan. Alles steht in der Charta.

Art. 1: Gründung eines islamischen Staates – «Vom Islam greift er nach seiner Ideologie, Grundprinzipien und Welt»

Art. 7: Rechtfertigung des ‘hl. Krieges’ – «… ihre Standpunkte übernehmen und ihren Dschihad stärken»

Art. 9: Gründung des theokratischen Staates – «Damit der Islam an seinen rechtmässigen Platz zurückkehren kann und damit der Ruf über die Minarette [wörtlich: Moscheen] den islamischen Staat verkündet.»

Art. 11: Zerstörung des Staates Israel – «Die ‘Islamische Widerstandsbewegung’ glaubt, dass Palästina allen Generationen der Muslime bis zum Tag des Jüngsten Gerichts als islamisches Waqf-Land vermacht ist. Palästina darf weder als Ganzes noch in Teilen aufgegeben werden.» Art. 20: Gleichsetzung der Juden mit den Nationalsozialisten – «Die Juden handeln unterschiedslos nazistisch auch gegen Frauen und Kinder, sie terrorisieren alle, rauben gar den Lebensunterhalt und das Vermögen und treten die Menschenwürde mit Füssen. Wie die schlimmsten Kriegsverbrecher gehen sie mit ihren Gräueltaten mit den Menschen um.»

Der letzte Artikel ist nichts anderes, als eine Hommage an den ehemaligen Grossmufti von Jerusalem, Mohammed Amin al-Husseini, der mit Hitler und den Nazis kollaborierte.

Natürlich muss auch das Bildungs- und Erziehungssystem dem Wesen des Islam untergeordnet werden.

Art. 16: «Die jungen islamischen Generationen unserer Region müssen unbedingt islamisch erzogen werden.»

Art. 17: Die Rolle der Frau wird reduziert auf die Mutterschaft – «Die muslimische Frau spielt im Befreiungskampf eine ebenso wichtige Rolle wie der Mann, denn sie bringt Männer hervor, und ihre Rolle in der Orientierung und Erziehung der nächsten Generationen ist bedeutend.»

Art. 22: Sabotage durch verschiedene Organisationen mit Hilfe von jüdischem Geld – «Diese Organisationen agieren unter verschiedensten Namen und Formen, wie z. B. Freimaurerlogen, Bnei Brith, Rotary-Clubs, Spionagegruppen und andere, doch sie fungieren allesamt als schützendes Deckmäntelchen für Saboteure und deren Aktionen .»

Art. 25: Kriegsverbündete – «Die Islamische Widerstandsbewegung erwidert die ihr entgegengebrachte Achtung und berücksichtigt die Umstände und Faktoren, unter denen diese Bewegungen bestehen und die sich auf sie auswirken. Sie unterstützt sie, solange sie sich weder dem kommunistischen Osten noch dem kreuzfahrerischen Westen anschliessen.»

Art. 31: Dhimmies – «Die Islamische Widerstandsbewegung ist eine humane Organisation, die die Menschenrechte achtet und der Toleranz des Islams gegenüber Anhängern anderer Religionen verpflichtet ist. (…) Unter dem Islam, und nur unter dem Islam, können die Anhänger der drei monotheistischen Religionen Islam, Christentum und Judentum in Frieden und Sicherheit zusammenleben.»

Onfray interpretiert das so: «Man kann in einem muslimisch-theokratischen Staat Jude und Christ sein, solange man nur Moslem ist. Das ist die Logik dieser Zivilisation.»

Art. 32: Weltherrschaft der Juden – «Sie erhielten die Balfour-Erklärung und gründeten den Völkerbund, um mittels dieser Organisation die Welt zu beherrschen. Und sie stecken auch hinter dem Zweiten Weltkrieg, in dessen Verlauf sie aus ihrem Handel mit Kriegsmaterial wiederum gewaltige Gewinne erwirtschafteten. Sie bereiteten den Weg für die Gründung ihres Staates und regten die Gründung der Vereinten Nationen und des Sicherheitsrates anstelle des Völkerbundes an, um so die Welt zu beherrschen.»

Die Tötung der Juden wird durch einen Hadith [Überlieferung der Sprüche Mohammeds] vorgeschrieben. «Die Stunde wird nicht kommen, bis dass die Steine und Bäume gesagt haben: Muslim, Diener Gottes! Ein Jude versteckt sich hinter mir, kommt und tötet ihn!»

Nach dem 7. Oktober stellte die Hamas der Zivilbevölkerung nicht die Tunnelanlagen zur Verfügung, um darin Schutz zu suchen. So hätte es eine verantwortungsvolle Regierung gemacht. Zeit genug war da, die IDF gab die Angriffszeiten früh genug bekannt, damit sich die zivile Bevölkerung in Sicherheit bringen konnte. Israel betonte immer wieder, Krieg gegen die Hamas, aber nicht gegen die Zivilbevölkerung zu führen. Die Zahl der zivilen Opfer sollte so gering wie möglich gehalten werden.

Dass die Zahl nun doch so hoch ist, wie sie von den ‘Gesundheitsbehörden der Hamas’ immer wieder genannt wird, liegt daran, dass die Hamas die Schutzsuchenden blockierten und dem israelischen Abwehrfeuer aussetzten. «Es handelt sich also nicht um einen von Israel begangenen Völkermord an den Palästinensern, sondern um einen Holocaust an der eigenen, palästinensischen Bevölkerung gemäss der politischen Agenda ihre muslimisch-theokratischen Staates.»

«Derjenige, der den Tod verhindern kann, es aber nicht tut, ist ein Verbrecher. Die unterirdischen Gänge wurden von der Hamas gebaut, um eines Tages, nunmehr am 7. Oktober, eine Operation zu ermöglichen, die mit internationalem Kriegsrecht nichts zu tun hat.

Vielmehr sollte Terror in der Zivilbevölkerung und an der Spitze des Staates erzeugt werden, höchstwahrscheinlich, um einen Prozess in Gang zu setzen, der den Erfolg des Friedensprojekts verhindert, das zwischen Israel und verschiedenen arabischen Ländern im Gange war.

Doch die Hamas braucht den Krieg, um zu existieren, und schert sich nicht um ein Land für das palästinensische Volk.»

Vielerorts wird der Begriff ‘Terror’ euphemistisch durch ‘Widerstand’ ersetzt, wodurch diejenigen, die Israel angriffen und bekämpfen zu Widerstandskämpfern werden. Was natürlich in keiner Weise der Realität entspricht. «Der Widerstand hat Schuldige physisch beseitigt: Besatzer, Nazis, Gestapisten, Milizionäre, Kollaborateure. Er hat sich nie bewusst dafür entschieden, zivile Opfer zu töten, selbst wenn sich unter diesen ein Feind befand – in einem Kino, einer U-Bahn, einem Konzertsaal, einem Restaurant.»

Am 7. Oktober aber töteten die Hamas-Schlächter jeden, der das Pech hatte, zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort zu sein. Juden, Moslems, Christen, Zivilisten, Soldaten, Kinder, Frauen, Männer, Israelis, Bürger anderer Staaten, alt oder jung.

Im Koran, Sure 3 Vers 118 steht: «O Gläubige! Schliesst euch nicht eng mit anderen [ i.e. Ungläubigen] zusammen, die keine Gelegenheit auslassen würden, euch zu schaden. Ihr einziger Wunsch ist es, euch leiden zu sehen. Ihre Voreingenommenheit zeigt sich in dem, was sie sagen, und was ihre Herzen verbergen, ist noch viel schlimmer. Wir haben euch Unsere Offenbarungen deutlich gemacht, wenn ihr sie nur verstehen würdet.» und in Sure 4 Vers 91 ist der Aufruf, diese Menschen zu töten noch deutlicher: «Wenn sie sich nicht von euch fernhalten und euch nicht Frieden anbieten und nicht ihre Hände zurückhalten, dann ergreift sie und tötet sie, wo immer ihr auf sie trefft. Über jene haben Wir euch deutliche Gewalt verliehen.» Verse, die zum Mord aufrufen, sind im Koran zahlreich zu finden.

Onfray vergleicht die Massaker der Hamas vom 7. Oktober mit dem Massaker, das die Waffen-SS am 10. Juni 1944 an den 679 Bewohner des kleinen französischen Ortes Oradour-sur-Glarne verübte. 643 Menschen fielen den grausamen Massakern zum Opfer, nur 36 Menschen überlebten. Der Ort wurde völlig zerstört. Er ist heute unverändert ein Staatsdenkmal.

«Die Leute, die den Terrorismus zum Widerstand erklären, lieben das Volk weniger als das Blut der Völker. Ist es also verwunderlich, dass diejenigen, die sich als Widerstandskämpfer bezeichnen, obwohl sie letztlich Kollaborateure sind, wie Nazis denken und handeln? Nein.»

Der Krieg zwischen den Zivilisationen brach zwar am 7. Oktober aus, ist aber noch lange nicht beendet. Viele Millionen Moslems weltweit wollen nicht, dass Israel, das kleine Land, mit weniger als 10 Millionen Einwohnern existiert. Die Gründung des Staates geht in seinen Wurzeln auch auf die Shoa zurück. Für Holocaustleugner der ideale Nährboden, ihr ideologisches Gift zu verspritzen. «Am 2. November 1943 erklärte der Grossmufti in Berlin, dass ‘die Muslime dem Beispiel Deutschland folgen sollten, die eine endgültige Lösung für das Judenproblem gefunden haben’», die industrielle Vernichtung von 6 Millionen Juden in den Gaskammern.

Wenn heute vielerorts gebrüllt wird ‘Vom Fluss bis zum Meer….’ so sind es jene, die Israel abschaffen wollen. Juden würden im eigenen Land den Status von Dhimmies bekommen und müssten sich der Sharia unterwerfen.

«Wer kann ernsthaft glauben, dass Juden muslimisches Land besetzen, wenn der historische Moses aus dem 6. Jahrhundert BCE stammt und der historische Mohammed aus dem 7. Jahrhundert CE? Wie kann man muslimisches Land enteignen, wenn der Islam noch mehr als zehn Jahrhunderte Zeit hatte, um … nicht zu sein?»



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1 Antwort

  1. Hallo Esther,

    genial. Leider ist der Applaus bei unseren links grünen Kommunisten auf der falschen Seite. Es entwickelt sich zur Tradition: Wir sind die neuen Arier der woken Meinungsführerschaft. Früher Gene, heute Haltung. Aber wir retten die Welt. Hat schon vor 80 Jahren nicht funktioniert.

    Liebe Grüße und starke Verbundenheit

    Bu&Ga

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