Krieg in Israel – Tag 207

22. Nissan 5784

Leider muss die IDF wieder den Tod von zwei Soldaten bekanntgeben. Master Sgt. (res) Ido Aviv, 28, und Mast. Sgt. (res.) Kalkidan Meharim, 37, s’’l, verloren ihr Leben bei einer Explosion in der Nähe des Netzarim Korridors. Ein dritter Soldat wurde bei einem Kampf im zentralen Gazastreifen lebensgefährlich verletzt.

Das Zentralkommando der US-Armee hat gestern erste Bilder vom Bau des temporären Landungssteges vor der Küste von Gaza veröffentlicht. Der Landungssteg wird mit der Küste verbunden, über die die humanitären Hilfsgüter zur weiteren Verteilung transportiert werden. Verschiedene technische Abteilungen der IDF und des Verteidigungsministeriums unterstützen den Bau, vor allem auf dem Land, aktiv.

Das israelfeindliche Online-Portal ‘Middle East Monitor’ hat heute einen Artikel veröffentlicht, den ich auf Grund seines perfiden Inhaltes hier komplett wiedergebe. Die Übersetzung ist von mir.

«In einer gestrigen Erklärung warnte der ‘Medienbüro der Regierung’ in Gaza vor wiederholten Vorfällen, bei denen in Konservendosen platzierte Bomben in den Häusern explodiert seien und Zivilisten verletzt hätten. Zuletzt wurde der 14-jährige Muhammad Yasser Samour in der Gegend von Al-Zana in der Stadt Khan Yunis schwer verletzt.

Der Meldung zufolge suchte Samour in seinem Haus nach seinen persönlichen Gegenständen, als er auf die Konservendosen stiess, die israelische Soldaten, die das Haus besetzt hatten, zurückgelassen hatten. Als Folge der Explosion musste ihm ein Glied amputiert werden.

Das ‘Büro’ verurteilte «das Verbrechen der israelischen Besatzung, den von ihr hinterlassenen Abfall absichtlich mit Sprengfallen zu versehen. Als ob sie sich nicht damit begnügen würde, unser Volk durch direkte Bombardierung zu töten, benutzt sie die Täuschung der Dosenbomben, um die Zahl der Märtyrer und Verwundeten zu erhöhen, vor allem die der Kinder, die nicht zwischen diesen Abfällen unterscheiden können.»

Das ‘Büro’ wies darauf hin, dass «nach internationalen Schätzungen und bestätigt durch Berichte der zuständigen Regierungsstellen, etwa zehn Prozent der von der Besatzungsarmee abgeworfenen Granaten und Bomben, die auf mehr als 75.000 Tonnen Sprengstoff geschätzt werden, nicht explodiert sind»

Dies stellt eine ernste Gefahr dar, die auch mit dem Ende der Aggression nicht aufhören wird, wenn sie nicht beseitigt und neutralisiert wird.

Das ‘Büro’ rief die Bevölkerung des Gazastreifens dazu auf, «sich nicht an diesen Abfällen zu schaffen zu machen, genau auf die von den Soldaten zurückgelassenen Konserven zu achten und mit dem Zivilschutz und den auf Sprengstofftechnik spezialisierten Behörden zu kommunizieren, um sie zu beseitigen.»

Das ‘Büro’ appellierte auch an die internationale Gemeinschaft, spezialisierte Ingenieurteams und Sprengstoffexperten zu entsenden und den lokalen Behörden im Gazastreifen die notwendigen technischen Kapazitäten zur Verfügung zu stellen, um mit diesen Überresten umzugehen und die Gefahr zu beseitigen.»

Woher diese Zahlen und Informationen stammen, wird natürlich nicht angeführt, der Artikel ist durch und durch falsch und eine infame Verleumdungskampagne gegen die IDF!

Die immer mehr aus dem Ruder laufenden und immer aggressiver werdenden antisemitischen und antijüdischen Proteste an US-amerikanischen Universitäten, haben mittlerweile auch auf die Pariser Sorbonne übergegriffen. Ein Grossteil der Protestierenden weiss, davon gehen Beobachter aus, überhaupt nicht, warum sie protestieren. Sie folgen einer gut organisierten Gruppe, die die Ziele klar vorgibt und durchzusetzen versucht. Wer glaubt, es handele sich um spontan entstandene Protestaktionen, der irrt. Ebenso wenig, wie es am 9. November 1938 die ‘kochende Volksseele’ war, die zur Reichspogromnacht führte, wie Hitler verkünden liess. Heute ist es die Muslim-Bruderschaft, finanziell untestützt von Katar. Bereits 2020 veröffentlichte Nadjat al-Saeed, eine Wissenschaftlerin aus den VAE, einen Artikel mit dem Titel «Katar und die Finanzierung amerikanischer Universitäten». Darin beschrieb sie unselige Verbindung zwischen der amerikanischen Linken und der Muslim-Bruderschaft, die durch Katar finanziert wird und die das US-amerikanische Hochschulwesen, samt der Freiheit der Gedanken unterwandert. Die Zahlen, die sie nennt, sind entlarvend. Allein im Jahr 2019 hat das ‘U.S. Departement of Education’ US$ 1 Milliarde zur Unterstützung von 28 Universitäten erhalten. Hauptgeldgeber war: Katar! Katar unterstützt auch jährlich mit US$ 405 Millionen sechs US-amerikanische Universitäten mit Zweigniederlassungen in Doha.

Die israelische Verhandlungs-Delegation wird nicht, wie geplant, heute nach Kairo reisen. Eine ungenannte Quelle wird zitiert: «Wir erwarten die Antwort der Hamas bis Mittwochabend und werden dann entscheiden, was wir tun.» Die Hamas hatte vor einigen Tagen angegeben, ihre Antwort auf den neuen Vorschlag Israels im Laufe des gestrigen Montags geben zu wollen. Dies ist aber nicht geschehen. Stattdessen reiste die Delegation der Hamas-Terror-Organisation gestern wieder aus Kairo ab. Das ägyptische Staats-TV al-Qahera berichtete am späten Montag, dass die Delegation versprochen habe, mit einer schriftlichen Antwort zurückzukommen.

Die IDF hat die Vorbereitungen zur Bodenoffensive gegen Rafah abgeschlossen, meldet die Zeitung Ynet-News. Sie bezieht sich dabei auf Aussagen von Generalstabschef Herzi Halevi. Das betrifft sowohl die geplanten Militäraktionen als auch die Evakuierungspläne. Der US-amerikanische Aussenminister Antony Blinken hatte gestern in Riyad bedauert, noch keine Evakuierungspläne erhalten zu haben. Entlang der Grenze zu Kerem Shalom sind zahlreiche Panzer aufgezogen und warten nur auf den Einsatzbefehl. Die taktischen Pläne sind so gestaltet, dass sie entweder sofort umgesetzt werden können, wenn die der Hamas vorliegenden Vorschläge erneut abgelehnt werden. Oder sie können jederzeit abgeändert oder gestoppt werden, wenn es zu einem späteren Zeitpunkt doch zu einem Abkommen kommen sollte.

Netanyahu mit Familienangehörigen der Geiseln heute in Jerusalem

Die für heute Abend geplante Sitzung des Kriegskabinetts wurde kurzfristig abgesagt. Zuvor hatte es im erweiterten Kabinett unüberwindliche Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf eine mögliche Vereinbarung gegeben. Die umfasst Pläne zur Freilassung der Geiseln in Verbindung mit einer Waffenpause und dem Verzicht auf die Bodenoffensive gegen Rafah. Die beiden rechtsextrem-nationalistischen Minister Ben-Gvir und Smotrich sind strikt gegen ein Geisel-Abkommen und für die Bodenoffensive, während Benny Gantz der Geiselbefreiung oberste Priorität gibt. Netanyahu hielt im Anschluss an ein Treffen mit Ben-Gvir fest, dass «Israel in Rafah einmarschieren und die dortigen Hamas-Bataillone eliminieren wird – unabhängig davon, ob es ein Abkommen gibt oder nicht -, um einen totalen Sieg zu erringen.» Das lesen nicht nur wir, das liest auch die Hamas. Und das wird dazu führen, dass die Hamas den Vorschlag, der eben auch einen Verzicht auf die Bodenoffensive beinhaltete, abgelehnt werden wird. Netanyahu hat wieder einmal seine Seele verkauft, um seinen Regierungssitz zu erhalten. Dass das gleichzeitig vielleicht das Todesurteil für die noch lebenden Geiseln bedeutet, das interessiert ihn nicht. Schande über ihn! Aber auch Schande über Smotrich und Ben-Gvir!

Nachdem gestern einige Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgeschossen wurden, griffen Kampf-Jets der IAF im Laufe der Nacht terroristische Ziele, wie Tunnelanlagen, Raketenabschussbasen und einige Gebäude, wie Munitionslager an und zerstörten sie. Die Ziele befanden sich ausschliesslich im nördlichen Teil des Gazastreifens.

Erneut wurde von den Houthi-Terroristen ein Frachter im Roten Meer angegriffen. Drei Raketen wurden auf das griechische Frachtschiff ‘MV Cyclades’ abgeschossen, eine Drohne auf einen US-amerikanischen Zerstörer. Die ‘Cyclades’ segelt unter Flagge von Malta und war unterwegs von Djibouti zum Suez Kanal. Die Raketen und die Drohne wurden abgeschossen. Es gab keinen Schaden. Die Houthis gaben bekannt, zwei weitere Schiffe, die ‘MSC Orion’ und einen weiteren US-amerikanischen Zerstörer im Indischen Ozean beschossen zu haben.



Kategorien:Israel

Schlagwörter:

Hinterlasse einen Kommentar