10. Ijar 5784

Erneut musste die IDF den Tod eines Soldaten bekanntgeben. Sgt. Ben Avishay, 20, s’’ l, fiel bei einem Kampf im nördlichen Gazastreifen.


Gestern gab die IDF die traurige Nachricht bekannt, dass die sterblichen Überreste von drei israelischen Opfern der palästinensischen Hamas Terror-Organisation in Jabalija aufgefunden wurden. Von der deutsch-israelischen Doppelbürgerin, Shani Nicole Louk, 23, s’’l, war bereits kurz nach dem Massaker klar, dass sie dies nicht überlebt hatte. Man fand ihren winzig kleinen Steigbügel-Knochen, der durch einen DNA-Abgleich identifiziert werden konnte. Das letzte Bild von ihr, das ihren Leichnam auf der Ladefläche eines Hamas-Pritschenwagens zeigt, erhielt, trotz weltweiter Proteste den Preis ‘Photo des Jahres’ von der ‘University of Missouri School of Journalism’. Itzik Gelernter, 58, s’’l, galt lange Zeit als in den Gazastreifen verschleppt. Diese Annahme kam von der IDF, die sein Handy in Gaza ortete. Er kam erst wenige Stunden vor dem Massaker auf dem Festival-Gelände an. Dort wurde er, wie später bekannt wurde, von den islamischen Hamas-Schlächtern ermordet. Amit Buskila, 28, s’’l, war während des Massakers zunächst in telefonischem Kontakt mit ihrer Mutter und ihrem Onkel. Sie berichtete, dass sie sich vom Festival-Gelände mit anderen nach Mefalsim retten konnte und sich dort hinter geparkten Autos versteckte. Ihr Onkel konnte Gewehrschüsse und lautes Geschrei auf Arabisch hören, bis die Leitung tot war. Am Abend wurde bekannt, dass die sterblichen Überreste eines weiteren Opfers der Hamas-Schlächter in Gaza aufgefunden wurde. Ron Benjamin, 53, s“l, wurde ebenfalls in Mefaslim grausam ermordet. Sein Leichnam wurde nach Gaza verschleppt.
IDF-Sprecher Daniel Hagari trat gestern mit der Bekanntgabe der Namen vor die Mikrophone. Das Auffinden der sterblichen Überreste sollte bis zum Ende der Operation geheim gehalten werden. Jedoch gab es in den sozialen Medien schnell Gerüchte, so dass er sich genötigt sah, die Israelis aufzufordern: «Ich rufe die Öffentlichkeit dazu auf, von der Verbreitung von Gerüchten abzusehen und die Sicherheit unserer Streitkräfte zu gewährleisten. Sorgen Sie für die Sicherheit unserer Streitkräfte. Hören Sie nur auf die Mitteilungen des IDF-Sprechers und der offiziellen Stellen. Wir werden alle Informationen, die uns zur Verfügung stehen, transparent weitergeben, zuerst an die Familien und dann an die Öffentlichkeit über die Medien.» Die Informationen, die schliesslich zum Ziel führten, kamen von gefangenen palästinensischen Terror-Verdächtigen, die vom Shin Bet verhört wurden.
Die sterblichen Überreste wurden nach Israel zur Beisetzung überführt.


Heute um 20:30 wird Benny Gantz eine Pressekonferenz in Ramat Gan abhalten. Es wird spekuliert, ob er sich, wie schon mehrfach gefordert, aus dem Kriegskabinett zurückziehen wird. Oder zumindest Netanyahu ein endgültiges Ultimatum stellen wird, um endlich einen Plan für die ‘Tag danach’ Zeit vorzulegen. Damit schliesst er sich VM Yoav Gallant an, der in einer Rede vor zwei Tagen Netanyahu gewarnt hatte, dass seine Unentschlossenheit, man kann fast sagen Lethargie, alle bisherigen Erfolge der IDF in Gaza zunichte macht und die Sicherheit Israels aufs Spiel setzt. Gallant hatte intensiv vor einer israelischen Beteiligung an einer Nach-Kriegs-Administration in Gaza gewarnt. Sein Vorschlag ist eine Verwaltung durch palästinensische Gruppen, die keiner Terror-Organisation angehören, mit internationaler Unterstützung. Er verlangte eine entsprechende öffentliche Erklärung Netanyahus, die aber, wie zu erwarten, nicht kam. Rechte Koalitionsmitglieder, allen voran die beiden rechtsextrem-nationalistischen politischen Hetzer und Nulpen Ben-Gvir und Smotrich forderten vehement Gallants Entlassung. Ihr Ziel ist es, Gaza wieder zu besetzen und Siedlungen zu bauen.
Benny Gantz gab in seiner Pressekonferenz bekannt, dass er von Netanyahu bis zum 8. Juni einen 6-Punkte-Plan erhalten will. In diesem sollen u.a.der ‚Tag-danach‘ Plan für Gaza, die Rückkehr der Geiseln, die Situation an der Grenze zum Libanon und die Bemühungen um eine Normalisierung mit den arabischen Staaten gefordert. Erfüllt Netanyahu diese Forderung nicht, so wird er sich mit seiner Partei aus dem Kriegskabinett zurückziehen. Benny Gantz war in seinen Bedingungen sehr grosszügig, nun liegt der Ball im Garten von Netanyahu, vielleicht seine wirklich allerletzte Chance.
Österreich wird die Hilfsgelder für die UNRWA, die nach Bekanntwerden der Teilnahme von UNWRA-Mitarbeitern am Massaker vom 7. Oktober eingefroren wurden, freigeben. «Nach einer gründlichen Analyse des [von der UNWRA vorgelegten] Aktionsplans werden wir die Mittel für die UNRWA wieder freigeben», so das österreichische Aussenministerium. Von den budgetierten € 3.4 Millionen wird die erste Zahlung im Sommer ausgelöst werden. Ob sie damit versuchen, palästinensischen Terror in Österreich abzuwenden?


Die gestern als erste über den neuen temporären Landungssteg nach Gaza gefahren LKWs brachten mehr als 300 Paletten mit Hilfsgütern, die am Terminal der UNO für die weitere Verteilung in Gaza übergeben wurden. Hilfsorganisationen berichten, dass im südlichen Gazastreifen die Nahrungsmittel ausgehen, während das UN-Welternährungsprogramm sagt, dass im Norden des Gazastreifens bereits eine Hungersnot herrscht. Dass die palästinensische Hamas Terror-Organisation einen grossen Anteil an der prekären Lage hat, wird international ignoriert. Immer wieder blockieren sie Hilfslieferungen und leiten sie in ihre eigenen Vorratslager um. Der seit Tagen immer wieder erfolgte Beschuss des wichtigsten Warenübergangs, Kerem Shalom, trägt dazu bei, Hilfslieferungen zumindest zu verzögern, wenn nicht sogar ganz zu verhindern.

Die IDF konnte gestern im Gebiet von Jabaliya eine Waffenfabrik stürmen und zerstören. Teile der dort aufgefundenen Maschinen wurden von der IDF zur Untersuchung mitgenommen. In der Anlage wurden auch Langstrecken-Raketen hergestellt.

Während die Bodentruppen weiterhin in Rafah, Jabaliya und dem Netzarim Korridor operieren, hat die Luftwaffe gestern mehr als 70 Ziele im gesamten Gazastreifen angegriffen und zerstört. Bei den Zielen handelt es sich um Waffendepots und Gebäude, die den verschiedenen Terror-Organisationen gehörten. In Rafah wurde bei einem gezielten Luftangriff ein ranghoher Terrorist des Palästinensisch-Islamischen-Djihad neutralisiert. Er war für die Logistik und die Vorbereitung der Terroristen auf die israelische Bodenoffensive gegen Rafah verantwortlich. In Jabaliya wurde ein zum Abschuss bereiter Raketenwerfer entdeckt und zerstört. Mehrere Bewaffnete, die die Soldaten der IDF angriffen, wurden neutralisiert.

Die Houthi-Terroristen haben einen Öltanker, die M/T Wind, ein griechisches Schiff, das unter der Flagge von Panama segelt, etwa 10 Meilen südlich von Mocha angegriffen. Dies wurde von der britischen Sicherheitsfirma ‘Ambry’ berichtet. Es befindet sich auf dem Weg von Port Said nach China. Bisher wurde noch nichts Genaueres bekannt. Zuvor war bereits bekannt geworden, dass ein weiteres Schiff unter Beschuss durch die Houthis kam und leichten Schaden nahm. Das bisher noch nicht genannte Schiff konnte den Weg zu seinem nächsten Hafen fortsetzen.
Kategorien:Israel
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