Krieg in Israel – Tag 229

14. Ijar 5784

Aus dem US-amerikanischen Verteidigungsministerium ist zu hören, dass wahrscheinlich kein einziger Transport der über den temporären Landungssteg ausgelieferten Waren ordnungsgemäss sein Ziel erreicht hat. Einigen wenigen palästinensischen LKWs gelang es, die Waren bis in Lagerhäuser zu retten. Die meisten wurden bereits kurz nach dem Verlassen des Terminals von Palästinensern gestürmt und gewaltsam geplündert wurden. Maj. Gen. Pat Ryder hielt dazu fest: «Wir wissen, dass Landwege der optimale Weg sind, Hilfe zu erhalten. Es ist aber auch wichtig, sich daran zu erinnern, dass es sich hier um ein Kampfgebiet handelt und dass es sich um eine komplexe Operation handelt.» Der Lieferstopp am neuerbauten Pier dauert heute bereits den vierten Tag in Folge an.

US-amerikanische Geheimdienste haben laut eines Berichtes im ‘Politico’ festgestellt, dass erst 30 – 35% der palästinensischen Hamas-Terroristen eliminiert wurden. Von den bekannten Tunnelanlagen seien noch 65% intakt. Die Hamas hat, so die Untersuchungsergebnisse, in den letzten Monaten erneut Tausende neuer Aktivisten angeworben. Die Biden Administration befürchtet, dass Israel derzeit auf dem besten Weg ist, seine Chance, zwei der erklärten Kriegsziele zu erreichen, verspielt: Die Zerstörung der Hamas und die Verbesserung der Sicherheitslage in Israel. Das taktische Vorgehen der IDF hätte dazu geführt, bereits eroberte Regionen wieder zu verlieren und ein erneutes Erstarken der Hamas zu fördern. Durch die zunehmende Ablehnung Israels, oder besser gesagt, Netanyahus, auf die Vorschläge und das Drängen der USA auf eine Kurskorrektur, hat sich der Graben zwischen Israel und den USA vertieft. Eine anonyme Quelle aus dem Umfeld von US-Präsident Biden betont: «Wir wollen eine stärkere Fokussierung auf den Zusammenhang zwischen den laufenden Militäroperationen und letztendlich dem strategischen Endspiel fördern. Wir werden diesen Punkt weiter vorantreiben.» In den USA steigt die Sorge, dass ein völliges Ausschalten der Hamas gar nicht möglich ist. «Man muss nicht nur tatsächlich hineingehen und jeden Gegner, mit dem man es zu tun hat, ausschalten, man muss auch hineingehen, das Territorium halten und es dann stabilisieren.» Genau das ist Israel auch nach sieben Monaten noch nicht gelungen. Der US-amerikanische Geheimdienst sagt in dem Fall eher die ungeschönte Wahrheit, die uns Netanyahu mit seinem redundanten Worten: ‘Wir stehen kurz vor dem absoluten Sieg’ aus egoistischen Gründen vorenthalten will.

Am 15. Oktober 1988 rief die PLO in Algier den selbstständigen Staat Palästina aus. Auch heute erfüllt dieses Konstrukt nicht die Merkmale eines souveränen Staates. Diese sind:

  1. Ein Staatsvolk
  2. Ein durch Grenzen definiertes Staatsgebiet
  3. Eine stabile Regierung

Wenn man auch den ersten Punkt noch als erfüllt ansehen mag, und sich dabei auf den Status der als ewige Flüchtlinge durch die UNRWA anerkannten Palästinenser abstützt, so muss man bei genauem Hinschauen erkennen, dass es ‘DIE Palästinenser’ erst seit 1964 gibt. Damals wurde von Jasser Arafat der Begriff in der PLO-Charta festgeschrieben. Also: Es gibt kein definiertes Staatsvolk.

Den zweiten Punkt muss man ohne Nachzudenken als nichtig erklären. Gaza hat definierte Grenzen, aber wie schaut es mit dem Gebiet von Judäa und Samaria aus? Da ist kein Millimeter der Grenze festgeschrieben. Es sind rechtlich nichts anderes als Waffenstillstandslinien.

Und wie schaut es mit der Regierung aus? In Gaza herrscht die Hamas und die hat 2005 die PLO und die PA verjagt. In Judäa und Samaria herrscht die PA und die Hamas beginnt sich breitzumachen. Fazit: Es gibt keine stabile Regierung.

In den Tagen zwischen dem 15. November und dem 31. Dezember 1988 anerkannten 82 Staaten Palästina als Staat an. Bis heute, 22. Mai 2024, haben insgesamt 141 der 193 Mitgliedsstaaten der UNO diesen Schritt unternommen. Und in den kommenden Tagen kommen drei weitere hinzu: Norwegen, Spanien und Irland. Die Botschafter von Norwegen und Irland wurden bereits für heute noch stattfindende Konsultation in unser Aussenministerium einbestellt. «Irland und Norwegen senden mit ihrer Anerkennung ein falsches Signal an die Weltöffentlichkeit. Die Hamas und der Iran werden mit der Anerkennung belohnt, sie können erkennen: ‘Terror lohnt sich!’»

Auch heute wieder wurde in einer UNRWA Schule in Nuseirat, im zentralen Gazastreifen, ein Waffenlager ausgehoben, das auch als Treffpunkt für palästinensische Hamas-Terroristen diente. Die Terroristen, die sich dort aufhielten, gehörten zu jenen, die am 7. Oktober aktiv beim Massaker in Israel beteiligt waren und zu einer Panzer-Abwehr-Gruppe. Dass in der Schule nach dem Angriff durch die IAF Nachfolge-Explosionen zu hören waren, belegt, dass dort grössere Mengen Waffen gelagert wurden. Der Angriff war sorgsam geplant und wurde mit Präzisionsmunition durchgeführt, um Kollateralschäden bei Zivilisten zu vermeiden. Beim ersten Angriffsversuch wurde plötzlich ein Kind in der Nähe des Gebäudes entdeckt, was dazu führte, dass der Angriff zunächst gestoppt und später fortgesetzt wurde.

Heute Abend, bevor eine Kabinettssitzung beginnt, wird auf Wunsch von Familienangehörigen ein Video veröffentlicht, das die Entführung von fünf Soldatinnen aus der Militärbasis Nahal Oz zeigt. Das Video wurde zensiert, um die grausamsten Bilder nicht zeigen zu müssen.

Es wurde von den Body-Cams der Hamas-Schlächter aufgenommen und zeigt fünf junge Soldatinnen: Liri Albag, Karina Ariev, Agam Berger, Daniella Gilboa und Naama Levy. In den Gesichtern der jungen Frauen spiegelt sich das blanke Entsetzen und die grauenhafte Angst, die sie in dem Augenblick erdulden mussten. Die fünf werden weiterhin als Geiseln in Gaza festgehalten, über ihr Schicksal ist nichts bekannt.

Eine sechste Soldatin, Noa Marciano, 19, s’’l, wurde in Gaza ermordet. Ori Megidish wurde von der IDF befreit und ist mittlerweile wieder in den aktiven Dienst, weit weg von Gaza, zurückgekehrt.

Eine Geschmacklosigkeit sondergleichen hat Oven-Bakery Fufu in Sydney vollbracht. Zum vierten Geburtstag eines Knaben mit Namen Omer buk sie eine Geburtstagstorte und Cupcakes mit Hamas-Motiven. Das Kind posierte in der klassischen Camouflage Kleidung der Terroristen, den Kopf verhüllt in eine Kefiye, den rechten ‘Tauhid’-Zeigefinger zum Gruss erhoben. Die klassische Geste eines bekennenden Muslims. In dem Fall ist das bedauernswerte Kind wohl von seinen Eltern manipuliert worden.



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