Reaktionen auf die Geiselbefreiung

3. Siwan 5784

Die nachfolgende Liste erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, sie soll nur ein Bild geben, wie die mutige Befreiungsaktion in der Welt aufgenommen wurde.

  • Laut der von der Hamas geführten Gesundheitsbehörde sind bei der Operation zur erfolgreichen Befreiung der Geiseln mindestens 55 Personen getötet worden. Weiterhin wären Dutzende von Verletzten im al-Aqsa-Spital eingetroffen.
  • Nur eine Stunde später meldet das Medienbüro der palästinensischen Terror-Organisation mindestens 120 Tote und rund 400 Verletzte. Zu dieser Zahl äussert sich IDF-Sprecher Daniel Hagari. «Es sind sicher weniger als 100 Tote und ich habe keine Ahnung, wie viele von ihnen Terroristen sind.»
  • Am heutigen Sonntag wurden die Zahlen von der ‘Gesundheitsbehörde’ nochmals nach oben korrigiert. Mittlerweile sollen 274 Menschen getötet und knapp 700 verletzt worden sein.
  • Die Hamas behauptet weiterhin, dass es neben den vier befreiten Geiseln auch solche gab, die bei der Operation getötet wurden. «Indem es ein schreckliches Massaker verübte, konnte Israel zwar einige seiner Geiseln befreien, andere wurden während der Operation aber getötet.» Sie stellte auch klar, dass diese Aktion eine Gefahr für die anderen, noch lebenden Geiseln darstelle.Sie veröffentlichte auch ein Video, welches als Belege dazu dienen soll, dass zumindest drei israelische Geiseln durch die IDF getötet wurden.
  • Am frühen Abend meldet sich EU-Chefdiplomat Josep Borrell zu Wort. Er begrüsste zwar die Befreiung der Geiseln, zeigte sich aber gleichzeitig  ‘entsetzt’ über das, wie er sagt, weitere Massaker an Zivilisten und forderte, dass das Blutbad sofort beendet werden muss.
  • Aus dem Iran meldete sich der Sprecher des Aussenministeriums, Nasser Kanaani zu Wort: «Diese schrecklichen und schockierenden Verbrechen … sind das Ergebnis der Untätigkeit der Regierungen und der zuständigen internationalen Gremien, einschliesslich des UN-Sicherheitsrates, angesichts der acht Monate andauernden Kriegsverbrechen und Verstösse des zionistischen Regimes.»
  • Ägypten verurteilte die hohe Zahl der getöteten Zivilisten in Gaza und insbesondere auch bei der Geiselbefreiung. «Diese Angriffe führten zum Tod von über 150 palästinensischen Zivilisten und zur Verletzung von Hunderten weiteren, was einen eklatanten Verstoss gegen alle Bestimmungen des Völkerrechts und des humanitären Völkerrechts sowie gegen alle Werte der Menschlichkeit und Menschenrechte darstellt.»
  • PA-Präsident Mahmoud Abbas verlangte bereits gestern eine sofortige Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates, um über das ‘Massaker an der Zivilbevölkerung’ zu diskutieren. Das Massaker hat, so Abbas, Hunderten von Märtyrern das Leben gekostet.
  • Die VAE haben sich der Türkei, dem Libanon, Kuwait und dem Oman in der Verurteilung Israels für die Geiselbefreiung angeschlossen. IN einer Erklärung ds Aussenministeriums heisst es: «Wir verurteilen die anhaltenden israelischen Angriffe, die zur Tötung und Verletzung hunderter unschuldiger Zivilisten geführt haben.» Weiterhin heisst es, dass «der Schutz der Zivilbevölkerung und die dringende und ungehinderte Lieferung von Hilfsgütern in den Gazastreifen oberste Priorität haben und dass der Beschuss sofort eingestellt und die Zivilbevölkerung und die Einrichtungen gemäß dem Völkerrecht geschützt werden müssen.»
  • Francesca Albanese, Sonderberichterstatterin bei der UN kritisierte Israel für die Befreiungsoperation. «Erleichtert, dass die vier Geiseln freigelassen worden sind.» Nota bene: freigelassen, nicht befreit! Ein feiner, aber wichtiger Unterschied. Und sie fabulierte noch weiter: «Dies hätte nicht auf Kosten von mindestens 200 Palästinensern, darunter Kinder, geschehen dürfen, die von Israel und angeblich ausländischen Soldaten getötet und über 400 verletzt wurden, während sie sich auf perfide Weise in einem Hilfstransporter versteckten. Israel hat Geiseln benutzt, um das Töten, Verletzen, Verstümmeln, Aushungern und Traumatisieren von Palästinensern in Gaza zu legitimieren. Gleichzeitig hat es die Gewalt gegen Palästinenser im übrigen besetzten Gebiet und in Israel verschärft.» Die Rettungsaktion war, so Albanese, die «Umsetzung einer völkermörderischen Absicht in die Tat.» Sie lügt, wann immer sie den Mund aufmacht, um das ihr verhasste Israel mit ihrem unsäglichen Dreck zu bewerfen.
  • US-Präsident Joe Biden zeigte sich bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Paris hocherfreut: «Wir werden nicht aufhören zu arbeiten, bis alle Geiseln nach Hause kommen und ein Waffenstillstand erreicht ist; das ist unerlässlich.» Macron fügte noch hinzu: «Wir wollen die sofortige Freilassung der Geiseln erreichen. Wir wollen einen sofortigen Waffenstillstand erreichen und die Aussicht auf eine politische Lösung eröffnen, die die Einzige ist, die einen fairen und dauerhaften Frieden herbeiführen und den Sicherheitsbedenken beider Völker gerecht werden kann
  • Der Nationale Sicherheitsberater der USA, Jake Sullivan gibt der Hamas die Schuld für den Tod palästinensischer Zivilisten «Das palästinensische Volk geht in diesem Konflikt durch die Hölle, weil die Hamas so agiert, dass sie ins Kreuzfeuer gerät, Geiseln mitten in belebten Zivilgebieten festhält und militärische Stellungen mitten in belebten Zivilgebieten aufstellt.»
  • Der britische PM Rishi Sunak gab sich erleichtert: «Es ist eine grosse Erleichterung, die Geiseln nach ihrer unvorstellbaren Tortur freizulassen, und es ist herzerwärmend, die Bilder zu sehen, wie sie wieder mit ihren Familien vereint sind. Wir werden uns weiterhin für ein Ende der Kämpfe und für Sicherheit für alle einsetzen.»
  • Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz sieht in der Befreiung ein Zeichen der Hoffnung: «Ein wichtiges Zeichen der Hoffnung – insbesondere für die vielen Familien in Israel, die immer noch um ihre Angehörigen fürchten. Vier Geiseln sind jetzt frei. Die Hamas muss endlich alle Geiseln freilassen. Der Krieg muss enden.»
  • Selbst von UNO-Generalsekretär Antonio Guterres kamen ausnahmsweise positive Worte: «Ich habe gerade Nachrichten an die Familien von Noa Argamani und Shlomi Ziv geschickt, die ich letzte Woche getroffen habe, um meine Erleichterung darüber auszudrücken, dass sie und zwei weitere Geiseln jetzt frei sind. Ich erneuere meinen Appell für die sofortige und bedingungslose Freilassung aller Geiseln und für ein Ende dieses Krieges.»


Kategorien:Israel

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