8. Siwan 5784

Welch grausam zynisches Spiel ist es, was die Hamas da treibt! Purer Psychosadismus! Auch wenn wir es insgeheim schon lange vermutet haben, es gibt keine Geiseln mehr, die befreit werden können. Der in Beirut lebende Osama Hamdan erklärte gegenüber CNN: «Niemand hat eine Ahnung davon, wie viele der 116 noch im Gazastreifen befindlichen Geiseln noch am Leben sind. Niemand weiss es.» Er bestritt auch vehement die Aussagen der vier in der vergangenen Woche befreiten Geiseln, dass sie während ihrer Geiselhaft misshandelt wurden. «Ich glaube, wenn sie psychische Probleme haben, liegt das an dem, was Israel in Gaza getan hat.» Da ist sie wieder, die immer und immer wieder behauptete Täter-Opfer-Umkehr! Hamdan bestritt auch, dass Hamas-Führer Yahya Sinwar jeden toten Palästinenser als ‘notwendiges Opfer’ bezeichnet hat. Sinwar wurde mehrfach zitiert, dass er gesagt hat: «Je höher die Zahl der zivilen Opfer sei, desto mehr Druck werde auf Israel ausgeübt.»

Der temporäre iranische Aussenminister, Ali Bagheri Kani, warnte anlässlich seiner ersten Auslandsreise Israel vor einem Angriff auf den Libanon. Seine Warnung kam, nachdem Israel einen hochrangigen Anführer der Hisbollah neutralisiert hatte. An den zwei Tagen darauf hatte der Libanon mit 315 (!) Raketen reagiert. Halten wir fest: die Hisbollah hatte ohne Grund und Veranlassung mit den Angriffen auf Israel begonnen und sie permanent gesteigert. In Folge der Angriffe musste der Norden des Landes, einst eine der wunderschönen Landschaften Israels nahezu völlig evakuiert werden. Zahlreiche Kibbutzim und Orte sind bis auf lange Zeit unbewohnbar. Und nun droht der iranische Politiker, «dass die Auswirkungen dieses Konflikts gegen die Zionisten nach hinten losgehen könnten.» Der Iran unterstützt alle Angriffe gegen Israel mit den modernsten Waffen, sowohl die der Houthi-Terroristen im Jemen, als auch die der Hisbollah-Milizen und natürlich auch der palästinensischen Terror Organisation-Hamas und des Palästinensisch-Islamischen Djihads.

Wir erinnern uns, das Alter für die Befreiung von der Dienstpflicht für Haredim wurde vor wenigen Tagen in der Knesset mit 63:57 Stimmen angenommen. Damit hat die Koalition mit Ausnahme von VM Yoav Gallant einstimmig dafür gestimmt, den ultra-orthodoxen erneut eine Sonderstellung gegenüber den säkularen Wehrpflichtigen einzuräumen. Während sich die orthodoxen Jugendlichen es sich lieber in ihren Yeschiwot bequem machen und dafür auch noch einen Monatslohn vom Staat erhalten, muss das personelle Vakuum in der IDF jetzt von anderen aufgefüllt werden. Bis zum Ende des Jahres muss jeder Soldat bis zum 41. Lebensjahr den Reservedienst ableisten und jeder Offizier bis zum 50. Lebensjahr. Das bedeutet eine temporäre Mehrbelastung von einem Jahr! Eine zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit, zu Gunsten der Haredim, die ihre Schmarotzerposition erneut ausnutzen!
Die USA denken darüber nach, den für US$ 320 Millionen mühsam und teuer gebauten temporären Pier vor der Küste von Gaza wieder abzubauen. Als Grund werden die hier herrschenden Wetterbedingungen angeführt, die einen regelmässigen Betrieb nicht erlauben. Heute soll entschieden werden, ob er Pier in den Hafen von Ashdod verlegt und dort genutzt werden kann.

Polizeipräsident Kobi Shabtai hat kurz vor dem Ende seiner Dienstzeit Einzelheiten über das Verhalten seines Chefs, des rechtsextrem-nationalistischen Polit-Rabauken Ben-Gvir berichtet. In einem Schreiben von Ende Mai an die GStA Gali Baharav-Miara hat er festgehalten, dass «Ben Gvir hinter meinem Rücken hochrangigen Polizeibeamten gesagt hat, er wolle nicht, dass die Polizei humanitäre Hilfskonvois bei der Durchquerung Israels schütze, da diese Aufgabe in die Zuständigkeit des Militärs falle.» Das deckt sich völlig mit der Meinung Ben-Gvirs, dass keinerlei Hilfsgüter in den Gazastreifen geliefert werden dürfen, solange sich dort noch Geiseln befinden. So konnten immer wieder rechtsextreme jüdische Terroristen, zumeist radikal-aggressive Jugendliche, Hilfskonvois angreifen, Waren zerstören und die LKWs in Brand setzen. Seit einigen Monaten hatten sich Spannungen zwischen Ben-Gvir und Shabtai entwickelt, die darin gipfelten, dass Ben-Gvir sich bei der Staatsanwaltschaft dafür einsetzte, Shabtai sofort zu entlassen, weil er ‘generell unfähig sei, seinen Job ordnungsgemäss zu erledigen.’

Noa Argamani, die in der vergangenen Woche von der IDF aus der Geiselhaft befreit werden konnte, hat die Mutter von Liri Albag, 19, die sich immer noch in der Gefangenschaft der palästinensischen Terror-Organisation Hamas befindet, getroffen. «Wir, die weiblichen Geiseln, waren genau wie die Soldatinnen, Sklaven der Terroristen. Wir mussten den Hof putzen, kochen und abwaschen. Die Mahlzeiten waren immer für andere, nur nicht für uns.» Liri, so berichte Noa, wurde in einer Luxus-Villa festgehalten, durfte erstmals nach 40 Tagen duschen, bevor sie in das unterirdische Tunnelsystem verlegt wurde. «Dort ist es noch viel schlimmer, es gibt kein frisches Wasser und nicht viel zu essen. Wir hatten keine saubere Kleidung und keine Möglichkeit, unsere Kleidung, inklusive der Unterwäsche zu waschen und zu trocknen.» Die fünf jungen Frauen, über deren Folter und Verschleppung die Hamas ein. Video veröffentlichte, befinden sie immer noch im Gazastreifen.
Die Mutter von Almog Meir Jan, 21, wird zitiert, dass ihr Sohn während der gesamten Geiselhaft im Haus wohlhabender Bürger festgehalten wurde. «Er bekam ein- bis zweimal am Tag Essen, nicht immer schmackhaft, nicht gesund – aber er hat nicht gehungert.» Die drei gemeinsam aus einer Wohnung befreiten Geiseln waren während der gesamten Gefangenschaft zusammen. Am meisten hätten sie unter dem psychischen Terror gelitten, als man ihnen immer wieder mitteilte, dass kein Mensch Interesse an ihrer Freilassung habe.

Die am Mittwoch von den Houthi -Terroristen aufgeriebene und beschädigte «Tutor», einem Schüttgut-Frachter, der in griechischem Eigentum unter der Flagge von Liberia segelt, ist Leck geschlagen und kann ihren Weg nicht mehr fortsetzen. Der Kapitän des Schiffes ist seit dem Angriff verschollen. Die Mannschaft muss innerhalb des kommenden Tags gerettet werden, da das Schiff droht, zu sinken.

Gestern wurde bei einem weiteren Anschlag auf einen Frachter, die M/V Verbena, die sich auf dem Weg von Singapore nach Venedig befand, ausgeführt. Durch den Beschuss wurden einige Brände an Bord angefacht. Ein Seemann wurde verletzt und wurde auf ein in der Nähe befindliches US-amerikanisches Schiff zur weiteren Behandlung geflogen. Die Verbena, die unter der Flagge von Palau segelt, gehört einem ukrainischen Unternehmen und wird von Polen betrieben.




Erneut wurde ein Haus im nahezu völlig evakuierten Kiryat Shmona getroffen. Zahlreiche Raketen konnten von den Abfangsystemen neutralisiert werden. Die Angriffe auf den oberen Galil fanden am späteren Vormittag statt. Sechs Panzer-Abwehr-Raketen aus dem Libanon verursachten Brände in zwei Gebäuden und einem alten Bus, der als Wohnung diente, in der Grenzstadt Metula. Insgesamt wurden mehr als 35 Raketen auf Kiryat Shmona und die benachbarte Gemeinde Kfar Szold abgefeuert. Die meisten der Rakete konnten abgefangen werden. In der Nähe von Kfar Szold brach ein Feuer aus.

Als Teil ihrer taktischen Kriegsführung hat die Hamas in Mauern, die zwei Häuser miteinander verbinden, Löcher geschlagen. Auf diese Art wurde die unbeobachtete Bewegung zwischen Häusern viel einfacher und konnte, quasi unter den Augen der IDF unbeobachtet vor sich gehen. Vor allem in Rafah wurden zahlreiche Häuser mit diesen Löchern entdeckt.
Kategorien:Israel
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