23. Siwan 5784

Soeben wurde bekannt, dass die IDF erneut den Tod von zwei Soldaten beklagt. Staff Sgt. Yair Avian, 20 und Sgt. First Class (res.) Yakir Shmuel Tatelbaum, 21, s’’l, verloren ihr Leben in unterschiedlichen Kämpfen im nördlichen Gazastreifen.

Der temporäre und geschäftsführende PM des Libanon, Najib Mikati, ein Freund vom Schlächter Präsident Assad hat sich bei einer Tour entlang der libanesischen Südgrenze ein Bild über die Kampfhandlungen und Zerstörungen gemacht. Derzeit finden trotz der anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen Hisbollah und IDF in der Region Maturaprüfungen statt. Mikati nahm seinen Besuch auch zum Anlass, einige Schulen zu besuchen. In völliger Verdrehung der Tatsache, dass die Hisbollah unmittelbar nach dem 7. Oktober mit dem Beschuss Israels begonnen hat, klagte er, dass sein Land der ’psychologischen Kriegsführung’ Israels ausgesetzt sei und er alles tun werde, um die Ruhe an der Grenze wieder herzustellen und er betonte: «Die Armee (sic!) ist der Schutzwall des Libanon. Wenn die Armee nicht im Südlibanon präsent wäre, könnten die Prüfungen nicht stattfinden.» So schnell wird mit einer Lüge aus einer Terror-Organisation eine reguläre Armee!

Amir Saeid Iravani, der iranische Botschafter zur UNO, drohte bei einem Auftritt in der UNO, dass, «falls Israel eine umfassende militärische Aggression im Libanon gegen die Hisbollah beginnt, ein vernichtender Krieg folgen wird.» In einem solchen Fall werden, so fuhr er fort: «Alle Optionen, einschliesslich der vollständigen Einbeziehung aller ‘Widerstandsfronten’, auf dem Tisch liegen. Nota bene: Hamas, Hisbollah und die Houthis sind keine Widerstandsgruppen, sondern Terror-Organisation.
Das ist eine klare Drohung. Israel will den Krieg nicht! Der Iran will den Krieg.
In einem weiteren Versuch, die Kluft zwischen Israel und der Hamas zu entschärfen, hat die US-Administration einige neue Formulierungen für das Geisel- und Waffenstillstandsabkommen gefunden. Das berichtet das US-Nachrichtenmagazin Axios. US-Aussenminister Antony Blinken bedauerte, dass die Hamas zahlreiche Änderungen vorgelegt habe, die weit über den vorgelegten Entwurf hinausgehen. Der neue Versuch basiert auf der von US-Präsident Joe Biden vorgestellten Version, die vom israelischen Kriegskabinett gebilligt wurde.
Die neuen Formulierungen betreffen den Zeitraum zwischen der ersten und der zweiten Phase. (s. mein Beitrag vom 1. Juni). Israel und Hamas sollen einen modus vivendi finden, wie eine ‘nachhaltige Ruhe’ in Gaza herbeigeführt werden kann. Das Kernstück der Uneinigkeit betrifft die Freilassung der palästinensischen Gefangenen in israelischen Gefängnissen. Die Hamas besteht darauf, dass die Namen von ihnen bestimmt wird und die Zahl der Gefangenen, die pro Geisel frei gelassen werden müssen, auch in ihrem Ermessen liegt. Das ist für Israel inakzeptabel. «Die USA arbeiten sehr hart daran, eine Formel zu finden, die es ermöglicht, eine Einigung zu erzielen. Wenn die Hamas der neuen von den USA vorgelegten Formulierung zustimmt, kann der Deal abgeschlossen werden.»
Das neu formulierte Papier ist bereits der Hamas vorgelegt worden. Nun liegt es tatsächlich an Yahyah Sinwar, ob er den Vorschlag akzeptiert. Begeistert klang die Reaktion allerdings nicht. «Die Botschaft beinhalte leichte Änderungen an zwei Klauseln des von Biden vorgelegten israelischen Vorschlags. Es gibt einen Fortschritt bei dem Versuch, die Verhandlungen wieder auf den Ausgangspunkt zurückzubringen. Die verbleibenden Differenzen sollen dann überbrückt werden.»
Während der Nachtstunden gelangen der IDF zahlreiche Schläge gegen die palästinensische-Terror-Organisation Hamas und den Palästinensisch-Islamischen-Djihad. In gezielten Luftangriffen wurden zahlreiche Terroristen beider Gruppen neutralisiert. In einer Schule wurde ein weiteres Waffenlager entdeckt und zerstört. Eine Abschussbasis, von der aus am Freitagabend Sderot beschossen wurde, konnte ebenfalls zerstört werden.
Bei heftigen Angriffen aus dem südlichen Libanon wurden auch drei Panzer-Abwehr-Raketen auf das Gebiet zwischen Misgav Am und Tel Hai, ganz oben im nördlichen Israel abgeschossen. Sie gingen alle in unbebautem Gelände nieder, ohne Schaden zu verursachen. Als Vergeltung griff die IDF die Abschussrampen an und zerstörte sie.
Gestern kam es, wie erst heute bekannt wurde, zu einem tragischen Vorfall in Betzet, einem Ort in der Nähe Nahariya im westlichen Galil. Eine Rakete traf einen Pferdestall, nachdem es der IDF nicht gelungen war, die Rakete abzufangen. Zwei Pferde wurden getroffen und mussten eingeschläfert werden.

Kinderspiele à la Hamas: ein beliebtes Würfelspiel für Kinder, wurde zu einem indoktrinierenden Spiel, durch das bereits recht kleine Kinder erkennen, wer Freund und wer Feind ist. Erreicht ein Spieler das Feld NR 36, so darf er durch den ‘Tunnel’ auf Nr. 67 vorrücken. Trifft man auf einen israelischen Panzer, so verfehlt der sein Ziel, hingegen die palästinensischen Raketen ein besonders interessantes Ziel in Israel treffen. Gefunden wurde dieses ‘Prachtstück’ in der Nähe von Rafah.


Der 1. August ist in jedem Jahr der Tag, an dem sich die Kantone in der Schweiz etwas Besonders ausdenken, um das Publikum zu begeistern. Schon lange kommen die Menschen nicht mehr nur mehr wegen der guten 1. August-Cervelat, der volkstümlichen Musik, dem typisch schweizerischen Fahnenschwingen, den Höhenfeuern. Und der Vermutung, dass Wilhelm Tell doch der grösste Kämpfer für die Freiheit und Unabhängigkeit der Schweiz war.
Freiheit ist ein grosses Wort, das wichtig für die Menschen ist. Freiheit bedeutet Selbstbestimmung. Wer nicht frei ist, der ist abhängig von anderen. Unfreie werden unterdrückt, klein gehalten. Wer aufmuckt, wird bestraft.
Flüchtlinge sind zumeist unfrei für die Zeit, bis sie sich in ihrem neuen Leben eingelebt haben. Damit endet ihre Unfreiheit.
Nicht so bei den palästinensischen Flüchtlingen, die 1948 ihre Heimat verliessen. Teilweise freiwillig, teilweise weil sie die Bedrohung des nahenden Krieges verspürten. Die meisten aber, weil ihre eigenen Leute ihnen dringend nahelegten, zu gehen. Nur für ein paar Tage, wie es hiess. Wer Geld hatte, floh ins Ausland, viele zogen in den Gazastreifen. Dort leben heute noch ihre Nachkommen. Sie haben sich schon lange eingelebt, haben ihre Geschäfte aufgebaut, haben das moderne Gaza gebaut. Viele leben leider heute noch in den alten sogenannten ‘Flüchtlingscamps’, in armseligen Verhältnissen. Mit den Flüchtlingen kam auch die UNRWA. Die eigens für sie geschaffene Flüchtlingsorganisation der UNO. Das Ziel dieser Gruppe ist eines, die Flüchtlinge auch nach 76 Jahren als Flüchtlinge zu definieren. Sie beeinflussen die Bildungsangebote, liefern Medizin und Nahrungsmittel, unterhalten Schulen und Krankenhäuser. Kurz, die UNRWA ist die sorgende Mutter für weltweit mittlerweile mehr als 5 Millionen ‘Flüchtlinge’. Um die Zahl hochzuhalten, wird der Status vererbt, auch an Adoptivkinder…

Ehrengast der Stadt Lausanne am Genfersee ist in diesem Jahr Philippe Lazzarini, der Chef der UNRWA. Als Begründung der von Anfang an kritisch betrachteten Einladung heisst es «Lazzarini ist eine Schweizer Persönlichkeit, die auf der internationalen diplomatischen Bühne nicht fehlen darf; er verkörpert perfekt das Engagement für den Frieden und die humanitäre Tradition unseres Landes, die Teil unserer Geschichte und unseres nationalen Zusammenhalts sind.» Das ist einen Lüge!
Werden nach der Rede palästinensische Flaggen geschwenkt und der hetzerische Aufruf ‘From the river to the sea…’ ertönen? Wir werden damit rechnen müssen.
Die UNRWA ist längst avanciert zum Liebling der Hamas und zeigt das immer wieder öffentlich, wenn sie für Belange der Terror-Gruppen eintritt.
In ihren Schulen wurden Kommandozentralen der Hamas installiert, bekannte Mitglieder nahmen aktiv an den Massakern teil, andere versteckten Geiseln in ihren Häusern. Als unter einer Schule eine bestens ausgebaute Kommandozentrale, samt Serverraum für die Computer, eine komplett ausgestattete Wohnanlage mit WCs, Duschen und Küchen entdeckt und später zerstört wurde, wusste er davon nichts. Obwohl der Strom nachweisbar von der Schule angezapft wurde. Obwohl der Eingang zum Tunnel sich unmittelbar neben dem Schulgebäude befand. Und Lazzarini? Er wusste von nichts.
«Wenn es einen Feiertag im Jahr gibt, der politisch völlig neutral sein muss, dann ist es der Nationalfeiertag. Dieses Fest soll alle Schweizer vereinen und nicht spalten.» So steht es in einem Brief an den Stadtpräsidenten Grégoire Junod, der von über 150 Bürgern unterschrieben wurde. Es sind nicht nur Juden, die den Brief unterschrieben haben. Stadtpräsident Grégoire Junod antwortete: «Die UNRWA ist vom Verdacht der Mitschuld an den grausamen Massakern der Hamas am 7. Oktober reingewaschen worden».
Da muss ich etwas verpasst haben! Das stimmt nämlich nicht! Die UNRWA wird in vielen Ländern als ‘Arm’ der Hamas angesehen. Anerkannte Beweise liegen der UNO vor, werden aber ignoriert.
In diesem Jahr wird nicht der amtierende Bundespräsident in Lausanne die Rede halten, sondern ein propalästinensischer Chef einer Terror-freundlichen UNO-Organisation. Damit wird der 1. August instrumentalisiert und zu einer klaren politischen Veranstaltung missbraucht.
Die Objektivität und Neutralität der Schweiz werden an diesem Feiertag angekratzt. Es ist eine Schande! Palästinenser-Fahnen und das Schweizerkreuz wehen nebeneinander im Wind. Das ist eine Vorstellung, die über meine Verständnis für Meinungsfreiheit hinausgeht!
Kategorien:Israel
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