16. Elul 5784

Die IDF muss heute erneut den Tod zweier Soldaten bekannt geben. Maj. (res.) Nael Fwarsy, 43, und Sgt. Tomer Keren, 20, s“l, verloren ihr Leben beim Drohnenangriff in Ya’ara und beim Beschuss mit einer Panzer-Abwehr-Rakete.


Ein 73 Jahre alter Israeli, Moti Maman aus Ashkelon, wurde im vergangenen Monat verhaftet. Ihm wurde vorgeworfen, vom Iran angeworben worden zu sein, um ein Attentat auf den PM, den VM oder den Chef des Shin Bet zu verüben. Laut Aussagen des Shin Bet wurde er zweimal in den Iran eingeschleust und erhielt dort eine Bezahlung für die Durchführung der ‘Aufträge’. Maman wurde am Donnerstag angeklagt.
Maman war ein Geschäftsmann, der längere Zeit in der Türkei lebte und von dort aus geschäftliche und gesellschaftliche Beziehungen zu türkischen und iranischen Staatsangehörigen unterhielt.
Im April dieses Jahres stimmte er zu, sich auf Vermittlung zweier Türken, die dem Shin Bet namentlich bekannt sind, mit einem im Iran lebenden reichen Geschäftsmann mit Decknamen Eddy zu treffen.

Maman reiste nach Samandag, in die Nähe der türkisch-syrischen Grenze und traf sich dort mit zwei Vertretern des iranischen Geschäftsmannes, der selbst den Iran nicht verlassen konnte. Von dort aus führten Eddy und Maman ein langes Telefonat.
Nach einem weiteren Treffen mit den Vertretern von Eddy, wurde Maman über die ‘grüne Grenze’ nahe der osttürkischen Stadt Van in den Iran geschmuggelt.
Dort angekommen, traf er sich jetzt mit Eddy und einem weiteren Mann, der sich als Mitglied der iranischen Sicherheitskräfte ausgab.
Eddy stellte diverse Aufträge in Israel für den iranischen Staat in Aussicht: Das Platzieren von Geld oder einer Handfeuerwaffe an bestimmten Orten, das Fotografieren von belebten öffentlichen Bereichen und das Bedrohen anderer israelischer Zivilisten, die im Auftrag des Iran tätig waren und ihre Missionen nicht ausführten, wie der Shin Bet herausfand.
Maman kehrte nach Israel zurück. Kurze Zeit später wurde er ein zweites Mal via Türkei, diesmal in einem LKW, in den Iran geschmuggelt.
Diesmal traf er sich im Haus seines Verbindungsmannes, Eddy, mit Mitarbeiter des iranischen Geheimdienstes, die ihn aufforderten, «Attentate auf Ministerpräsident Benjamin Netanyahu, Verteidigungsminister Yoav Gallant oder Shin-Bet-Chef Ronen Bar voranzutreiben.» Auch die Ermordung des ehemaligen PM, Naftali Bennett, stand zur Diskussion.
Maman gab selbst zu, 1 Million US$ als Vorauskasse verlangt zu haben, bevor er die Aufträge ausführen würde.
Zu den weiteren Aufgaben gehörte es, Mossad-Mitglieder als Doppel-Agenten zu rekrutieren und Russen sowie Amerikaner ausfindig zu machen, die iranische Dissidenten in Europa und den USA neutralisieren sollten. Statt der verlangten Million erhielt er vor der Abreise € 5.000, — Unmittelbar nach der Rückkehr nach Israel wurde er verhaftet.
Channel 12 News zitiert ihn mit den Worten, er habe den Ermittlern gesagt: «Es ist gut, dass Sie mich verhaftet haben, ich weiss nicht, wohin es hätte führen können.»
Maman ist voll geständig und arbeitet uneingeschränkt mit den Behörden zusammen.

Das libanesische Gesundheitsministerium gibt korrigierte Zahlen der zwei Explosionen vom Dienstag und Mittwoch bekannt. So wurden insgesamt 2.931 Personen verletzt und 25, bzw. 12 Personen getötet.

Der libanesische PM, Najib Mikati, fordert die UN auf, sich klar dem ‘technologischen Krieg’ Israels gegen sein Land entgegenzustellen. Am Freitag wird der UN-Sicherheitsrat eine Dringlichkeits-Sitzung abhalten, die nur ein Thema hat, die Verurteilung Israels wegen der beiden Anschläge. Israel hat zu den Anschlägen noch keine Stellung bezogen.
Wörtlich verlangt er, «dass die UN eine klare Haltung einnehmen muss, um die israelische Aggression gegen den Libanon und den von ihr geführten technologischen Krieg zu stoppen.» Er vergisst dabei eines: Israel führt den Krieg ausschliesslich gegen die Hisbollah. Die hat am 8. Oktober, einen Tag nach den Massakern der Hamas gegen israelische Zivilisten, mit dem Beschuss auf den Norden Israels begonnen.

Israel hat erneut den Amerikanern einen Plan vorgelegt, der als ‘Safe-Passage-Deal’ oder auch als ‘Plan B’ bezeichnet wird. Dieser Plan könnte, wenn er von der palästinensischen Terror-Organisation Hamas akzeptiert würde, das Ende des Krieges herbeiführen. Grundsätzlich sieht er vor, dass zunächst sämtliche lebenden und toten Geiseln freigelassen werden müssen. Anschliessend würde garantiert, dass Sinwar mit seiner Familie und seinen Gefolgsleuten sicher aus Gaza ausreisen kann. Gleichzeitig werden palästinensische Gefangene aus den Gefängnissen entlassen, wobei hierzu noch keine Einzelheiten definiert wurden. Anschliessend wird der Gazastreifen entmilitarisiert und ein neues Regierungssystem wird eingeführt. Auch hierzu wurden noch keine Details bekannt gegeben. Das ‘Hostages and Missing Families Forum’ begrüsst diesen Vorschlag und bittet alle Regierungsmitglieder, den Plan zu unterstützen.
Generalstabschef Herzi Halevi hat die ihm vorgelegten Angriffspläne für den Krieg gegen die Hisbollah freigegeben.
In Rafah gelingt es der IDF erneut, eine Abschussrampe für Langstreckenraketen zu zerstören. Neben den zum Abschuss vorbereiteten Raketen wurden Munitionslager gefunden und ebenfalls zerstört.
Erneut beschiesst die Hisbollah den Norden Israels mit Drohnen, die mit Sprengstoff beladen sind. Eine Drohne schlug in der Nähe von Beit Hillel ein und löste dort ein Feuer aus. Eine weitere schlug in der Nähe von Ya’ara ein. Beim Einschlag wurden zwei Personen verletzt. Die IDF untersucht den Vorfall. Beim Beschuss mit Panzer-Abwehr-Raketen wurden am Vormittag acht Soldaten verletzt und zur Weiterbehandlung ins Krankenhaus gebracht.
Die IDF kündigte an, mit einer Welle von Luftangriffen gegen Hisbollah Ziele im südlichen Libanon zu zerstören, um die Hisbollah zu schwächen. «Die Terror-Organisation Hisbollah hat den Südlibanon in ein Kriegsgebiet verwandelt und Häuser von Zivilisten jahrzehntelang als Waffenlager genutzt, Tunnel unter den Häusern gegraben und die Zivilisten als menschliche Schutzschilde benutzt.» Ziel der IDF ist es, den Norden Israels so zu sichern, dass die etwa 80.000 Menschen, die von dort vor elf Monaten evakuiert wurden, in ihre Häuser zurückkehren können.
Zwei Hisbollah-Terroristen wurden bereits am Montag entdeckt, wie sie nahe einem Militärposten in der Nähe der Grenze zum Libanon eine Sprengstofffalle installierten. Sie wurden von der IDF ausgeschaltet.
Ein Nachtrag zu gestern. Die Abstimmung der UN-Vollversammlung zum Thema Waffenembargo gegen Israel, Entzug des Rechts der Selbstverteidigung und völliger Abzug der IDF aus Gaza, sowie Judäa und Samaria, endete mit einem katastrophalen Ergebnis. 124 Staaten stimmten für den Antrag, zwölf dagegen und 43 enthielten sich.

Es soll sich bitte jeder selbst ein Bild über das Abstimmungsverhalten machen.
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