27. Elul 5784
Der Shin Bet fordert die Bevölkerung dringend auf, aufmerksam bei Auffälligkeiten jeder Art zu sein. In den vergangenen Wochen hat der Sicherheitsdienst mehrere Attentatsversuche verhindern können. Bei einigen war die Planung bereits weit fortgeschritten, es wurden bewusst keine Hinweise veröffentlicht. In einigen Fällen wurde versucht, Zivilisten anzuwerben, um hochrangige Personen in Israel zu schädigen. Er weist dabei auf den aktuellen Fall von Moti Maman (s. mein Beitrag v. 19.09.). Der Iran versucht auch online mit Personen in Kontakt zu treten, vor allem über Kanäle, die sich mit Finanzen oder Jobangeboten befassen. Es werden hohe Bezahlungen für Aufgaben wie «das Platzieren von Geld oder Telefonen in verschiedenen Gebieten Israels, das Verteilen von Flugblättern, das Malen von Graffiti und sogar das In-Brand-Setzen von Autos und die körperliche Misshandlung von Menschen» angeboten.
Anlässlich einer Pressekonferenz unmittelbar nach der Rede von Netanyahu vor der UNO betonte der Aussenminister von Jordanien, Ayman Safadi, dass arabische und muslimische Länder die Sicherheit Israels garantieren würden, wenn Jerusalem der Gründung eines palästinensischen Staates auf den Grenzen von vor 1967 zustimmt, und kritisierte gleichzeitig die Weigerung von Premierminister Benjamin Netanyahu, dies zu tun. Er bezog sich dabei auf jenen Teil der Rede, in dem Netanyahu erklärte, Israel sei von Staaten umgeben, die es zerstören wollen. «Wir sind hier – Mitglieder des Muslimisch-Arabischen Ausschusses, der von 57 arabischen und muslimischen Ländern beauftragt wurde – und ich kann Ihnen ganz unmissverständlich sagen, dass wir alle bereit sind, die Sicherheit Israels zu garantieren, wenn Israel die Besatzung beendet und die Entstehung eines palästinensischen Staates zulässt. Wir alle hier in der arabischen Welt wollen einen Frieden, in dem Israel in Frieden und Sicherheit lebt, akzeptiert wird und sich mit allen arabischen Ländern im Rahmen der Beendigung der Besatzung und des Rückzugs aus arabischem Gebiet normalisiert, sodass ein unabhängiger, souveräner palästinensischer Staat entstehen kann, dessen Hauptstadt am 4. Juni 1967 Ost-Jerusalem war.»





Das kann man so nicht akzeptieren.
- Dieses Datum markiert den Vortag des Sechs-Tage-Krieges (5. – 10. Juni 1967)
- Der Krieg begann mit einem Präventivschlag Israel gegen Ägypten.
- Die Bedrohung bestand:
- aus der Schliessung der Strasse von Tiran, wodurch Eilat für Israel auf dem Wasserweg nicht mehr erreichbar war
- dem vom ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser erzwungenen Abzug der UNEF-Truppen aus dem Sinai
- dem ägyptischen Aufmarsch von 1.000 Panzern und etwa 100.000 Soldaten an den ägyptisch-israelischen Grenzen
- Israel eroberte im Krieg gegen Ägypten, Jordanien und Syrien
- den Gazastreifen und Sinai-Halbinsel von Ägypten
- das Westjordanland und Ostjerusalem von Jordanien
- die Golan-Höhen von Syrien
- Die Friedensangebote vom 19. Juni 1967 an Ägypten und Syrien wurden mit der Khartum-Resolution[1] vom 1. Sept. 1967 abgelehnt.
- Die Sinai-Halbinsel wurde im Zuge der Friedensverhandlungen Israel-Ägypten 1979 an Ägypten zurückgegeben.
- Der Gazastreifen wurde 1967 besetzt und 2005 vollständig geräumt.
- Jordanien verzichtete im Zuge der Friedensverhandlungen (1994) auf das Westjordanland.
- Ostjerusalem wurde 1980 durch das ‘Jerusalemgesetz’ annektiert, was jedoch von der Staatengemeinschaft ebenso wenig anerkannt wurde wie die Annektierung durch Jordanien 1950.
- Der Golan wurde 1967 besetzt und 1981 annektiert.
Wann gab es jemals einen palästinensischen Staat? Den gab es nie!
Wieso kann Ost-Jerusalem jemals Hauptstadt für einen Staat, denn es nie gab, gewesen sein?

Die libanesische Regierung ist bereit, die UNO-Resolution 1701 aus dem Jahr 2006 vollinhaltlich umzusetzen. Das gab der geschäftsführende PM des Landes Najib Makati heute bekannt. In einem ersten Schritt zeigte er sich bereit, reguläre libanesische Truppen südlich des Litani-Flusses zu stationieren. Der Litani-Fluss verläuft etwa 30 km nördlich der südlichen Grenze des Libanons. Die von der IDF geplante Bodenoffensive hat das Ziel, die Hisbollah aus dem Grenzgebiet zu vertreiben. Dies wäre eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass die etwa 80.000 Menschen aus dem Norden Israels in ihre Heimatorte zurückkehren können.

Fateh Sherif Abu el-Amin war ein ranghohes Mitglied der palästinensischen Terror-Organisation Hamas und deren Anführer im Libanon. Als Lehrer der UNWRA war er auch Vorsitzender der UNWRA Lehrer-Union im Libanon. Heute musste die Hamas bekannt geben, dass er gemeinsam mit seiner Frau, seinem Sohn und seiner Tochter bei einem Angriff durch die IAF auf ihr Haus getötet wurde. Das Haus befand sich im palästinensischen Flüchtlingslager al-Bass in Tyre im südlichen Libanon.
Die UNWRA Lehrer-Union bietet Schulen für mehr als 40.000 Schüler in den Lagern an.
Mit der Doppel-Funktion von Sharif wird einmal mehr bewiesen, dass die UNWRA stark und unmittelbar an der anti-israelischen Indoktrination beteiligt ist. Sharif wurde für ebendiese Leistung ausgezeichnet.
Die UNWRA bestätigte die Mitgliedschaft von Sharif bei der Hamas, betonte jedoch, dass seine ‘politischen’ Aktivitäten ständig von ihnen überwacht worden seien.
Auch der Spon widmete dem Thema einen lesenswerten Artikel.
In einem überwiegend von Sunniten bewohnten Haus wurden drei Führer der PFLP (Volksfront zur Befreiung Palästinas)[2], der militärische Sicherheitschef Mohammad Abdel-Aal, der Militärkommandeur Imad Odeh und ein weiteres Mitglied, Abdelrahman Abdel-Aal, bei dem Angriff getötet wurden. Die IDF kommentierte den Vorfall bisher nicht.
Am frühen Montagmorgen wurden zwei aus dem Libanon anfliegende Drohnen abgefangen und zerstört. Eine der beiden wurde über dem Gebiet von Ramot Naftali neutralisiert, die zweite von einem israelischen Marineschiff über israelischen Hoheitsgewässern. Die IDF kommentiert nicht, von wo die Drohne gestartet wurde, es liegt jedoch nahe, dass ihr Ziel das Karish Gasfeld mit ihrer Off-Shore-Infrastruktur war.
Seit Freitag hat die IDF den Fokus der Operationen von Gaza auf den Libanon verschoben. In mehrfachen Angriffswellen wurden zahlreiche Infrastrukturen der Hisbollah zerstört, die als 120 Kommandozentralen, Waffenlager und Abschussrampen dienten. Dabei konzentrierten sich die Angriffsflüge auf das Beka’a Tal, die Beiruter Vororte Dahiyeh und Kola. Laut Angaben der IDF wurden seit Sonntagnachmittag mehr als 105 Menschen getötet und rund 359 verletzt.
In der Nacht von Sonntag auf Montag schoss die Hisbollah eine Boden-Boden-Rakete auf Haifa ab, die jedoch erfolgreich abgefangen werden konnte. In verschiedenen Orten rings um Haifa wurde Raketen-Alarm als Warnung vor herabstürzenden Schrapnell-Teilen ausgelöst.
Das Heimatfrontkommando gab neue, etwas gelockerte Richtlinien heraus, die gestaffelt nach der Entfernung von der Grenze regeln, ob und in welcher Form Unterricht stattfinden darf und welche Beschränkungen für Versammlungen und Arbeitsplätze gelten.


VM Yoav Gallant hat erneut einen Truppenbesuch bei den Soldaten im Norden des Landes gemacht. Dabei deutete er an, dass sich Israel auf den Beginn einer Bodenoffensive im Libanon vorbereitet. «Die Ausschaltung von Hisbollah-Terrorchef Hassan Nasrallah ist ein sehr wichtiger Schritt, aber nicht alles. Wir werden alle unsere Fähigkeiten einsetzen. Wenn jemand auf der anderen Seite nicht versteht, was diese Fähigkeiten bedeuten, es bedeutet tatsächlich alle Fähigkeiten und ihr seid Teil dieser Bemühungen. Wir vertrauen darauf, dass ihr alles erreichen könnt.»
Später traf sich VM Yoav Gallant mit Bürgermeistern der Orte der nahezu vollständig evakuierten Nordgrenze. Er kündigte eine neue Phase des Krieges an, die möglicherweise auch eine Bodenoffensive umfassen wird. «Die nächste Phase im Krieg gegen die Hisbollah wird bald beginnen. Sie wird einen bedeutenden Faktor bei der Veränderung der Sicherheitslage darstellen und es uns ermöglichen, die wichtige Mission der Rückkehr der Bewohner in ihre Häuser abzuschliessen. Und wie ich hier vor einem Monat sagte, dass wir den Schwerpunkt nach Norden verlagern werden, sage ich jetzt: Wir werden die Situation ändern und die Bewohner nach Hause zurückbringen.»
Mittlerweile hat Israel die USA informiert, dass eine eingeschränkte Bodenoffensive kurz bevorsteht. Das Ziel der Operation wird es sein, die Sicherheit an der Nordgrenze wieder herzustellen. Um das zu erreichen, muss die Hisbollah hinter den Litani-Fluss zurückgedrängt werden.
Eine Drohne der Hisbollah explodierte unmittelbar neben der Pferdefarm des Kibbutz Merom auf dem Golan. Zum Zeitpunkt der Explosion befanden sich dort auch einige Kinder. Ein Feuer brach aus, das von lokalen Feuerwehren gelöscht werden konnte. Zwei Pferde wurden von herabstürzenden Schrapnells verletzt. Die Kinder blieben unverletzt. Ein Kibbutznik erklärte: «Die Unterrichtsstunde für die Kinder wurde nur 20 m neben der Einschlagstelle abgehalten. Der Pferdetrainer und Reitlehrer entdeckte die Drohne unmittelbar, bevor sie abstürzte. Die Kinder sind ok, stehen aber unter Schock.»





Die gute Nachricht des Tages: Bereits am vergangenen Montag führte die Israelische Staatsoper ‘die unbekannte Geschichte Herzls’ auf, um des 120. Todestages von Theodor Herzl zu gedenken. Die Aufführung war gleichzeitig die US-Filmpremiere ihrer Original-Opernaufführung.
Zu Beginn sagen die Solisten eine bewegende Version von ‘Bring them home’ aus dem Musical ‘Les Misérables’, das sie der Hoffnung auf die Freilassung der immer noch in Gaza festgehaltenen Geiseln widmeten. Am Schluss der Aufführung wurde, wie immer, die Hatikva gesungen.
Diese israelische Opernproduktion, deren Komposition drei Jahre in Anspruch nahm, wurde von Cnaan komponiert, vom Librettisten Ido Ricklin inszeniert und von Nimrod David Pfeffer dirigiert.
Sie greift auf die Ursprünge des Zionismus zurück und untersucht die Hintergründe, die Herzl dazu brachten, sich für die visionäre Schaffung eines Staates für das jüdische Volk einzusetzen.
Die Inszenierung beschreibt nicht den Theodor Herzl, der in die Ferne blickend auf dem Balkon des Hotels ‘Les trois Rois’ in Basel steht, kurz bevor er den ersten Zionistenkongress eröffnet. Sie zeigt «einen dramatischen, herzerwärmenden Helden, der mit emotionalen Schwierigkeiten, zertrampelten Träumen, Verzweiflung und Wahnsinn kämpft, während er versucht, sich anzupassen, aber jedes Mal abgelehnt wird.»
Die Oper, die vom Magazin Opera Now als eine der besten Opern der Welt für 2023 ausgewählt wurde, wurde von Ellacomm vor einem Live-Publikum im israelischen Opernhaus nach den schrecklichen Anschlägen vom 7. Oktober gefilmt.
Aufgrund der überwältigenden Nachfrage wird die Oper im März 2025 wieder auf die israelische Bühne kommen. Die gefilmte Produktion wird für private Vorführungen zur Verfügung stehen und ‘Theodor’ in Gemeinden auf der ganzen Welt bringen.
[1] Die Khartum Resolution wurde von Ägypten, Algerien, Irak, Jemen, Jordanien, Kuwait, Libanon, Libyen, Saudi-Arabien, Sudan, Syrien, nicht aber von Marokko und Tunesien angenommen. Sie umfasste u.a. die ‘3-Neins’: kein Frieden mit Israel, keine Anerkennung Israels, keine Verhandlungen mit Israel.
[2] Die PFLP wurde 1967 während des Sechstagekriegs als Reaktion auf die Niederlage verschiedener Staaten gegen Israel gegründet. Sie ist Mitglied der PLO, die versuchte, die Befreiung Palästinas mit Gewalt und Terror zu erreichen. In den 60er und 70er Jahren wurde sie besonders durch Flugzeugentführungen bekannt. Die Ideologie verband Elemente des arabischen Nationalismus mit denen des Marxismus-Leninismus. Folgerichtig verlor sie mit dem Zerfall des Ostblocks und der Auflösung der Sowjetunion in den 90er Jahren an Bedeutung. Sie hält bis heute fest am Widerstand, gegen den Oslo-Friedensprozess und dem Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge. Nach der Abspaltung von der PLO bilden sie gemeinsam mit der palästinensischen Terror-Organisation Hamas und dem palästinensisch-islamischen Djihad eine sogenannte ‘Ablehnungsfront’.
Kategorien:Israel
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