Krieg in Israel – Tag 371


9. Tischrei 5785

Auch gestern musste die IDF leider den Tod von drei Soldaten bekannt geben, Mast Sgt. (res.) Ori Moshe Borenstein, 32, Maj. (res.) Netanel Hershkovitz, 37, und Master Sgt. (res.) Tzvi Mitityahu Marantz, 32, s’’l, fielen bei wieder aufgenommenen Kämpfen im nördlichen Gazastreifen, wo die IDF versucht, die Hamas an der Neu-Formierung zu hindern.

Heute fiel Staff. Sgt. Ittai Fogel, 22, s’’l, bei einem Kampf im südlichen Gazastreifen.

Das ist selbsterklärend! © Amos Biderman, Facebook

„Fährt er jetzt mit dem Velo nach Washington?“ „Keine Sorge, ich habe ihm die Luft rausglassen¨“ @ Guy Morad, Facebook

Bei der Sitzung des israelischen Sicherheitskabinetts wurden gestern Abend keine besonderen Entschlüsse gefasst. «Israel ist gewillt, jedes Vorgehen mit den Amerikanern abzustimmen.» Aus dem Büro des PM war zu hören, dass die Amerikareise von VM Yoav Gallant noch nicht bewilligt worden sei.

Teheran hat jenen arabischen Staaten, die Beziehungen zum Westen haben, gedroht, falls sie ihren Luftraum für einen israelischen und/oder amerikanischen Anschlag auf den Iran öffnen. Das berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf arabische Quellen. Die Drohungen wurden über inoffizielle Kanäle an Jordanien, die VAE, Saudi-Arabien und Katar gerichtet. Man befürchtet, dass der Iran wichtige Öl-Infrastrukturen angreifen könnte, berichtet die Zeitung. In den genannten Staaten befinden sich US-Militärbasen. Die Staaten informierten  Washington, dass ihr Luftraum für einen Angriffsflug nicht zur Verfügung steht. Washington bestätigt, dass ein solcher Antrag der genannten Staaten vorliegt und sich nicht nur auf den Luftraum, sondern auch auf die Militärbasen bezieht.

Ein 27-Jahre alter thailändischer Arbeiter wurde im Kibbutz Yir’on von einer Panzer-Abwehr-Rakete getroffen und getötet. Eine weitere Person wurde verletzt. Innenminister Moshe Arbel betonte, es sei illegal, ausländischer Arbeiter zu engagieren, um in den evakuierten Orten im Norden des Landes zu arbeiten. Arbel gab erneut dazu eine Anweisung an die entsprechenden Stellen. «Die Pflicht, das Leben jedes Einzelnen zu schützen, hat Vorrang vor der Öffnung von Bewässerungssystemen in evakuierten landwirtschaftlichen Gebieten.» Entgegen ersten Aussagen wurde er nicht von einer Rakete, sondern von herabstürzender Munition getroffen

Eine weitere Panzer-Reservebrigade ist in den südlichen Libanon vorgerückt. Es gelang ihr, Tunnelsysteme, vorbereitete ‘Verteidigungs’-Positionen der Hisbollah und andere Infrastrukturen der Terror-Organisation zu zerstören. «Heute werden wir die Gefahr eines Angriffs auf unser Land beseitigen», sagte Brigadekommandeur Oberst Yoav Scheider in einem Funkspruch an seine Truppen, bevor sie in den Libanon einmarschierten. «Das ist unsere Mission, das ist unsere Aufgabe. Wir haben einen schwierigen Kampf vor uns. Aber die Mission ist klar, wichtig und dringend.» Nach wie vor gibt es keine Kommentare der IDF.

In einem ähnlichen Vorfall wie bereits gestern beschoss die IDF einen Beobachtungsturm der UNIFIL im libanesischem Hauptquartier in Naqoura. Zwei Mitarbeiter der UNIFIL wurden leicht verletzt. Die IDF veröffentlichte keinen Kommentar. Am Nachmittag kam es, so UNIFIL, zu einem dritten Vorfall, als IDF-Panzer an einigen Stellen Barrieren durchbrachen und bis in die Nähe der Gebäude vordrangen.

Mit einem gezielten Luftangriff eliminierte die IDF einen Kommandanten der Panzer-Abwehr-Abteilung der Hisbollah, Ghareeb Alshuja’a. Von seinem Standort aus waren regelmässig Raketen in Richtung Ramot Naftali, in unmittelbarer Nähe des Naturschutzreservats ‘Hula-Ebene’ abgeschossen worden. In der Hula Ebene rasten zweimal im Jahr Hunderttausende von Zugvögeln auf ihrem Weg nach Süden, resp. nach Norden.

Gestern Abend erfolgte einer der seltenen Luftangriffe der IAF im Zentrum von Beirut. Ziel des Angriffs war der Leiter der ‘Verbindungs- und Koordinierungseinheit’ der Hisbollah Wafiq Safa. Nach anonymen Quellen hat er den Angriff überlebt, befindet sich aber kritischem Zustand. Die beiden Gebäude befinden sich in einem Vorort von Beirut, in dem es bisher noch keine Angriffe gab. Das libanesische Gesundheitsministerium klagte, dass mindestens 22 Personen getötet und mehr als 100 verletzt wurden.

Mehr als 20 Raketen wurden am frühen Vormittag aus dem südlichen Libanon auf den Norden Israels abgeschossen. Der Raketen-Alarm wurde in den Vororten von Haifa und Akko ausgelöst. In der Industriezone von Kiryat Bialik gab es einen Einschlag, der aber nur geringfügigen Schaden verursachte. Ein kleiner Brand konnte von der lokalen Feuerwehr schnell gelöscht werden.

Im Gebiet von Ashkelon konnte die IDF eine Drohne erfolgreich abfangen, von der unbekannt ist, woher sie kam. Kurz darauf erklärte eine Gruppe innerhalb des Iraks, eine Drohne nach Eilat abgeschossen zu haben.

Muhammad Abdullah galt als Nachfolger des im August eliminierten Muhammad Jabber. Er wurde bereits gestern mit einem gezielten Luftangriff eliminiert. Abdullah war der Anführer des Palästinensisch-Islamischen Djihad in der Region von Tulkarem, Samaria. Gleichzeitig wurde ein zweiter Terrorist, dessen Name mit Awad Omar benannt wurde, eliminiert.



Kategorien:Israel, Politik

Schlagwörter:

Hinterlasse einen Kommentar