16. Tishri 5785

Auch heute muss die IDF leider den Tod von fünf Soldaten bekannt geben. Maj. Ofek Bachar, 23, Cpt. Elad Siman Tov, 23, Staff Sgt. Elyashiv Eitan Wieder, 22, Staff Sgt. Yakov Hillel, 21, und Staff Sgt. Yehuda Dror Yahalom, 21, s’’l, wurden während der Bodenoffensive im südlichen Libanon getötet.
US-Präsident Joe Biden, derzeit auf Deutschland Besuch, gab noch an Bord der ‘Air Force One’ ein Statement ab. Er begrüsste den Tod des Drahtziehers des verheerenden Angriffs vom 7. Oktober 2023, der den andauernden Krieg eröffnete, als ‘guten Tag’ und sagte, damit sei ein entscheidendes Hindernis für einen Waffenstillstand und einen Geiseldeal im Gazastreifen beseitigt worden. Biden sagte am Donnerstag, er werde PM Benjamin Netanyahu gratulieren, aber auch «den Weg zur Sicherung der Freilassung der Geiseln und zur endgültigen Beendigung dieses Krieges erörtern. Es gibt jetzt die Möglichkeit für einen ‚Tag danach‘ in Gaza ohne eine Hamas-Regierung und für eine politische Lösung, die Israelis und Palästinensern gleichermassen eine bessere Zukunft bietet», sagte er. «Das ist ein guter Tag für Israel, für die USA und für die ganze Welt.»
Auch wenn die IDF sich ‘vorsichtig optimistisch‘ zeigt, dass der Tod von Sinwar die Möglichkeit von Verhandlungen neu eröffnen könnte, sind sie doch besorgt, dass Mohammed, der Bruder von Sinwar, nicht weniger extrem als sein Bruder ist. Über den Aufenthalt von Mohammed ist noch nichts bekannt. Die Hamas hält sich derzeit sehr zurückhaltend, wer die Nachfolge von Sinwar antreten soll. Man geht jedoch davon aus, dass er die Nachfolge von Sinwar antreten könnte.

Netanyahu gab gestern in der Nacht ein englisch gesprochenes Statement ab, in dem er betonte, dass der Tod Sinwars nicht das Ende des Krieges markierte, sondern den Anfang des Endes. An die Gazaner gerichtet betonte er: «Ich habe eine einfache Botschaft für euch. Dieser Krieg kann morgen beendet sein. Er kann zu Ende sein, wenn die Hamas ihre Waffen niederlegt und die Geiseln zurückgibt. Wir garantieren die Sicherheit aller, die unsere Geiseln zurückgeben. Wenn ihr ihnen aber etwas antut, dann werden wir euch verfolgen und vor ein Gericht stellen.» Den Menschen im Mittleren Osten sagte er, dass die Achse des Terrors, die vom Iran gebaut wurde, vor ihren Augen zerbricht. «Das Terror-Regime, mit dem der Iran auch die Menschen im Irak, Syrien, dem Libanon und Jemen manipuliert hat, wird ebenfalls zu einem Ende kommen.»

Der Chef des US-Zentral-Kommando CENTCOM, Gen. Michael Kurilla, gratulierte Israel und warnte, dass «alle, die den Weg des Terrorismus beschreiten, das gleiche Schicksal erwartet, wie Sinwar.» Die Unterstützung der USA im Kampf zur Befreiung der Geiseln, darunter auch sieben US-Bürger, bleibt nach wie vor ungebrochen. Der Kampf gegen den Terrorismus im gesamten Mittleren Osten, so sagt er, hätte höchste Priorität.
Der britische Premier, Keir Starmer, ruft zur Freilassung der Geiseln auf und betont, dass GB nicht um Sinwar trauern wird. Er stellte klar, dass Sinwar der Drahtzieher hinter dem «tödlichsten Tag in der Jüdischen Geschichte seit dem Holocaust war.»
Die italienische PM Giorgia Meloni betonte, der Tod Sinwars mache den Weg für eine neue Phase des Krieges frei. «Mit dem Tod Sinwars, endet die Person, die grundsätzlich für das Massaker verantwortlich war. Ich bin überzeugt, dass eine neue Phase eingeläutet werden muss: Es ist Zeit, alle Geiseln freizulassen, einen sofortigen Waffenstillstand auszurufen und mit dem Wiederaufbau Gazas zu beginnen.»
Der Vertreter des Irans bei der UNO kommentierte den Tod Sinwars: «Der Geist des Widerstandes wird durch den Tod des Hamas-Führers Yahya Sinwar gestärkt werden.»
Nicht nur das, «Sinwar wird ein Vorbild für die Jugend und die Kinder sein, die seinem Weg zur Befreiung Palästinas folgen werden». Weiter hiess es: «Solange es Besatzung und Aggression gibt, wird der Widerstand andauern, denn der Märtyrer bleibt am Leben und eine Quelle der Inspiration», was die Vorbildfunktion von Sinwar für zukünftige Generationen unterstreicht. Sinwar wird den grösseren Heldenstatus erhalten, als es Wilhelm Tell in der Schweiz jemals gelang!

UN-Generalsekretär Antonio Guterres, ist immer sehr schnell, wenn es darum geht, Israel zu verurteilen, und nach einem Ende des Krieges zu rufen. Seit gestern jedoch schweigt er beharrlich, wenn es darum geht, den Tod von Sinwar zu kommentieren. Er geht einfach darüber hinweg und verdrängt, dass die ganze Welt im Ende dieses grausamen Terroristen und Massenmörders eine Chance sieht, die Geiseln befreien zu können und den Krieg zu beenden. Israels Aussenminister Israel Katz beschuldigt ihn, seine ‘extrem anti-israelische und anti-jüdische Agenda’ weiter zu verfolgen. Israel werde ihn weiterhin als ‘persona non grata’ behandeln. Der israelische Botschafter an der UNO sagte zu Guterres: «Sie sind die unbedeutendste und realitätsfernste Persönlichkeit des öffentlichen Lebens auf der Welt.»
Bei der Leiche von Sinwar wurde u.a. ein Pass aufgefunden, der einem UNWRA Lehrer, Hani Zourub, gehört. Zourub hatte sich seit April in Ägypten aufgehalten, das behauptet zumindest ein Reporter des TV-Senders ‘Kan’. Weiterhin trug Sinwar NIS 40.000 bei sich.
Eine Drohnenaufnahme zeigt die letzten Augenblicke von Sinwars Leben. Er sitzt vermummt in einem Sessel, beobachtet die Drohne und versucht, sie mit einem Stock zum Absturz zu bringen.

Die Leiche Sinwars wurde an einen unbekannten Ort innerhalb von Israel gebracht, um dort obduziert zu werden. Die Obduktion ergab, dass Sinwar durch einen Kopfschuss und Granatfeuer getötet wurde.
Einer der noch lebenden Hamas-Führer, Khalil al-Hayya bestätigte einerseits den Tod von Sinwar, betonte aber, dass sein Tod die palästinensische Terror-Organisation nur stärken werde und dass «die Besatzer es schnell bedauern werden, ihn ermordet zu haben.» Gleichzeitig hielt er auch fest, dass die Geiseln erst befreit werden, wenn die Aggression gegen Hamas endet und die IDF sich völlig aus dem Gazastreifen zurückgezogen hat.
Die Hisbollah hat angekündigt, in eine neue Phase des Krieges einzutreten. Ab sofort werden sie nur mehr präzisionsgesteuerte Raketen gegen Israel einzusetzen. «Das ist der Übergang zu einer neuen, eskalierenden Phase der Konfrontation mit dem israelischen Feind. Die Präzisions-Lenkflugkörper werden ab sofort erstmals eingesetzt werden.»
Der Kreml zeigt sich wegen des Todes von Sinwar sehr besorgt, erklärte Kreml-Sprecher Dimitry Peskov. Während eines kurzen Presse-Briefings sprach er über die Konsequenzen für die Zivilbevölkerung und hob hervor, ohne ins Detail zu gehen, dass «die humanitäre Katastrophe, die wir in Gaza und im Libanon sehen, uns sehr besorgt.»
Drei Terroristen sind, von Jordanien kommend, in der Umgebung des ‘Toten Meers’ nach Israel eingedrungen. Zwei von ihnen konnten bereits von der IDF neutralisiert werden. Ein dritter konnte entkommen und wird derzeit gesucht. Die drei eröffneten sofort bei Erreichen von Israel das Feuer. Die Bodentruppen werden von der IAF bei der Suche unterstützt. Die Bevölkerung wird gebeten, alle Anweisungen der Sicherheitskräfte genauestens zu beachten. Nach drei Stunden intensiver Suche sind die Sicherheitskräfte überzeugt, dass nur zwei Terroristen die Grenze zwischen Jordanien und Israel überschritten haben. Entdeckt wurden die drei von einem Mitglied der Einheit 8200, die sie beobachtete, wie sie den Grenzzaun durchschnitten. Mitglieder der Grenzkontrolle erschienen 10 Minuten später und konnten zwei der Terroristen eliminieren.
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Max Stickel
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