Shabbat Chol HaMoed Sukkot

ב“ה

16./17. Tishri 5785                                                    18./19. Oktober 2024 

Shabbateingang in Jerusalem:                                                         17:30

Shabbatausgang in Jerusalem:                                                         18:45

Shabbateingang in Zürich:                                                                 18:14

Shabbatausgang in Zürich:                                                                19:16

Shabbateingang in Wien:                                                                   17:23

Shabbatausgang in Wien:                                                                  18:39

In der Torah finden wir mehrere Hinweise auf Sukkot. Doch erst in Lev. 23:33-36 wird es als Laubhüttenfest bezeichnet. Am 15. Tishri soll es beginnen und sieben Tage dauern. Hier ist auch festgeschrieben, dass der erste Tag des sieben Tage dauernden Festes ein echter Feiertag ist. In Israel und in liberalen Gemeinden im Ausland hält man sich an diese Vorschrift aus der Torah, in orthodoxen Gemeinden und im Ausland sind die zwei ersten Tage Feiertage.

In der Torah finden wir auch den Hinweis auf den achten Tag, den wir als Simchat Torah feiern. Das hebräische Datum ist der 23. Tishri, der in diesem Jahr am kommenden Donnerstagabend beginnt. Für alle Juden, besonders aber für uns Israelis, wird dieses Datum unauslöschlich im Gedächtnis eingebrannt bleiben. Im vergangenen Jahr war es der Tag, an dem die palästinensische Terror-Organisation Hamas das grauenhafte Massaker im Süden Israels beging. Die Welt scheint es vergessen zu haben.

Gestern am 15. Tishri 5785 wurde der Drahtzieher des Massakers und damit auch der Verantwortliche für den grausamen Krieg gegen die Hamas, Yahyah Sinwar, von der IDF eliminiert. Jetzt dürfen wir auf die Rückkehr der Geiseln hoffen und auf ein Ende des Krieges.

Die Sukka, mit deren Bau unmittelbar nach dem Ende von Yom Kippur begonnen wird, muss temporären Charakter haben. Die Grösse ist genau definiert, sie muss mindestens eine Seitenlänge von 55 cm aufweisen. Drei Seiten muss die Laubhütte aufweisen, eine davon darf eine Hauswand sein. Aus welchem Material die Hütte hergestellt ist, bleibt dem Geschmack des Einzelnen überlassen, wichtig ist aber, dass durch das Dach in der Nacht die Sterne sichtbar sind. Es muss aus einem Naturprodukt hergestellt sein, welches zu diesem Zwecke geschnitten oder geschlagen wurde: Palmblätter, Stroh, Holz.

Ob die Laubhütten innen geschmückt werden oder nicht, auch das ist Geschmackssache. In Chabad-Gemeinden verzichtet man in der Regel darauf, weil die Sukka für sich genommen schon als so schön angesehen wird, dass sie keinen weiteren Schmuck braucht.

Selbst in Gaza entstand im Netzarim-Korridor eine Sukka, ebenso wie auf einem US-amerikanischen Flugzeugträger, errichtet durch Vertreter von Chabad-Lubavitch.

Neben der Sukka ist das Schütteln des Lulav ein sehr alter Brauch, der aus keiner Synagoge während des Gottesdienstes wegzudenken ist. In Israel findet man an jeder Strassenecke Verkäufer, die die Pflanzen für das Zusammenstellen des Lulav anbieten.

Ich wünsche uns allen einen friedlichen Shabbat Chol HaMoed!



Kategorien:Israel, Religion

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